Beiträge von Pollux

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    Es ist so schön, dass die zwei gleich so miteinander harmonieren. Da würde ich sie auf keinen Fall trennen. War Sontje denn beim Eingangscheck? Tierheimvögel bringen gerne auch immer etwas mit. Nicht, dass Fokko jetzt gesund ist und Sontje etwas mitbringt.

    Zu der Situation mit dem Fliegen und Landen: Sontje ist noch nicht lange bei dir und du weißt nichts über ihre Vergangenheit. Dass sie so schlecht fliegen und landen kann, kann natürlich körperliche Ursachen haben - wie z.B. einen alten Bruch, der schlecht zusammengeheilt ist. Es kann aber auch sein, dass sie vorher keinen Freiflug hatte und sich deshalb jetzt erst einmal so schwer tut. Ich würde da einfach noch etwas abwarten und bei den Freiflügen am Anfang vielleicht dabei bleiben, ehe du sie alleine im Freiflug lässt. Wenn sie vorher keinen oder kaum Freiflug hatte, ist es im besten Fall so, dass sie einfach ihre Muskulatur und ihren Orientierungssinn erst einmal etwas üben muss, ehe es klappt.

    Bei mir war es Chico, der am Anfang Schwierigkeiten beim Fliegen und Landen hatte (und z.T. auch jetzt noch). Bei ihm hängt ein Flügel tiefer als der andere (v.a. wenn er sich angestrengt hat) und bei dem Flügel fehlen auch ein paar Federn. Er flog, als er kam, sehr unkoordiniert in Halbkreisen und Landen klappte per Zufall. Auch flog er mir mehrmals gegen etwas. Ich habe versucht, die wesentlichen Stellen mit Handtüchern etwas abzupolstern. 6 Monate später habe ich erfahren, dass er in einem 15 qm großen Zimmer lebte. Da waren mir die Halbkreise dann auch klar, denn er konnte nicht lange geradeaus fliegen. Inzwischen klappt es mit dem Fliegen und Landen immer besser, aber er muss sich immer noch sehr konzentrieren. Auch geradeaus fliegen geht bei ihm mittlerweile. Er hat gut 6 Monate gebraucht, ehe man die Fortschritte merkte. Insofern würde ich da auch bei Sontje noch etwas abwarten.

    Ihr Flügel sieht tatsächlich nicht so aus, wie er sein sollte. Vielleicht hatte sie wirklich einmal einen Bruch? Das könnte man über ein Röntgenbild herausfinden. Allerdings kann man bei alten Brüchen auch nichts mehr machen. Da würde man es dann nur wissen. Ändern an der Situation würde das nichts.

    Tweety ist schon verblüffend. Sie hat immer noch Zeiten, in denen sie sich am liebsten unsichtbar macht - warum auch immer (anfangs dachte ich, das wäre Zufall, aber es ist pure Absicht):

    Aber sie zeigt auch immer mehr, dass sie sich wohl fühlt (10 Minuten später - leider unscharf, aber anders lässt sie sich noch nicht fotografieren):


    Chico dagegen ist eigentlich dauerhaft entspannt und setzt sich gerne auch einmal in Szene:

    Ich schreibe einmal in dem Thread, weil das eine auf das andere aufbaut. Dieses Mal geht es um den Schnabel.

    Meine drei stehen ja immer noch unter Beobachtung, seitdem die TÄ den Milbenverdacht geäußert hatte.

    Mir fällt seit einiger Zeit auf, dass Tweety am linken Oberschnabel unter der Wachshaut einen Bereich hat, der etwas heller bzw. weißlich aussieht. Sie hatte das, glaube ich, schon, als sie kam, allerdings hatte ich da nicht so drauf geachtet gehabt, weil sie beim Eingangscheck ja laut TA an der Stelle unauffällig war. Seit der Diagnose der letzten TÄ verunsichert mich das doch. Tweety mausert zur Zeit recht stark und da verteilen sich natürlich auch die feinen Staubpartikel im Zimmer und im Gefieder. Was meint ihr denn zu ihrem Schnabel? Ist ihr Schnabel noch im Bereich des Normalen? Kann es bei Schecken sein, dass auch der Schnabel so verschiedenfarbig ist? Oder kann das mit der Mauser zusammenhängen? Oder wächst er seit der Behandlung einfach andersfarbig weiter? Mich irritiert das. Tweety und Chico wurden ja 2x mit einem Spot-on behandelt.

