Beiträge von Haarmonster

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    Ja, klar, fressen sollten sie alles aus der Mischung, daher sollte man immer schauen, was liegen bleibt und das eventuell ändern.

    Das ist ja gerade das Problem, sobald man mehr als nur einen Vogel hat. Wenn ein einzelnes Tier da die "Sahnehäubchen" selektiert und die anderen gehen leer aus, dann kann das auch nach hinten losgehen. Aus dem Grund werden Pellets/Extrudate ja auch empfohlen.

    Zu dem Duschschlauch: da habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt. Ich habe hier als Beispiel noch 3 Duschschläuche aus Edelstahl rumliegen (insgesamt 4 oder 5 Meter?) die ich nicht mehr brauche. Die könnte ich gut entkalken und reinigen und als Kabelschutz wiederverwenden, wenn ich denn mal einen brauche und die Länge ausreichend wäre. Man muss das nicht zwangsweise alles neu kaufen. Gut, ich kann die Schläuche auch einfach entsorgen und später wieder neu kaufen, wenn ich dann einen Kabelschutz brauche. Geht natürlich auch.

    Evtl. hilft dieser Hinweis einigen DIY - Fans.

    Damit fühlte ich mich angesprochen, da ich vieles selbst mache und immer gerne Tipps am Rande aufschnappe, die einmal nützlich sein können. Gerade, weil ich dachte, dass ich da noch Duschschläuche rumliegen habe.

    Kleiner Hinweis, bei Metallummantelungen wird das Thema Schutzleiter essentiell.

    Dann ist das mit DIY aber nicht möglich. Es wird wohl kaum einer der DIY-Fans auch Elektriker sein. Insofern hat sich das mit dem Schlauch aus Edelstahl für mich auch schon wieder erledigt.

    Ich entschuldige mich dafür, dass ich Alternativen gezeigt habe, damit nicht nur EIN Händler ausgespuckt wird. Ich meine, gesehen zu haben, dass Wellrohre auch sehr flexibel sein sollen, vielleicht kommt es da auch ein bisschen auf die Ausführung an.

    Wenn es eine wirklich stationäre Verlegung sein soll als Alternative zum Knabber-Kabelkanal

    Für was soll es denn sonst sein?


    Ich entschuldige mich abermals dafür, dass mein Horizont offenbar nicht ausreicht. Bestimmt habe ich da bei mir alles grundverkehrt falsch gemacht 8o :weinen:

    Es kommt darauf an, wonach man bei Goggel sucht. Diese Firma bezeichnet es als "Metallschutzschlauch". Wenn du andere Begriffe wählst, bekommst du mehr Händler angezeigt: z.B. "Edelstahlwellrohr". Einen Duschschlauch aus Edelstahl kann man dafür übrigens auch hernehmen, gibt es nach meiner Erinnerung bis 2 m.

    Wenn du so viele solche Löcher bohren musst, wäre die Anschaffung eines guten Kreisschneiders sicher eine große Erleichterung. Damit bist du im Nu durch und vor allem: durch die Zentrierung mit dem Bohrer in der Mitte kannst du ganz genau bestimmen, wo das Loch nachher sein wird. Mit dem Kreisschneider kannst du jeden beliebigen Radius bis zu einer bestimmten Größe verwenden. Ich tanze da auch schon länger drum herum und würde mir den von "Let's Bastel" zulegen. Auf jeden Fall lohnt es sich, hier nicht zu sparen.

    Voraussetzung ist allerdings ein Bohrständer/Standbohrmaschine.

    Persönlich fand ich die Coronazeit sehr aufschlussreich. Eine Quarantäne war für die meisten Menschen ein so krasser Einschnitt, dass viele den Tests aus dem Weg gegangen sind, wo sie nur konnten. Und viele haben einen totalen Koller bekommen, wenn sie in Quarantäne waren. Einen Käfigkoller sozusagen ;) . Ein sehr schöner Spiegel, den wir da vorgehalten bekamen. Ich selber war in so einer Situation schon vorher mal aus anderen Gründen und durfte nicht raus. Ich wollte das auf keinen Fall noch einmal aushalten müssen. Ich weiß seitdem sehr gut, dass es ein Unterschied ist, ob man nicht raus möchte oder nicht raus kann. Dennoch geht es eben manchmal nicht anders, auch, wenn man es sich vielleicht anders wünschen würde.


    Die Sicherheit von Freiflugzimmern finde ich daher sehr, sehr wichtig. Wer die Vögel nur raus lassen kann, wenn er dabei ist, weil es wirklich mehrere Dinge dort gibt, die ihnen gefährlich würden, wenn sie da ran ran gingen, dann sollten die einfach so schnell wie irgend möglich raus. Irgendwann werden sie ohnehin ran gehen, auch wenn man das nicht glaubt. Auch kann man, wenn die Vögel draußen sind, nicht immer so aufmerksam sein, dass man alles mitbekommt, was sie anstellen. Das zeigt einfach die Erfahrung hier. Es passiert immer dann, wenn man abgelenkt ist und nicht damit rechnet. Oder die Vögel kommen nur so kurze Zeit überhaupt aus der Voliere, dass das nicht ausreichend sein kann. Denn mal ehrlich, wer schaut denn stundenlang nur die Vögel an, wenn sie draußen sind und gar macht rein gar nichts anderes? Das macht man sicher auch, aber es braucht ja nur an der Tür oder am Telefon zu klingeln oder es kommt gerade was interessantes am Fernsehen und schon ist man abgelenkt. Daher würde ich hier als erstes ansetzen, denn dann könnte ein Nachbar sie vielleicht raus und nach ein paar Stunden wieder rein lassen und alles wäre völlig undramatisch. Auch für einen selber wäre das wesentlich entspannter, egal, ob man in Urlaub ist oder zu Hause. Denn da hat man eben auch mal mehr oder weniger Zeit. Aber sowas braucht eben auch Zeit und im Wohnraum auch lange Beobachtung.

    Genau DAS war es, was ich vermitteln wollte. Ich bin nun mal ein sehr direkter Mensch und nicht sehr diplomatisch, zumal ich sehr darunter leide, wenn Tiere nicht optimal gehalten werden. Ich lese aus dem Grund auch nicht mehr oft in Foren oder Gruppen, weil mir das überhaupt nicht gut tut. Das weiß ich und ich gebe mir redlich Mühe, es besser zu machen. Glaube mir: meine ersten Texte, die noch nicht weichgespült waren, sahen noch ganz anders aus.
    Ich habe in der Vergangenheit aber genau durch solche Aussagen dazugelernt, weil ich dazu in der Lage bin, zu reflektieren, mich an die eigene Nase zu packen. Mit zunehmendem Alter immer mehr, während andere, so gar nichts davon zu haben scheinen und auch nicht einen Zentimeter davon abrücken wollen.

