Hallo, habe mich heute in diesem Forum angemeldet, weil ich Eure Hilfe benötige.
Wir haben uns im August 2006 einen handaufgezogenen Nymphensittich Hahn angeschafft. Mein Mann und ich lieben diese Tiere. Er heißt Willi und ist ein lieber total menschenbezogener Hahn.
Im September ist er mir aus Unachtsamkeit ausgebüchst. Gott sei Dank haben wir ihn nach langem Suchen nach 1 Woche wieder zurück bekommen.
Aus lauter Dankbarkeit haben wir ihm eine Henne, vom selben Züchter, besorgt. Nun zu meiner eigentlichen Frage.
Willi interessiert sich für seine neue Freundin überhaupt nicht. Viel lieber sitzt er bei mir oder meinem Mann auf der Schulter, oder balzt unsere Katzen an.
Pauline (so heißt seine neue Henne) wird von ihm ständig abgebissen und angefaucht. Dabei ist sie so eine liebe, zutrauliche und neugierige Henne.
Was können wir nur tun?
Laut unserem Tierarzt ist Willi fehlgeprägt. Deshalb auch das Balzen mit den Katzen. Haben wir noch eine Chance das er Pauline doch noch aktzeptiert?
Wir sind für jede Art von Hilfe und Info dankbar. Wir wollen doch nur das Beste für die Zwei.
Haben wir das Richtige gemacht?
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Super Entscheidung, Eurem Willi eine Partnerin zu besorgen!!!
Sag mal, wie alt ist Willi denn? Und seit wann habt ihr die Henne? -
Sie sind beide Geburtsjahr 2006. Pauline haben wir seit Oktober 2006. Wir hatten sie ziemlich gleich gekauft, nachdem Willi ausgebüchst und wieder gefunden wurde.
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Hallo pauline und
lich
bei uns
da habt ihr ja ein riesen Glück gehabt, dass ihr Willi wiederbekommen habt

Das Problem, dass Willi so sehr menschenbezogen ist, dass er sich für Pauline nicht interessiert ist leider wirklich eine Fehlprägung. Nicht so sehr verursacht durch die Einzelhaltung, das kann ja nicht allzu lang gewesen sein. Doch der Umstand, dass er einige Monate mit euch allein lebte und eine Handaufzucht ist, birgt immer eine Gefahr der Fehlprägung. Es ist zwar schön, einen zahmen Nymphensittich zu haben, doch dem Tier tut man da keinen großen Gefallen mit.
Ist er denn überhaupt eine reine Handaufzucht, also als Küken ganz von den Eltern getrennt worden? Wenn ja, hat er aufgrund der frühen Trennung von seinen Eltern nichts über das Sozialverhalten mit Artgenossen gelernt. Aber das wird er sicher noch nachholen, denn er ist ja noch sehr jung

Und Pauline, ist sie auch eine Handaufzucht, da sie vom gleichen Züchter ist? Seid ihr euch wegen ihres Geschlechts sicher?
Ist Willi denn schon geschlechtsreif, also älter als 9 Monate?
Ihr habt auf jeden Fall das Richtige getan, in dem ihr ihm eine Freundin geschenkt habt. Er sieht euch Menschen als seinen Schwarm, da er sehr auf euch geprägt ist und ihr könnt ja nicht täglich 24 Stunden mit ihm verbringen. Pauline wird er aber bestimmt auch noch akzeptieren, wenn er gar die Katzen akzeptiert, was aber sehr gefährlich ist, das weißt du aber bestimmt, gell?:
ZitatDeshalb auch das Balzen mit den Katzen.
Trotzdem kann eine Vergesellschaftung mit Artgenossen einige Zeit dauern und würde evtl. noch besser funktionieren, wenn ihr euch noch ein Pärchen dazuholt - es sollten zumindest ein zweiter Hahn und eine zweite Henne sein -.
Ihr braucht also Geduld, vor allem Pauline
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Hallo Marion, zuerst mal vielen Dank für Deine Anwort. Deine Fragen will ich dir auch gleich beantworten.
Wann Willi von seinen Eltern weggenommen wurde wissen wir ehrlich gesagt nicht. Für uns war damals wichtig das er handzahm war
Heute würde ich keinen Wert mehr drauf legen.
Geschlechtsreif kann er noch nicht sein. Er ist im Mai 2006 geboren. Meinst du das es nach der Geschlechtsreife besser wird?Auch Pauline ist eine Handaufzucht, aber von Anfang an lange nicht so menschenbezogen wie Willi. Sie suchte auch gleich mehr den Kontakt zu Ihm als zu uns. Sie war auch bis zum Schluß mit Ihren Geschwistern zusammen in einem Käfig.
Die Sache mit den Katzen ist uns natürlich bewusst, aber Willi sucht nach wie vor die Gesellschaft von den Beiden. Mittlerweile fliegt Pauline auch schon mit auf den Katzenbaum. Dann fängt Willi an die Katzen anzubalzen und ist ganz in seinem Element. Pauline bleibt da außer Acht. Sie kann einem dann richtig leid tun.
Damit du dir mal ein Bild von der Situation machen kannst schicke ich mal ein Bild mit. So in etwa geht das jeden Tag ab.
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Hallo Pauline,
es kann lange dauern, bis Willi evtl. erkennt, dass er doch ein Vogel ist; da muss man viel Geduld haben. Wie Lucky schon schrieb, wäre es am leichtesten wenn es eine Art Vorbild - eben ein anderes Pärchen - gäbe. Ob das bei euch möglich ist, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen.
Wenn Willi und Pauline sich nicht "an die Gurgel" gehen, würde ich raten sich etwas von den beiden zurückzuziehen. Natürlich nicht zu kraß, denn es soll ja auch kein Schock für Willi werden.
Hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt !?