    Janosch stand seit der Behandlung der beiden extrem unter Beobachtung, da er ja nicht mit behandelt wurde. Bei ihm bildete ich mir auch ein, dass er an der Ecke etwas weißlich aussah. Aber sein Schnabel scheint vollkommen in Ordnung zu sein. Und das, was ich mir einbildete zu sehen, ist nicht mehr da. Bei ihm hatte ich mir wochenlang einen Kopf gemacht.

    Hier ein Bild von seinem Schnabel:

    In Ansbach wartet eine noch junge, fitte und nicht ängstliche Wellensittichhenne auf ihren Besitzer. Sie hatte einen Ausflug zur Feuerwehr unternommen, wurde dort aber nicht eingestellt. Fit genug wäre sie gewesen, aber leider zu klein. Aktuell wartet sie gesichert im Käfig auf der Wache. Sie würde gerne wieder in ihr Zuhause zurückkehren.

    Hier mausern auch alle wie verrückt. Ich habe sie kürzlich gefragt, ob das schon ihr Herbst- oder Wintergefieder wird oder erst das Hochsommergefieder. Sie haben mir keine Antwort gegeben.

    Wenn sie nicht schnell genug weg sind, würden Störche die sicherlich auch fressen

    Das denke ich auch. Und so, wie sich meine benommen haben, haben sie auch mit der Möglichkeit gerechnet. Dasselbe ist, wenn Greifvögel über den Dächern kreisen. Da sind Dachfenster tatsächlich nicht unbedingt empfehlenswert, wenn man Vögel hält. Hier gibt es von Greifvögeln neben den Störchen auch recht viele.

    Gestern gab es hier abends einmal kurz ziemliche Panik. Ich habe ewig gebraucht, bis ich die Ursache gefunden hatte. Da ich nichts gesehen habe, dachte ich anfangs an eine Mücke oder Fliege, die sich ins Zimmer verirrt haben könnte. Aber dann, als ich vor die Tür ging, war mir klar, warum sie die Panik bekommen haben. Am Nachbarhaus saßen plötzlich zwei Störche. Die mussten kurz vorher aufs Dach geflogen sein und da unser Vogelzimmer ja Dachfenster hat, kann es sein, dass sie ihre Route direkt über ihr Zimmer genommen haben

    Ich kann mir vorstellen, dass das tatsächlich mit dem Tod ihres Partners zusammenhängt.

    Das, was du beschreibst - die leisen Töne und das Kotverhalten - klingt für mich nach Brutverhalten. In dem Fall das Anbieten und das Sauberhalten des "Nistkastens", das jetzt verhaltensmäßig auf etwas anderes übertragen wurde. Ich kenne das von Janosch - einem Hahn. Er hatte nach dem Tod seiner Partnerin sehr viel gebalzt und auch hin und wieder so riesige Kothaufen abgesetzt. Bei ihm war es wohl die Trauer.

    Wenn deine Henne außerhalb des Käfigs Kot absetzt und die Haufen nur größer sind, ist das gut. Schwierig wird es, wenn sie keinen Kot mehr absetzen würde. Aber das ist bei ihr Gott sei Dank nicht der Fall. Ich kann mir vorstellen, dass ein neuer Partner ihr hilft, die Trauer zu überwinden. Dann könnte sich auch das andere Verhalten wieder normalisieren. Ist jetzt aber nur meine Einschätzung.

    Die Raubmilben helfen gegen die rote Vogelmilbe, nicht gegen Grabmilben. Das sind also zwei unterschiedliche Milbenarten.

    Die Raubmilben fressen die roten Vogelmilben, wenn sie da sind und schaden den Vögeln nicht. Die kannst du also gut auch präventiv aufhängen. Sollten keine Milben da sein, würden sie nichts finden und dann nach einiger Zeit selbst absterben.

    Es ist noch nicht lange her, da hatte Pollux eine ähnliche Situation. Die Zweitmeinung konnte dann keine Milben erkennen, wenn ich mich recht entsinne.