    Das Schlimmste daran ist: ich habe mit zunehmender Erkenntnis immer weniger ein gutes Gewissen, Wellensittiche zu halten und mache das Beste daraus, weil so viele Tiere kein anständiges Zuhause haben. Weil sie aus purem Egoismus angeschafft wurden und schnell wieder abgeschoben, weil man keine Lust hat, sich zu informieren und kümmern. Tiere, die behandelt werden, wie Wegwerfartikel...


    Das mit der Coronazeit wollte ich jetzt nicht in Worten ausdrücken, aber genau das meinte ich. Darüber hatte ich mal auf meiner Facebookseite einen Beitrag verfasst, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wie der Mensch sich über Tiere erhebt: er sperrt sie auf engstem Raum ein, überzüchtet sie dermaßen, dass schon ihr eigener Körper für sie wie ein eng geschnürter Knast ist (siehe Schauwellensittiche, die in der Regel weder sehen, noch gut fliegen können, wenn überhaupt). Sie können nicht aus ihrem Körper heraus. Aber der Mensch meint halt, er sei die erhobene Spezies, die über alles andere Leben auf der Erde entscheiden darf und sich alles zu dem eigenen Nutzen zurecht stutzen. Speziesismus eben.


    Da wurde ich reihenweise blockiert :LOL:
    Diese Blockierer (darunter Narzissten, Egoisten, Rassisten... such dir was aus) sind jetzt aber auch nicht gerade solche, die ich im Bekanntenkreis haben will. Nicht einmal im entfernten.


    Das ist schön, wenn das für dich so ist und auch für jeden anderen, bei dem das so ist. Aber so geht es nunmal nicht jedem und ich finde, das sollte man auch respektieren können.

    Ich kann das durchaus respektieren, weshalb ich auch erwähnte, dass es bei einem Anfänger noch nicht gleich alles paletti ist. Das ist völlig normal. Bei einem erfahrenen Halter erwarte ich einfach mehr. Vor allem die Sicherung des Vogelzimmers und eine angemessene Voliere, wozu für mich jetzt die Madeira Double (in der Größe war meine Übergangsvoli, aber fast immer Freiflug, bis auf ein paar Stunden bei heftigen Sanierungsarbeiten direkt am Fenster) als Beispiel nicht gehört. Da habe ich sogar schon bei den Wellis ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie mal für ein paar Stunden oder einen Tag drin einsperren muss. Mit fliegen ist da einfach nicht viel. Das ist nicht gesund!

    Und gerade weil ich diese sehr unschöne Haltung über ein Jahr lang zwangsweise haben und auch direkt miterleben musste, wurde mir einmal mehr auf verschiedenen Ebenen bewusst, wie wichtig eine anständige Haltung ist. Meine Wellis kümmerten richtig in dieser Zeit. Klar: sie machten das Beste daraus. Bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig. Aber sie wurden fett und phlegmatisch, weil auch die Plätze im Freiflug eher begrenzt waren. Der E.T. war sogar zeitenweise nahezu flugunfähig. Allerdings war das immer noch mehr, als bei vielen anderen Haltern...


    Weißt du, wenn man das mit dem Respekt für anderer Leutes "Meinung" weiter fassen würde, müsste man auch ganz andere Dinge noch respektieren. So leid es mir tut: das kann ich nicht. Wie du auch geschrieben hast und ich eben in meinen Ausführungen schon: die Vögel haben nur das bisschen Zimmer, was eh schon viel zu wenig ist. Ich erwarte von wirklich niemandem, dass er seine Haltung so gestaltet wie ich. Das möchte ich hier einmal deutlich betonen. Aber bei vielen ist da eben noch ganz viel Luft nach oben.

    Werden die Kinder in der Zeit in einem Raum eingesperrt, der so groß ist wie ein Klo? Was ist das denn für ein Vergleich? :ohnmacht:


    Und wenn es um Eltern geht, die jemand pflegt: für die hat man sich nicht bewusst entschieden, sondern sie haben einem das Leben geschenkt. Eltern zu pflegen ist wirklich hart und ist für mich kein Vergleich zur Nymphenhaltung. Bisher kenne ich nur eine einzige Person, die das tatsächlich gemacht hat, ach nein zwei: nebst meiner Freundin auch meine Mutter, die ihre Mutter fast 3 Jahre im Bett gepflegt UND mich dabei alleine erzogen hat und nebenher auch noch arbeiten. Sie hat mich aber für ihre Erholung jetzt nicht in ein Klo oder einen Käfig gepfercht. Ja, ich hatte auch Sommerlager und ganz viel Spaß dabei. Das ist für ein Kind tatsächlich sehr wertvoll und auch ein Zugewinn in Sachen Sozialisierung u.a.. Bei den Nymphen sehe ich das anders. Kathis Kolumne lesen, verstehen und wenigstens mit ein paar sparsamen Krümeln Empathie würzen. Dann kommt da ziemlich sicher eine andere Einstellung bei raus.


    Jeder hat eine andere Einstellung, da hast du recht. Man kann sich vieles schönreden, damit es zum eigenen Leben passt. Das machen ganz ganz viele in unserer Gesellschaft und deshalb ist es auch normal, dass Tiere leiden müssen. Für mich ist auch so manches hart, das kannst du mir glauben. Allem voran, wenn ich sehe, dass Tiere nicht gut gehalten werden. Ich kann mir nicht einmal solche Bilder anschauen, ohne dass es mich bis in den Schlaf verfolgt. Oder wie Menschen sich rausreden, sie hätten kein Geld für mehr Qualität in der Haltung, aber sich jeden Staubfinger oder ähnliches anschaffen müssen. Das bricht mir bei jedem Mal lesen erneut das Herz.


    Manchen Menschen geht es einfach zu gut und seit 2020 hat der Ruf nach Freiheit ganz neue, wenn nicht sogar bösartige Qualitäten bekommen. Eine Freiheit, die Tiere in Gefangenschaft niemals haben werden, weil sie für uns einen Nutzen zu erfüllen haben. Ob sie wollen oder nicht. Und wenn wir sie gerade nicht brauchen, der Ruf nach Freiheit lockt, ist es uns einfach mal egal, wie es um die eh schon bescheidene Freiheit der Tiere bestellt ist? Diese Einstellung darf gerne behalten wer will. Ich werde sie mir ganz sicher nicht zu eigen machen.