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Hallo Pauline,
erstmal herzlich Willkommen hier

...das mit den beiden Nymphies kann noch gut gehn, weil sie nicht so lang allein gehalten wurden, ich würde erstmal die Geschlechtsreife abwarten...
...das größte Problem bei den Handaufzuchten ist, sie haben so garnichts an Sozialverhalten lernen können und manchmal wissen sie nichtmal dass sie Vögel sind...
was mich allerdings besonders stört ist, und ich zitiere da nun ein ganz bekanntes gelbes Kanarienvögelchen:
die doofe Mietzekatze
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Mit der Katze wäre ich vorsichtig, sonst gibt´s irgendwann vielleicht mal Tränen

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Hallo Peppie, zuerstmal vielen Dank für Deine Antwort.
An Deinen VorschlagZitatwäre es am leichtesten wenn es eine Art Vorbild - eben ein anderes Pärchen
haben wir auch schon gedacht. Wir haben, aber ehrlich gesagt, viel zu viel Angst, das Willi dann als Außenseiter behandelt wird. Keiner kann einem die Garantie geben das es gut geht.
Außerdem wohnen wir seit 10 Jahren in derselben Wohnung zur Miete und unsere derzeitigen Vermieter sind selbst tierlieb und sehr verständnisvoll. Aber was, wenn wir heute umziehen müssten? Je mehr Haustiere man hat, desto schwieriger wird die Wohnungssuche. Und uns von unseren Lieben trennen, käme für uns nicht in Frage.Was den Rückzug von uns betrifft ist auch nicht so einfach. Die beiden Süßen stehen bei uns im Wohnzimmer (ca.50qm) und genießen jederzeit Freiflug, wenn wir zu Hause sind. Aber sobald sich die Türe öffnet fliegt Willi auf die Schultern von meinem Mann und Pauline hinterher. Verlässt er dann mal kurz den Raum ist er nur am Schreiben (rufen).
Was also tun? In ein anderes Zimmer stellen? Diesen Vorschlag brauche ich meinem Mann erst gar nicht zu unterbreiten. Eher würde ich ausquatiert werden :-)) -
Hallo Matthias, vielen Dank das du uns doch noch ein bisschen Hoffnung machen kannst. Wie ich sehe bist du stolzer Besitzer von 27 Nymphis und 16 Wellis.
Zuerst mal eine doofe Frage an Dich. Wie kann man erkennen ob sie geschlechtsreif sind. Geht das nur an Hand von dem Alter zu beurteilen?
Willi ist doch jetzt schon oft am Balzen (leider nur mit der Katze oder meinem Mann). Wenn Pauline neben ihm sitzt und ihm den Kopf hinhält, hackt er nach ihr und hört sofort auf zu balzen. Wir haben ihn auch schon beobachtet das er balzt und ihr sein Köpfchen hinhält. Will Pauline dann aber mit ihm schmusen beißt er sie wieder ab ?????? Was hat das zu bedeuten?Wegen den dummen, doofen Miezekatzen machen wir uns weniger Gedanken. Wenn unsere Nymphis Freiflug genießen, sind sie nie ohne Aufsicht. Ich weiß natürlich auch das bei der Katze jederzeit ihr Jagdinstinkt durchkommen kann. Schon alleine deshalb haben wir sie immer im Auge. Jeder versteht das nur unser Willi eben nicht