    Ich hatte yellow schon eine PN geschrieben. Die hat sie aber nicht gelesen. Von daher schreibe ich hier noch einmal:

    Ja, wir hatten einen ähnlichen Fall. Der Text hat mich gleich an unsere Situation erinnert. Da war es so, dass ich zwei Nymphensittiche aus einer Außenvoliere aufgenommen hatte. Mit ihnen war ich natürlich auch beim Eingangscheck, wo keine Milben festgestellt wurden. Ein paar Monate später bekam ein Nymphensittich an einem Auge eine Wucherung. Also war ich noch einmal beim TA (denselben wie beim Eingangscheck). Dieser stellte eine Lidverletzung fest und meinte wie beim Eingangscheck, dass dieser Nymphensittich keine Parasiten oder Milben hätten. Als ich dann wegen einer Unpässlichkeit bei einer anderen TA-Praxis und anderen TÄ war, meinte diese wie bei dir, dass Tweety fürchterlich aussehen würde und Milben hätte. Ich konnte da aber nichts Außergewöhnliches erkennen. Sie und ihr Partner (die beiden aus der Außenvoliere) wurden daraufhin mit einem Spot-on behandelt. Bei der Nachbehandlung gefiel der TÄ Tweety immer noch nicht und sie sprach immer noch davon, wie fürchterlich sie aussieht. Vor allem den Schnabel und die Füße fand sie fürchterlich, die für mich völlig normal aussahen. Ich sollte sie dann an Schnabel und Füßen mit Öl einschmieren, was ich nicht getan habe, weil ich nicht davon überzeugt war, dass sie wirklich Milben haben. Mich hat das fast kirre gemacht, weil ich noch einen 3. Nymphensittich habe, den ich nicht behandeln kann. Ich habe dann noch eine Drittmeinung eingeholt und dieser sah wie der 1. TA keine Milben. Allerdings war das anhand eines Fotos des Schnabels von meinem 3. Nymphensittich. Bei mir stehen nach wie vor alle drei unter Beobachtung. Aber ich finde immer noch, dass alle drei eigentlich gut aussehen. Das Gefieder, das bei Tweety immer so zerzaust aussah, wurde durch eine ausgiebige Dusche (für die sie sich 10 Monate Zeit gelassen hat) wieder richtig schön und glänzend.

    Ich hatte auch noch einmal Kontakt zu dem TA aufgenommen, der den Eingangscheck gemacht hatte. Er meinte: Wenn Milben da sind, muss man alle behandeln. Aber er betonte auch da noch einmal, dass er da und auch bei dem 2. Besuch keine Milben sah. Bei deinen sehe ich auch keine Milben. Das ist also ganz ähnlich wie bei meinen. Insofern ist es schwierig, dir da etwas zu raten. Anhand der Bilder würde ich die anderen nicht behandeln, weil ich einfach bei dir auch keine Milben sehe. Ich muss aber dazu sagen: Hätte ich Janosch nicht, der nicht behandelbar ist, hätte ich wohl damals tatsächlich alle behandelt.

    Wobei ich als Ergänzung dazu noch schreiben möchte, dass ich vor Jahren einmal einen Wellensittich hatte, der Milben hatte. Das wurde von dem 1. TA nicht erkannt und erst der 2. TA sah das und behandelte das. Da war aber der ganze Schnabel schon brüchig. Sie lebte da schon einige Zeit mit meinen anderen Wellis und Nymphis zusammen. In diesem Fall wurde der betroffene Vogel, ihre Schwester (die mit ihr kam und vorher mit ihr zusammen gelebt hat) und der Partner der Schwester behandelt - also alle, die engeren Kontakt zu ihr hatten. Damals hatte das gereicht und die anderen hatten auch später nichts. Damals wurde mir gesagt, dass Milben (zumindest beim Wellensittich) oft schon im Nistkasten beim Füttern von den Eltern auf die Kinder übertragen werden und direkt übertragen werden (also durch Füttern, Kraulen, Schnäbeln) und dass ein gut funktionierendes Immunsystem das ganz gut schafft. Erst, wenn das Immunsystem geschwächt ist (durch Mauser etc.) kann es zu einem sichtbaren Ausbruch kommen. Vielleicht hat sich da die Sachlage inzwischen auch geändert. Aber damals hatte es gereicht, nur die drei Vögel zu behandeln.