    Natürlich kann jeder machen was er will. Tiere sind vor dem Gesetz ja quasi nur eine Sache und kein Lebewesen mit Empfindungen und Schmerz. Bisher hatte ich eigentlich das Gefühl, dass wir uns hier im Forum treffen, weil wir gerne etwas mehr für unsere Vögel tun wollen, als nur das Mindestmaß. So jedenfalls könnte der Eindruck entstehen, wenn man im Wegweiser liest. Hier bekomme ich im Verlauf leider einen ganz anderen Eindruck, der mich sehr traurig macht.


    Ich finde, dass Klinikaufenthalte und Urlaub nicht miteinander vergleichbar sind. Das eine ist eine Notsituation, das andere purer Luxus.

    Für die Nymphen ist das unter dem Strich zwar das Gleiche, für Menschen aus ethischer Sicht allerdings nicht. Wenn ich so viel Geld habe, in den Urlaub zu fahren, dann muss auch so viel Geld da sein, dass ich es den Nymphen für diese Zeit entsprechend einreichten kann. Eine anständige Voliere in einer Größe, damit sie dort auch fliegen können, wäre das Mindeste! Oder noch besser: das Zimmer entsprechend vogelsicher einrichten. Das ist möglich, wenn man es nur will. Bei einem Anfänger mag das sicher etwas dauern, bis alles sitzt. Aber von einem langjährigen und erfahrenen Halter erwarte ich es, dass er sich damit beschäftigt hat und nicht nur mit Ausreden aufwarten kann.


    Nun kommen sicher hier und da Bedenken, dass sich das nicht jeder leisten kann. Ich kann es als an der Armutsgrenze Lebende auch nicht. Davon ab könnte ich mir aber auch keinen Urlaub leisten...


    Wenn hingegen die Bedürfnisse des Menschen mehr im Vordergrund stehen, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ob man wirklich Nymphen halten will oder ob das mit den eigenen Wünschen nicht zu stark konkurriert. Um das zu verstehen, sollte man sich "KATIS KOLUMNE - VIEL PLATZ?" (auf der unteren Hälfte der Seite) einmal eindringlich zu Gemüte führen. Wer genug Empathie besitzt, wird diesen überaus tollen Beitrag von Kati verstehen und seinen Nymphen den eigenen Mitteln entsprechend was anbieten. Ich als Mensch kann jederzeit hinaus gehen und Wandern, Skaten, Radfahren, kulturelle Angebote genießen, andere Menschen treffen u.v.m... Die Vögel können das hingegen nicht. Sie sind auf Gedeih und Verderb auf das angewiesen, was wir ihnen geben.


    Ich für meinen Teil habe nicht das Bedürfnis in die weite Welt zu segeln, denn mein Wohnzimmer ist mein ganz persönliches Naherholungsgebiet, in dem es immer etwas zu tun gibt. IMMER. Es wird nie fertig sein. Und wenn ich von der Arbeit kaputt bin, kann ich dort gemütlich rumlungern und die Beinchen hochlegen und dabei dem munteren Treiben meiner Wellis zuschauen. Das Geld, das andere für teure (und mit Verlaub auch häufig umweltschädliche) Urlaube ausgeben, habe ich all die Jahre gespart und mir den Traum eines schöneren Wellizimmers ermöglicht, um auch weiterhin Abgabetieren ein neues Zuhause zu geben. Und nicht nur das: vorher dauerte eine Generalreinigung 6 - 8 Stunden, jetzt geschätzt nur noch die Hälfte. Es erleichtert mir also auch noch den Alltag und unliebsame Reinigungsarbeiten sind nun weit weniger geworden. Das fühlt sich äußerst erholsam an und ist besser als jeder Urlaub in fernen Gefilden :D

    Einen kleinen Wunsch hätte ich da natürlich schon: einmal auf einem Lebenshof an der Küste für 1 - 2 Tage verweilen. Es ist eine echte Herzensangelegenheit. Aber wenn ich das nicht realisieren kann, dann wird meine Welt auch nicht zusammen brechen. Immerhin kann ich durch die schönen Geschichten vom Lebenshof online das Leben dort trotzdem etwas miterleben. Das mache ich (nebst Naturdokus) stetig und so kehrt quasi ein bisschen Urlaub ständig in meine Bude ein. Von außen und innen.


    Was ich nicht vermeiden kann ist, wenn ich mal ins Krankenhaus muss. Sei es durch Unfall bedingt oder anderer Art. Da habe ich einen lieben Menschen, der sich um Futter und Wasser kümmern würde (Hinweis mit seiner Telefonnummer ist in meinem Geldbeutel, falls ich bewusstlos aufgefunden werde). Was ich nicht von ihm verlangen werde ist, dass er morgens und abends die Voliere öffnet und schließt. Die soll er dann einfach offen lassen (ist schon besprochen). Natürlich birgt das auch eine gewisse Gefahr bei Night-Frights, weshalb ich mir selbst das Geschieß jeden Tag gebe. Ansonsten ist das Zimmer weitgehend (ist noch nicht ganz fertig) vogelsicher. Was ich aber für die Vögel in einer Notsituation NICHT wollen würde ist, dass sie in meiner Voliere (200 cm x 70 cm) eingepfercht werden. Und das ist noch richtig viel Platz für kleine Wellis. Nein: sie sollen richtig fliegen dürfen, soweit ich das in meiner bescheidenen Bude bieten kann.

    Die Frage ist nur, wie viel UVB es sein darf

    Wie ich schon schrieb: bei Lucky Reptile wird nach meinem Wissen jede einzelne Metalldampflampe getestet und falls die Werte abweichen, bekommt JEDE Packung einen korrigierenden Aufkleber drauf. So war es zumindest noch vor ein paar Jahren. Müsste man mal nachfragen, ob sie das immer noch so handhaben.

    Und es kommt auch nicht darauf an, welchen UVB-Wert es im Ganzen aufweist, sondern welcher Wellenbereich GENAU.


    Hier ist das z.B. sehr ausführlich und mit Beispielen im Bezug auf die VitaminD-Synthese erklärt: http://www.licht-im-terrarium.de/vitamind/vitamin_d

    Hier im Bezug auf Schäden: http://www.licht-im-terrarium.de/vitamind/uv-schaeden
    Und hier: http://www.licht-im-terrarium.de/vitamind/lampen

    ...

    Gerne auch noch weiter in die Seite eintauchen...

    Oder meint ihr, dann kommt es nur auf den richtigen Abstand an, weil der Wert mit der Entfernung von der Lampe sinkt?