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Hallo Commodus,
ZitatMit der Katze wäre ich vorsichtig, sonst gibt´s irgendwann vielleicht mal Tränen
das wollen wir natürlich vermeiden, denn unsere Haustiere lieben wir über alles. Deshalb sind unsere Nymphis bei Ihrem Freiglug nicht ohne Aufsicht.
Danke
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Hi Pauline,
es klingt so, als sei dein Mann Willis Partner. Also ich meine, er hat sich bereits seinen Geschlechtspartner ausgeguckt, weil er ihn anbalzt und nach ihm ruft, sobald er den Raum verlässt
Das macht die Sache natürlich recht schwierig. Das Problem ist eben, dass Willi so sehr an Menschenhand gewöhnt ist, sie hat ihn gefüttert und großgezogen, dass ihm nicht ganz bewusst ist ein Vogel zu sein.Aber du schreibst auch, dass er ihr schon mal sein Köpfchen zum kraulen hinhält. Das finde ich wiederum schon echt toll, auch wenn er sie dann weghackt, was ja bei Nymphies nicht ungewöhnlich ist
Wenn Pauline immer wieder Willis Nähe sucht, wird er sich immer mehr an sie gewöhnen. Ob sie allerdings jemals ein echtes Paar werden, kann dir keiner versprechen. Doch zumindest haben Willi und Pauline immer die Gesellschaft des anderen, wenn ihr nicht da seid.
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Hallo Pauline,
ich bin da leider nicht so optimistisch wie meine Vorschreiber. Willi scheint bereits sehr vergeprägt zu sein, da spielt die kurze Zeit keine so große Rolle. Er hat ja euch - also warum sollte er etwas ändern?
Ich habe hier auch eine Handaufzucht (Geburtsjahr 1998), die nicht so lange in Einzelhaltung gehalten wurde und dennoch bis heute nichts mit ihren Artgenossen anzufangen weiß. Dann hatte ich einen extrem fehlgeprägten Nymphie, der durch 14 Jahre Einzelhaltung vergessen hat, dass er ein Vogel ist. Selbst einjährige reine Volierenhaltung mit ca. 40 Nymphies und kaum menschlichen Kontakt haben daran etwas ändern können. Ich gehe bei Willis Fehlprägung von einer ähnlichen Ausprägung aus, was richtig heftig ist. Dies wurde nur dadurch gelindert, dass sich ein anderer Hahn in ihn verliebte und ihn einfach auf Schritt und Tritt folgte. Er war zu dem fehlgeprägten Hahn einfach genauso penetrant, wie der fehlgeprägte Hahn zu uns und siegte mit der Zeit, so dass sie nun immer zu zweit unterwegs sind und sich auch gegenseitig kraulen. Der fehlgeprägte Hahn ist zwar immer noch bei einem Menschen, aber er schreit nicht mehr, sobald wir außer Sichtkontakt sind. Die Beiden leben heute bei Bonny, weil der fehlgeprägte Hahn einfach immer Kontakt mit unserer Labbyhündin aufnehmen wollte und dies wurde mir für ihn zu gefährlich, denn ich hätte einmal nicht schnell genug sein können.

Eure Situation ist leider nicht einfach, aber ich bezweifle stark, dass sich Will je für die Henne interessieren wird. Nach meiner Erfahrung bräuchte Will einen Nymphie, der ihn erobern will, was natürlich eher Zufall bei der Suche wäre. Da Willi noch nicht so lange alleine lebt, sähe ich bei ihm eine kleine Chance, wenn er für eine Weile (ein Jahr oder so) in einem Nymphieschwarm leben könnte ohne das ständig Menschen da sind.
Für eure Nymphenhenne ist die Situation auch nicht O.K., aber bei ihr scheint es ja mit einer normalen Vergesellschaftung etwas geben zu können.
Von euch werden m.E. leider schwere Entscheidungen getroffen werden müssen, aber denkt dabei bitte zuerst an das dauerhafte Wohl eurer Tiere und das sie bis zu 30 Jahre alt werden können.
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Hmm, es gibt für jedes Extrem ein Beispiel.
Aber die Geschichte von Georgie, der jahrelang allein gehalten und auch extrem menschenbezogen war (einen menschlichen Partner hatte) zeigt, dass ein Nymphie sich durchaus noch umorientieren kann Neue Bilder von Gina & Georgie !
Ich meine, wenn Willi vor Pauline sogar sein Köpfchen neigt, zeigt das auf jeden Fall eine gewisse Zuneigung