    Und als allerletztes: Tweetys Partner, der zusammen mit Tweety gespotet wurde, ist auch schon 20 Jahre alt. Um ihn hatte ich da auch Angst. Er hat das aber ganz gut weggesteckt. Aber natürlich hängt es immer auch vom Vogel ab und wie schreckhaft er ist. Da kennst du die Vögel am besten und da würde ich nach dem Bauchgefühl gehen. Mein 3. Nymphensittich Janosch, der nicht behandelbar ist, ist 18. Für ihn wäre die Behandlung tatsächlich lebensgefährlich. Allein das Alter sagt also nicht viel aus.

    Das tut mir leid, dass du nun auch um Gismo Sorgen hast.

    Warum so viele Vögel Tumore haben? Eine gute Frage. Ich hatte mich das auch schon gefragt, als es bei uns eine Serie davon gab. Ich denke aber auch, dass es zum einen daran liegt, dass seit einigen Jahren viel gründlicher und intensiver untersucht wird und zum anderen wird - denke ich - Vieles als Tumor bezeichnet, was in irgendeiner Form raumfordernd ist. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob das dann immer gleich ein Tumor im klassischen Sinn ist. Mein Samu z.B. hatte zeit seines Lebens vergrößerte Hoden. Am Anfang hieß es, das wären die Hormone und der vergrößerte Hoden würde auf eine verstärkte Hormontätigkeit hinweisen. Er war ja da auch noch jung und konnte mehrere Hennen gleichzeitig beglücken. Später hieß es dann, es wäre ein Tumor. Allerdings waren die beiden Aussagen in zwei verschiedenen vk TA-Praxen, weil wir dazwischen umgezogen sind.

    Ich glaube, es sind einfach nicht nur deine Vögel damit behaftet, sondern allgemein viele Vögel davon betroffen. Bei manchen wird es diagnostiziert, bei anderen (die vielleicht nicht zum TA gehen) nicht.

    Ich drücke Gismo die Daumen und wünsche euch, dass das Implantat ihm gut hilft.

    Wenn es eine Kühlung gibt, ist das schon einmal gut. Ohne Kühlung würde ich dir davon abraten. Denn der Raum wird im Sommer wirklich richtig heiß und man bekommt die Hitze nicht wirklich raus.

    Meine Vögel haben ihr Vogelzimmer unter dem Dach. Die Dachschräge schränkt die Flugmöglichkeit ein bisschen ein. Aber damit kommen sie zurecht. Die Dachfenster würde ich immer von außen gegen Hitze schützen, nie innen - egal in welcher Form. Denn innen werden die Fenster trotzdem heiß und das strahlt dann auch noch in den Raum ab. Wir haben Außenrollos angebracht (ein dunkles Abdunkeltuch vorher hat zwar ein bisschen etwas gebracht gehabt, aber nicht viel). Damit kann ich die Fenster gut gegen die Hitze schützen. Aber es ist dann halt auch dunkel im Zimmer. Bei uns geht es, weil wir noch eine Fenstertür nach außen haben. Über die kommt die Sonne früh rein und ab mittags kann ich da den Rolladen hochziehen. Wenn es ganz heiß ist, muss ich da den Rolladen aber auch länger unten lassen und dann sind meine in einem eher dunklen Raum, in dem die Vogellampe gute Dienste tut. Trotz Abdunkelung und dem Lüften um 6 Uhr heizt sich der Raum gut auf. Insofern würde ich ohne Kühlmöglichkeit darauf verzichten.

    Zum Sichern: Ich hatte überlegt, die Dachfenster auch mit einem Volierengitter (ähnlich wie ein meiner Tür) abzusichern. Von dem Plan bin ich relativ schnell wieder weggekommen, weil mein damals noch lebender Merlin es schaffte, sich an die Dachschräge an die Umrandung zu hängen und munter die Tapete zu schreddern. Das war mir dann zu unsicher. Lüfte ich über die Dachfenster, sind meine solange in der Voliere.

    Kurz: Eine Dachgeschosswohnung ist nicht ideal und ohne Kühlmöglichkeit nicht zu empfehlen. Mit Kühlmöglichkeit könnte es funktionieren.

    Die Tierärztin meinte übrigens, dass Charybdis sich total aufgeführt hat. Er hat seine Madame immer sofort lautstark zurückgefordert, selbst wenn sie sie nur für ein paar Sekunden zur Medikamentengabe rausgenommen haben

    Das ist wahre Liebe. Bestimmt war es für beide gut, dass sie auch in der Zeit zusammen sein konnten. Jetzt drücke ich die Daumen, dass es deiner Madame bald wieder richtig gut geht.