    Auch hier, wie ich schon sagte: wenn man nicht weiß, was man tut, sollte man die Finger davon lassen. Natürlich kommt es auf die Entfernung an oder warum meinst du, geben verantwortungsvolle Hersteller einen Mindest- und Höchstabstand an? Ich erinnere mich sogar dunkel daran, dass es das auch mit einer Grafik genau erklärt gibt, wo genau der perfekte Abstand sein soll... Man muss es halt nur verstehen und entsprechend auch beachten! Nützt halt alles nix, wenn die Halter dann alles besser wissen, sich irgendeinen billigen Schmarrn zusammen kaufen oder/und es auch noch falsch anwenden. Schau dich um im Netz, was da so alles aufgrund fehlendem Verständnis behauptet und zum Schaden der Tiere auch angewendet wird oder eben nicht und sich dabei sich im Glauben wähnen, alles was möglich ist, getan zu haben... (und sich dann über eine Legenot wundern)... ich wiederhole mich.

    Klar ist der plausibel, das ich überhaupt keine Frage. Die Frage ist nur, wie viel UVB es sein darf, damit es eben keine Augenschäden gibt und das weiß auch Dr. Kober nicht, sonst hätte er es bestimmt schon irgendwo geschrieben. Es ist ja sein Steckenpferd.

    Was heißt denn irgendwo? Hast du wirklich alles von ihm gelesen? Also ich jedenfalls nicht.

    Und wie ich schon oben schrieb: es geht nicht nur um WIEVIEL UVB, sondern auch in welchem Wellenbereich GENAU


    Und wie ich ebenfalls schon sagte: ich würde mir das durchaus zutrauen. Aber wenn ich das mache, dann würde ich mir diese Seite noch genauer einverleiben, sehr viel tiefer eintauchen, wobei man einige Dinge dann für Vögel umdenken muss:

    http://lamps.licht-im-terrarium.de/


    Und vielleicht auch versuchen, ob es möglich ist, hier Lampen für Vögel mit aufzunehmen:

    http://lamps.licht-im-terrarium.de/lampproducts?page=2&sort=brand_id&direction=asc


    Da ich das aber aus Platzmangel in der nächsten Zeit nicht vorhabe, werde ich mich in dieses Thema erst einmal nicht weiter einlesen und für andere diese überaus mühevolle Arbeit übernehmen. Deshalb klinke ich mich hier jetzt auch aus, zumal das alles schon lange nichts mehr mit dem eigentlichen Thema (Lichtröhre Vollspektrum mit Home matic dimmbar) zu tun hat.

    Wenn das gitter nur unten drunter wäre und die Lampe nicht landegeeignet von oben würde ich da kein Problem drin sehen. Oder landen Wellis/ Nymphen gelegentlich mit den Füßen nach oben? Aber sonst gebe ich dir vollkommen recht, die Hitze sollte man auch an so einem Gitter nicht unterschätzen.

    Aus meiner Sicht sollte so eine Lampe auch nicht den ganzen Tag an sein, sondern nur mal alle zwei Tage oder so und auch nur für eine Stunde.

    Ich finde diesen Artikel von Dr Kober sehr plausibel was die Vitamin D Versorgung angeht.

    Bei Wellis kann das durchaus mal vorkommen. Ist jetzt zwar nicht häufig, aber ausschließen kann man es halt auch nicht. Da muss man einfach auch schauen, was man für eine Art beherbergt. So eine Aussage kann man einfach nicht generell auf alle Heimvögel beziehen. Bei Kanarien würde ich das als Beispiel am wenigsten vermuten (man möge mich bitte korrigieren, wenn dem nicht so wäre). Ich spreche immer hauptsächlich von Wellis, weil ich hier die meisten Erfahrungen habe. Darunter waren auch schon Hennen, die unmöglichste Sachen als Brutplatz schick gefunden hätten und ich würde da nicht einmal ausschließen, dass sie den Lampenschirm z.B. schick finden würden und dann bei ausgeschaltetem Zustand am Gitter hängen. Wenn die Lampe dann angeht, hängen sie eben da und das wäre nicht gut. Auch nicht für kurze Zeit.

    Es ist ja nicht nur die Hitze, sondern eben auch die UV-Werte. Da sollten sie einfach grundsätzlich zum Mindestabstand gezwungen werden. Was ich dabei z.B. auch beachten wollen würde, wäre der Abstand zur Zimmerdecke. Direkt drunter angebracht wäre mir das wegen der Hitzeentwickung zu heikel, kommt aber sicher auch auf die Bausubstanz an.

    Es hört sich für eine fundierte Studie zudem wirklich schwammig an. Womit wurde was gemessen und wie viele von einem Typ wurden gemessen.

    Die Exopet ist sicher für allgemeine Tipps bezüglich Vogelhaltung prima, vor allem wenn es um Mindestanforderungen geht. Da sind ja leider viele Haltungen immer noch ziemlich weit hinterher, um es mal milde auszudrücken. Ich finde es auch gut, dass hier deutlich wird, dass das Thema Beleuchtung nicht so einfach ist. Wenn man da wirklich unterm Strich eine valide Aussage haben will, müsste es eine extra Studie zum Thema Beleuchtung geben.

    Ich bin im Moment recht froh das wir die Lampen dimmbar installieren möchten, da ich es nicht einschätzen kann wie viel zwei 54 Watt Lampen an Licht bringen. Nicht das die vier nicht mehr in die Voliere möchten weil sie zu hell ist :LOL:

    Wenn du eine dimmbare Leiste bekommst, kannst du das natürlich machen. Wenn nicht, kannst du die beiden Lichtleisten auch mit je einer Zeitschaltuhr zeitversetzt an- und abschalten. Damit es nicht plötzlich krass dunkel ist, könntest du noch eine zusätzliche kleine Lampe mit warmem Licht für kurze Zeit schalten: morgens für 20 - 30 Minuten, bevor die hellen Lampen angehen und abends umgekehrt, damit sie im Schummerlicht noch genug Zeit haben, sich einen Schlafplatz zu suchen. So jedenfalls mache ich es und funktioniert wunderbar. Das war auch bei den Nymphen nie ein Problem. Ob das auch bei einem kleineren Raum wie bei euch mit nur 2 Lampen funktioniert, kann ich allerdings nicht sagen.

    Das sehe ich nicht so :gruebel: . Das einzige, was man machen könnte, wäre selber die abgegebenen UV Werte an der eigenen Lampe zu messen, aber wenn das so einfach möglich wäre, würde das wohl jeder tun. So günstig sind die Geräte aber ja nicht. Oder meinst du das man das tun muss, bevor mal selber so eine Lampe installiert?

    Warum sollte man das tun, wenn man eine gescheite Lampe kauft? Siehe dazu die Ausführung in meinem Beitrag zu einem bestimmten Hersteller. Dazu muss man aber eben trotzdem auch wieder wissen, was man tut... Und davon ist bei weit über 90% der Vogelhalter nicht auszugehen. Insofern ist abraten sicher die bessere Variante. Was anderes habe ich aber die ganze Zeit auch nicht behauptet. Genau wie die Exopetstudie. Das lese ich da einfach nicht heraus.