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hallo und herzlich willkommen
bei meinen nymph war es auch so mein hahn lucky hat lucy immer gebissen weil er 3jahre allein mit mänschen war und etwas fehlgeprägt war ganze zeit waren bei ihn spiegel dann hab ein weibchen für ihn geholt und hab alle spiegeln weggepacktnach ungefähr 3 monate läst sich lucy treten so war das problem gelöst wie die anderen sagen geduld zählt sich aus
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Hallo Marion,
Zitates klingt so, als sei dein Mann Willis Partner
das Gefühl haben wir auch schon eine ganze Weile. Aber Gott sei Dank ist Pauline auch hartnäckig. Sie fliegt Willi einfach überall hinterher. Er ist schon manchmal ganz schön genervt, aber Pauline ist stur. Willi kann somit meinen Mann nicht mehr alleine für sich in Beschlag nehmen. So zieht er sich auch immer öfters auf den Kletterbaum zurück, wo sie ihm dann natürlich auch wieder hinterher macht.
Heute mittag war es schöner als im Kino. Wir ließen sie einfach mal nicht raus uns so mußte er ihr beim spielen zusehen. Er verzog sich in die letze Ecke und war ziemlich beleidigt. Aber wir blieben stur. Für ca. 1 Std. dann ließ mein Mann beide wieder raus.
Jetzt sitzen sie bei mir auf der Schulter. Er rechts, sie links. Putzen ist angesagt.
Wir haben jetzt noch diese Woche Urlaub und wollen das mal so durchziehen. Einfach weniger mit Ihnen beschäftigen. Hoffentlich hilft es ein wenig. -
Hi Kamiran, danke auch dir für das Mut machen. Willi war ja gar nicht sooooo lange alleine. Zu uns kam er im August und Anfang Oktober holten wir schon Pauline dazu. Wielange er bei dem Züchter alleine war, frag ich ihn diese Woche nochmal. Ich muß eh wieder hin um Futter zu holen. Die Leute sind sehr nett und auch sehr bemüht das es den Vögeln gut geht.
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Hi Gugu,
ZitatVon euch werden m.E. leider schwere Entscheidungen getroffen werden müssen
Ich glaube, ich weiß was für eine Entscheidung du meinst, aber das kommt für uns nicht in Frage. Wir werden Willi nicht in einen Schwarm geben. Wir werden einfach alles ausprobieren um das zu vermeiden. Wir geben den Beiden auf jeden Fall eine Chance und wenn es noch solange dauert. Vielleicht werden sie wirklich kein Paar, aber sie werden wenigstens nicht einzeln gehalten, so wie es viele Leute nach wie vor immer noch tun.
Wenn wir arbeiten ist er wenigstens nicht alleine und vielleicht verstehen sie sich mit der Zeit ja doch noch ganz gut. Vielleicht kapiert es es irgendwann das er ein Vogel ist. Wie ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe: Soooooooo lange war er ja gar nicht alleine. Da habe ich andere Beiträge gelesen bei denen es um Jahre ging. So leicht werden wir uns nicht entmutigen lassen.
Trotzdem danke ich dir natürlich für deine Ehrlichkeit. Man muß schließlich immer mit dem Schlimmsten rechnen. Aber meinst du das er sich in einem Schwarm besser fühlen würde. Er wäre bestimmt ein Außenseiter und wüsste überhaupt nicht mehr was los ist. Das kann und will ich ihm auf keinen Fall zumuten. -
Ich würde den Nymphen keinesfalls vorschnell abschreiben, vielleicht merkt er ja noch, was er für ne tolle Henne hat.

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Hi Commodus,
ZitatIch würde den Nymphen keinesfalls vorschnell abschreiben, vielleicht merkt er ja noch, was er für ne tolle Henne hat.
Meine Rede. Das werden wir auf keinen Fall machen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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