    Ja, das sehe ich auch so, dass es das nicht heißen muss. Die Augenschäden bei der Lampe resultierten meiner Erinnerung nach aus der Stärke der Strahlung und auch wenn die Lampe an der Decke hängt und korrekt angebracht wurde und keiner direkt geblendet wird...

    Das Ding ist halt immer der ausreichende Abstand, den man dringend einhalten soll, nicht alleine die richtige Anbringung (also von oben nach unten leuchtend). Diese Vogel-Metalldampflampen von Lucky Reptile finde ich echt perfekt. Die Angaben vom Hersteller zum Abstand sollte man auf gar keinen Fall unterschreiten! Das meint aber nach meinem Verständnis nicht, dass der Sitzast + Vogelhöhe (also vom Auge bis zur Lampe gemessen) diesen Abstand zur Lampe hat, sondern dass in diesem Abstand auch ein Schutzkorb drum herum sein sollte. Ich sehe oft Schutzkörbe, die nur direkt um die Lampe herum sind, die Lampe aber viel zu wenig Abstand zum Gitter hat (war vor kurzem ein ausführlicher Artikel im WP, wo genau sowas zu sehen war). Das finde ich bei Vögeln zu wenig, denn sie könnten auch mal an dem Gitter landen und sei es auch nur aus versehen, bei Schreck. Alle Halter, die solche Lampen haben dementireren allerdings, dass sie das jemals täten. Da kann ich mangels eigener Erfahrung nix zu sagen, würde hier aber selbst gerne lieber auf Nummer sicher gehen: da muss der Abstand einfach stimmen, zumal die Lampe auch ordentlich heiß wird. Wenn der Abstand aus Sicherheitsgründen etwas großzügiger gewählt wird, muss man nur darauf achten, dass der Vogel dann nicht wieder zu weit entfernt sitzt, denn dann nützt es auch nicht sonderlich viel.

    Wenn man es wirklich richtig machen will, ist das eine recht verzwickte Sache und mit Verlaub auch optisch absolut kein Hingugger. Mir wäre das ja egal, aber schau dir mal an, was man so alles zu lesen bekommt, warum man diese und jene Sache der Menschen wegen (ganz häufig die Optik betreffend) nicht in die Haltung bringen will.

    Ich würde es mir durchaus auch zutrauen, doch ist das in so einem kleinen Zimmer wie bei mir und ohne dauerlaufendes Klimagerät dann für mich im Sommer nicht mehr bewohnbar. Und die Vögel hätten sehr viel weniger Flugraum. Das war es mir nicht wert, einen sehr schlechten Kompromiss einzugehen, denn Flugraum finde ich noch viel wichtiger für die Gesundheit als die VitaminD-Synthese. Flugstrecke kann ich ihnen auch nicht mit Korvimin übers Futter streuen, so wie eben das VitD. Das war für mich der Hauptgrund, warum ich so eine Lampe bisher noch nicht angeschafft habe.


    Aus dem verlinkten Beitrag zur Exopet:

    Zitat von Abschlussbericht EXOPET Teil 2 S. 56

    Zusammenfassende Bewertung der Leuchten mit UVB-Anteil für Vögel

    ...

    Bezüglich der Lichtspektren und UV-Indices ist festzustellen, dass der überwiegende Anteil der getesteten Leuchten UVB-Licht erzeugte und damit grundsätzlich zur Haltung von Vögeln geeignet war. Dessen ungeachtet sind die von den Herstellern angegebenen Entfernungen kritisch zu betrachten, da teilweise nur sehr geringe UV-Dosen beziehungsweise in zwei Fällen auch wesentlich zu hohe UV-Dosen das Tier erreichen würden.

    Ich sehe da jetzt nicht, dass generell davon abgeraten wird. Im Prinzip steht hier genau das, was ich auch sage. Ohne einen Bezug zu genauen Zahlen/Produkten zu haben, ist diese Aussage nicht wirklich hilfreich, in weiten Teilen genau genommen wertlos. Und irgendwie ist das ohnehin ziemlich verworren. Haben die da ernsthaft Compaktlampen und Metalldampflampen verglichen? Leuchtstoffröhren fand ich hingegen keine? Was unterm Strich aber dennoch ganz deutlich hervorgeht im Unterschied zwischen den beiden getesteten Lampenarten: UVB-Werte gibt es nennenswert nachweisbar nur bei den Metalldampflampen. Wer sich Compaktfunzeln kauft und glaubt, kein VitD supplementieren zu müssen, ist auf dem komplett falschen Dampfer. Verstehen nur die meisten eben nicht und wundern sich dann über Legenot.

    Die zwei von mir Fett markierten Leuchten waren Metalldampfleuchten. Leider weiß man nicht welche genau. Da gibt es ja auch Unterschiede.

    Wenn man sich auf die Exopet beziehen will, dann sollte man da schon genaue Aussagen dazu haben und vor allem auch die Bedingungen, unter denen solche Augenschäden dann tatsächlich entstehen. Ich weiß, dass es da sogar massive Unterschiede gibt und z.B. wohl nicht jeder Hersteller jede Lampe einzeln vor Verlassen der Produktion testet. Bei Lucky-Reptile wird das wohl (bei Jungle und Desert weiß ich es ganz sicher, bei der Vogelversion müsste man mal nachfragen) gemacht und falls die Werte abweichen, bekommt die Verpackung einen Aufkleber mit den Werten dazu (und ich vermute auch einen Hinweis, falls sich am empfohlenen Abstand zum Tier was geändert werden muss). Gerade bei Metalldampflampen wäre das enorm wichtig! Steht aber auch nix in der Studie, nur dass alle getesteten Produkte nicht ausreichend mit technischen Daten gekennzeichnet waren.


    Vögel können auch ohne solche Lampen Augeschäden bekommen. Bestes Beispiel ist Lise.

    Die Frage ist, wie die ihre Daten genau erhoben haben. Das entzieht sich meiner Kenntnis.


    Ich möchte gewiss nicht für Metalldampflampen werben, im Gegenteil! Es ist nur, dass es mir wichtig wäre, dass es auch verstanden wird, warum es besser ist, die Finger davon zu lassen, wenn man keinen Plan hat. Diesen Plan hat man sich auch nicht mal eben kurz angelesen. In der Vergangenheit las ich da schon so manche Verdrehung von Tatsachen, die mir echt die Fußnägel aufrollen! Also noch nicht einmal die Basics verstanden... Ein Problem wird es dann für die Vögel, wenn der Dunning-Kruger-Effekt zuschlägt. Passiert leider nicht selten. Im Prinzip muss man genau aus diesem Grund davon abraten, obwohl es richtig angewendet eben gar nicht so verkehrt ist.

    Sonst sind es ja immer 12% UV-A, toller Weise stand dies weder bei ebay, noch bei Amazon dabei. Müsste aber trotzdem ok sein, oder?

    Das hörte ich auch von einer anderen Halterin, die über eine Veränderung des UVA-Wertes bei diesem Produkt berichtete. Sie empfand das Licht als extrem kalt, fast schon blau-grünlich im Vergleich zu den alten Röhren. Ist aber halt nur die subjektive Empfindung eines einzelnen Halters. Mit 30% UVA habe ich selbst bisher keine Erfahrungen gemacht und kann nicht sagen, ob das gut ist oder nicht (z.B. ob das vermehrt brutig macht). Ich habe ja die Vita-Lite und werde das auch nicht mehr ändern.

    Ich weiß mittlerweile auch ziemlich sicher was im Moment das Problem bei uns ist, jetzt muss ich für die neue Lampe 'nurnoch' ein dimmbares EVG für 54 Watt T5 Röhren finden. Irgendwie sind die zur Zeit rar, ob das auch an Corona liegt :gruebel:

    Ab August dürfen normale Leuchtstoffröhren nicht mehr produziert werden. Ausgenommen sind wohl solche mit UV-Werten, die noch bis 2027 produziert werden dürfen. Ich gehe davon aus, dass es daran liegt, dass es bisher noch keinen nennenswert brauchbaren Ersatz im LED-Sektor gibt. Hier ist das recht gut zusammengefasst: http://www.licht-im-terrarium.de/roehre/verbot.

    Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass die Fassungen jetzt sehr rar werden. Meine alten, die dimmbar waren, gibt es auch schon länger nimmer. Die von Osram sah ich bei Ebay. Vielleicht probierst du es dort mal. Ich selbst überlege, ob ich mir noch zwei von denen (die ich oben verlinkt hatte) als Ersatz kaufe. Kann ja immer mal eine kaputt gehen. Und ich habe ja auch vorsorglich Leuchtmittel gehamstert, weil LED einfach noch nicht wirklich spruchreif ist.

    Aber ich habe heute dann mal vorne und Inhaltsstoffe fotografiert:

    Das würde ich nicht einmal an meine Wellis verfüttern, die ja durchaus etwas karger leben als Nymphen. Das ist viel zu einseitig, keine Grassamen, Spitzsaat, was das MINDESTE wäre, muss aber auch im Richtigen Verhältnis gemischt sein. Wenn ich das richtig sehe, dann ist da hauptsächlich Hirse drin und paar Körnchen Hafer oder ist es Weizen? Kann ich nicht erkennen... Davon ab hat Honig, wie schon erwähnt wurde, nichts in Vogelfutter verloren. Im Gegensatz dazu fehlen hier ziemlich sicher so einige Nährstoffe und wird nicht mit dem Zusatz von bisschen Vitamine und Mineralstoffe aufgefangen. Da vermute ich sogar, dass davon eh kaum noch was vorhanden sein dürfte, wenn das schon bei Herstellung/Verpackung der Mischung beigemengt wurde.

    Ich mag das nicht, wenn ich nicht genau weiß, was enthalten ist. Von solchen Mischungen nehme ich grundsätzlich Abstand. Falls es Hafer ist sowieso, denn diesen bekommen meine nur in Zeiten, wo sie gerade nicht brutig sind. Damit wurden meine Hähne teils zu echten Monstern und haben auch die Hennen ordentlich zur Brut animiert. Bevor ich da ohne vorliegende Krankheiten mit der chemischen Hormonkeule dran gehe, schaue ich lieber immer beim Futter und da es hier eigentlich Thema ist: bei der Beleuchtung. Beide Themen sind sehr anspruchsvoll und benötigen Zeit sich damit zu beschäftigen und es zu verstehen.

    Was Futtermischungen für Nymphen betrifft, bist du hier im Forum bestens beraten.

    Ob man ihnen für die Vitamin D Bildung damit keinen Gefallen tut, kann ich gar nicht sagen. Ich habe das lediglich beobachtet. In Australien bekommen sie sicherlich viel mehr Sonne und UV ab, das steht außer Frage, vielleicht reicht da auch einfach die Synthese über die haut der Füße :nixw: . Oder sie haben es zu einer Zeit gemacht, wo wir sie nicht beobachten konnten, das kann ich nicht sagen. Ich habe es eben nur noch gesehen.

    Ich nehme auch an, dass es bei den Australiern weniger vorkommt, da sie eben massiv der Sonne ausgesetzt sind. Das richtige Sonnenbaden mit aufgespreiztem Gefieder wird man da wohl eher bei Vögeln aus anderen Klimazonen sehen. Ich sah das als Beispiel neulich bei einem Rabenvogel, der sich immer wieder richtig schüttelte, als würde er "trockenbaden". Dabei sabbelte er quietsch-vergnügt :verliebt:

    Dass Nymphen dieses Verhalten nicht so zeigen, heißt aber nicht, dass so eine Lampe grundsätzlich schlecht wäre. Aber wie gesagt: da sollte man schon wirklich genau wissen, was man tut. Vor allem sollte man das Thema Beleuchtung grundsätzlich verstanden haben. Das sehe ich wie gesagt bei mindestens 90% (eher mehr!) der Halter von Wellies und Nymphen nicht. Ich selbst nehme mich da nicht aus, denn ich weiß, dass ich nichts weiß.

    UV Strahlung ist auf Dauer weder für die Haut, noch für die Augen gut.

    Die kommt doch gar nicht bei dir an oder befindest du dich permanent direkt unter der Lampe? Selbst wenn du solche Lampen außerhalb der Voliere über den Spielplätzen aufhängst, bekommst du eher nichts mehr von der UV-Strahlung ab, sofern du nicht selbst mit auf dem Vogelbaum oder der Schaukel sitzt. Es ist halt aus der Entfernung immer noch ordentlich hell für Menschenaugen und hat bestenfalls was mit der subjektiven Empfindung zu tun (siehe PDF), denn wirklich hell ist genau genommen was anderes. Aber um die UV-Strahlung mach dir mal keine Sorgen. Vor allem nicht bei Leuchtstoffröhren. Natürlich sollst du jetzt keine Metalldampflampe über deine Couch hängen, so dass du als Beispiel nur 20 cm Abstand dazu hast.

    Die Zimmerbeleuchtung werden wir aber auch noch angehen müssen, damit auch im Freiflug die Lichtverhältnisse nicht nur am Fenster angenehm für Vögel sind.

    Unbedingt! Sonst ist der Raum außerhalb der Voliere für Vogelaugen ziemlich finster und kann zu übermäßiger Brutigkeit anregen. Da geht es also nicht nur um ein angenehmes Empfinden, sondern auch um biologische Vorgänge im Vogelkörper.

    Ja, ich glaube aber mit einer Lichttemperatur wäre es dann auch nicht getan. Irgendwo hatte jemand geschrieben er hätte hochwertige LED selbst verkabelt inklusive Änderungen der Lichttemperatur je nach Tageszeit. Dies wäre wohl deutlich natürlicher als immer nur Mittagszeit. Aber dann müsste man bei Röhren wohl zwei bis drei nebeneinander hängen und während eine herunter dimmt die nächste aufleuchten lassen etc.. Mit LED ist das deutlich besser umsetzbar.

    Das hatte ich so auch vor, habe dabei aber nicht bedacht, dass ich dann einen Dimmer für jede Lampe einzeln brauche und die muss halt auch noch vogeltauglich sein. Da wollte ich auf die von Birdking zurück greifen, was massiv teuer geworden wäre bei 10 Lampen, weil entweder alle angeschlossenen Lampen auf einmal an gehen oder eben aus. Das hätte ich mir zum einen nicht leisten können und zum anderen kann ich nicht so viel an die Decke hängen.

    Mit LED wäre das freilich leichter umsetzbar. Da gibt es auch schon gute Systeme, aber nach meinem Wissen alle ohne UV und ziemlich teuer. Ich habe auch von einigen Selbstbastlern gelesen, aber was ich dann zu sehen und lesen bekam, überzeugte mich ganz und gar nicht. Deshalb habe ich mich für den Kompromiss entschieden, es per Zeitschaltuhr zeitlich versetzt zu regulieren. Das klappt wunderbar. Wenn ich alle auf einmal an- oder ausschalte, ist bei mir übrigens auch Panik. Nacheinander hingegen nicht und eben die Funzel dazu.

    Die Lichtleiste ist aber auch nicht dimmbar... Wir haben zwar niemanden der sich mit EVGs auskennt, jedoch mit Elektronik und mit etwas probieren kriegen wir das sicher hin. Unsere Damen sind etwas empfindlich wenn eine Lampe plötzlich an geht ;-)

    Stimmt. Vorher hatte ich andere, die dimmbar waren, aber die gibt es nicht mehr. Mittlerweile war davon eine kaputt gegangen und musste ausgetauscht werden. Da ich eh nicht dimme, war mir das jetzt egal., bzw. ich habe erst gar nicht darauf geachtet

    Das kann verschiedene Ursachen haben, z. B. Das der Dimmer nicht zur Lampenart passt (sofern dieser nicht an der Lampe dran ist). Aber mal interesse halber, wie hast du das gesehen? War es ein helleres flackern, oder hattest du es irgendwie anders bemerkt? Damit wir es prüfen können wenn die Lampen installiert sind.

    Es ist kein Dimmer, sondern eine Zeitschaltuhr. Ich habe ein deutliches Flackern gesehen: leuchtet leicht auf und erlischt wieder. Es ist aber nur bei der von Phillips.

    Wie definierst du schräg? Eine Röhre strahlt immer zu allen Seiten ab und selbst wenn ich diese mittig drüber setze fällt das Licht an den Volierenrändern schräg ein. Oder ich müsste mindestens zwei Reihen drauf setzen, wobei dies nicht ändern wird das ein Teil der Lichtwellen schräg einfällt. Das könnte man nur mit einer flächigen gerichteten Beleuchtung umgehen.

    Ehrlich gesagt sind mir die Augen meiner menschlichen Familie ein wenig wichtiger als die eventuell mögliche Verschlechterung bei den Vögeln. Wobei ich noch nicht die Dissertation aufgrund der 300 Seiten gelesen habe...

    Mit dem Bild wird das etwas deutlicher was du meinst. Wenn die Lampe über der Voliere hängt und die Vögel nicht direkt daneben sitzen können, sollte das schräge durchaus ok sein. Es gibt leider Halter, die das auf Augenhöhe so einrichten und das wäre nicht gut. Sie sollen ja nicht geblendet werden.

    Ehrlich gesagt sind mir die Augen meiner menschlichen Familie ein wenig wichtiger als die eventuell mögliche Verschlechterung bei den Vögeln.

    Das sagen viele Halter und wollen schon erst gar nicht so helles Licht im Wohnraum anbringen, weil der eigene Komfort vorgeht. Muss jeder selber wissen...

    Das mag wohl sein, aber ich würde nun auch nicht ausschließen, dass das genauso wäre, wenn wir es empfehlen würden und dazu etwas im Wegweiser schreiben. Denn manchmal werden auch Röhren senkrecht angebracht oder zu nah über dem Vogel oder oder oder ...

    Das ist ja eben das Problem. Wie ich auch schon schrieb, ist eine falsche Anbringung selbst bei diesen Kompaktfunzeln sehr häufig vorkommend. Es werden schon die einfachsten Grundlagen nicht verstanden und da ist es dann eben besser, von Metalldampflampen eher abzuraten. So ist sichergestellt, dass die Leute es realisieren, dass man sich mit diesem Thema mehr befassen muss. "Wenn man hier nicht weiß, was man tut, sollte man besser die Finger davon lassen." In dieser Sache scheint das immerhin bei den Haltern anzukommen. Bei anderen Beleuchtungsarten hingegen nicht. Da werden schon die Grundlagen nicht verstanden und Gefahren bzw. auch falsche Beleuchtung werden nur zu gerne verharmlost dargestellt. Nicht auszudenken, wenn das bei so einem kräftigen Sonnenspot passiert...


    Ich nehme jetzt mal an, es war schräg auf der Voliere gemeint?

    Ich hatte mich hierauf bezogen:

    Wir hatten angedacht das Licht obendrauf vorne leicht schräg aufzusetzen auf eine Holzkonstruktion damit es möglichst nur in die Voliere leuchtet zum Schutz der Menschen Augen.

    Tja, die bird King Lampen wären eine schön einfache Lösung gewesen aber es soll den knuffels ja auch gut gehen.

    Das ist leider immer das Problem mit den (meist falschen) Werbeversprechen und zu wenig Transparenz dabei.

    Findige Geschäftemacher nutzen es aus, dass Halter in der Regel nicht viel Ahnung von Beleuchtung haben. Die einen mehr, die anderen weniger. Es ist noch gar nicht so lange her, dass hier im Forum über ein anderes LED-Produkt gesprochen wurde. Da waren noch viel weniger technische Daten auffindbar. Es handelte sich nach meiner Erinnerung um ein amerikanisches Produkt und ist quasi auf den Kundenstamm "passend" zugeschnitten.


    Ich selbst schaue dann immer: sind alle relevanten technischen Daten (Lumen, Watt, Kelvin, Ra/CRI, UV A, UV B) angegeben? Wenn dies nicht der Fall ist, lasse ich gleich die Finger weg, denn eine seriöse Firma würde das nicht machen. Zweiter Blick, wenn die Daten angegeben sind: Passen diese Daten auch auf meine Haltung?


    Das Problem ist leider immer auch, dass eine Firma wohl kaum DIE perfekte Beleuchtung für ALLE Vogelarten und für jede Form der Haltung hinbekommen kann, geschweige denn, dass überhaupt die Fachkenntnisse vorhanden sind. Zudem wurde auf diesem Gebiet noch viel zu wenig geforscht. So würde ich es mir wünschen, dass die Wirkung von der Lichtfarbe (Kelvin) hier mal näher beleuchtet wird und wie sie in der Vogelhaltung im Einzelnen wirkt. Was wir bisher als Produkte haben, ist auf jeden Fall immer nur ein Kompromiss, wo wir uns den besten einfach heraussuchen müssen. Der Wegweiser fasst sehr gut zusammen, was es nach aktuellem Wissensstand gibt und auf was man achten sollte.


    Mit dem Vitamin D muss ich jetzt auch noch schauen wie ich das mache. Im bisherigen Futter war es drin, aber bei der Wegweiser Mischung ist gar keins enthalten :(

    Ich gebe meinen entweder Korvimin oder Prime. Damit sind die Vögel nach meinem Empfinden gut versorgt. Man muss nur aufpassen, dass man es nicht überdosiert, lieber etwas sparsamer und dauerhaft geben.

    Rückwand 2,5 m, rechte Seite 0,5 m und linke 1,7 m. Vorne dann schräg verbunden. Die Höhe des Innenbereiches ist ca. 1,7 m.


    Wir hatten angedacht das Licht obendrauf vorne leicht schräg aufzusetzen auf eine Holzkonstruktion damit es möglichst nur in die Voliere leuchtet zum Schutz der Menschen Augen. Nachdem ich jetzt gelernt habe das es quasi nicht genug Licht sein kann, würde ich zwei T5 Lampen mit 120 cm nehmen.

    2 solcher Lampen sollten wohl ausreichend sein. Wenn du mehr machen kannst, spricht auch nichts dagegen :D

    Schräg sollte man das nicht beleuchten, immer nur von oben.

    Da ich auch keine dimmbare T5 Fassung finde, müssen wir wohl das EVG von nicht dimmbaren austauschen.

    Ich hatte diese hier:

    ECO T5 EVG Lichtleiste 1x28/54W 120cm
    Leistung max. 1 x 28/54Watt, elektronisches Vorschaltgerät Multiwatt-EVG flimmerfrei, Fassung T5 für Leuchtstoffröhren, L 117cm, B 4,7cm, H 6,2cm, Stahlblech…
    naturlicht-shop.de

    Bisher hatte der Shop auch Viva-Lite-Röhren, die sind aber derzeit wohl ausverkauft (demnächst wird es wohl überhaupt schwierig werden, solche Röhren noch zu bekommen, weshalb ich auch gehamstert habe). Sie haben auch True-Light, die allerdings wesentlich teurer sind. Qualitativ sind beide für die Raumausleuchtung wirklich klasse und es stimmt auch die Lichtfarbe, UVA/B ist auch enthalten.

    Als Lichtröhre würden wir dann einfach die Arcadia nehmen....

    Ich weiß jetzt gar nicht, ob es die als Vogelversion in 120 Länge für T5 gibt ?(

    ,hattest du schon mal überlegt nur den UV Anteil mit LED abzudecken? Also unmittelbar neben die leuchtröhre einen LED Streifen mit UV Licht zu setzen? Mich stört es ziemlich die Röhren jährlich tauschen zu müssen wegen dem UV...

    Nein. Das Licht sollte nach meinem persönlichen Empfinden schon durch die Röhre möglichst perfekt gemischt abgestrahlt werden (siehe Farbwiedergabewert, den es nicht umsonst gibt). Nebeneinander leuchtend ist das vermutlich mehr was für mein Gewissen als für Vogelaugen. Das ist aber jetzt nur aus den Augen eines menschlichen Laien mit einem eher rudimentären Grundverständnis für Beleuchtung gesprochen.


    Ich habe da immer diese LED-Röhre für Reptilien im Sinn, die zum Kaufdatum noch ziemlich teuer war, aber für Vogelaugen schon ohne UV gänzlich untauglich. Ich hatte die allerdings sehr günstig bekommen und nutze sie anderweitig: als Lichtwecker ca. 1 m über meinem Bett, denn da brauche ich schon was, das mich förmlich anschreit. Wenn man da eine weiße Fläche mit bestrahlt, erscheinen auf der Fläche mehrere Regenbogen. Das heißt für mich: die Mischung der einzelnen Lichtfarben zu Weißem Licht ist hier gründlich misslungen. So ähnlich stelle ich es mir auch vor, wenn ich neben eine Tageslichtröhre ohne UV einen UV-Strip hänge.


    Das Beleuchtungsthema ist einfach viel zu komplex, als dass man es mit ein bisschen Laienwissen meint, besser lösen zu können als sämtliche Fachleute, die eben auch noch nicht alles wissen... Meine persönliche Einstellung dazu ist: ich weiß, dass ich eigentlich nichts weiß. Was ich weiß, kratzt höchstens an der Oberfläche und das selbst nach mehreren Jahren, in denen ich mich immer wieder tiefer greifend damit beschäftigt habe.


    Ach und noch was zum Dimmen: ich mache das bisher nicht, da ich mich mit der Dimmtechnik einfach zu wenig auskenne und keinen Plan habe, ob es gedimmt flackert oder nicht. Was ich aber bei einer ziemlich teuren und dimmbaren Fassung von Phillips festgestellt habe: wenn das Licht eigentlich aus ist, flackert die Lampe immer noch. Bei den anderen Fassungen (siehe Link) habe ich das bisher nicht festgestellt.


    Deshalb bin ich einen Kompromiss eingegangen: meine 5 Leuchten gehen nacheinander per Zeitschaltuhr aus. Die erste über der Voliere, da sie dort am meisten sitzen. Das ist dann mit den anderen 4 Leuchten noch kein hartes Abschalten und die Vögel stimmen sich auf die Nachtruhe ein. Zeitgleich geht über der Voliere eine einfache Energiesparlampe mit warmweißem Licht an. Diese Funzel leuchtet bis zuletzt alle anderen Lampen ausgegangen sind und die Vögel können sich so noch (üblicherweise meckernd) ihren Schlafplatz suchen. Für die Nacht habe ein Nachtlicht, das sich bei Dunkelheit automatisch einschaltet.