Einzelhaltung

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  • Hallo an alle

    Ich habe eine Frage 😁.

    Meine Cousine und ihre Familie hatten damals einen Nymphensittich. Es war eine Einzelhaltung.

    Eigentlich hatte ich immer das Gefühl dass es ihm gut geht. Jedoch wird ja von einer Einzelhaltung abgeraten.

    Wenn jemand Zeit hat und antwortet, freue ich mich darüber.

    Viele Grüße aus Luckenwalde

    Anja:dance::winke::engel:


    Der Nymphensittich war zahm und hatte viel Platz zum Fliegen.

    Die Fenster standen offen und er ist nicht weg geflogen.

    Jetzt erinnere ich mich nicht mehr an den Namen 🤔. Ist schon länger her.

    Auch mein Kumpel Jörg hatte einen einzelnen Nymphen. Jörg meinte auch, dass er ein gutes Gefühl mit dem Vogel hatte. Auch er war der Ansicht dass es dem Tier gut geht.

    Bei meiner Charlene habe ich ehr das Gefühl dass sie von der Gruppe gemieden wird. Gerade auch jetzt nach der Beinamputation.

    Ich finde schon dass Mensch und Tier zusammen leben können. Es ist auch interessant. Klar industrielle Tierhaltung und Tierquälerei ist furchtbar.

    Aber muss es immer der natürliche Lebensraum sein?

    Einmal editiert, zuletzt von gusi (8. Juli 2026 um 04:09) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von gusi mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich wäre mit solchen anekdotischen Beweisen vorsichtig. Du beschreibst zwar nicht die ganze Situation mit diesen Nymphies und deren Umfeld, aber selbst wenn man davon ausgeht, dass es ihnen tatsächlich gut damit ging, heißt das nicht automatisch, dass es anderen auch gut damit geht.

    Das Problem mit Einzelhaltung aus meiner Sicht ist eher, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Verhaltensstörung enorm hoch ist. Das heißt nicht, dass sie immer auftreten muss, aber will man das Risiko für ein Lebewesen eingehen, für das man die volle Verantwortung hat und dessen Leben in den eigenen Händen liegt?

  • Jedoch wird ja von einer Einzelhaltung abgeraten.

    Und das hat auch einen guten Grund. Nymphies sind Schwarmtiere. Sie einzeln zu halten ist absolut nicht artgerecht.
    Nymphensittich Wegweiser - Schwarmhaltung und Einzelhaltung

    Eigentlich hatte ich immer das Gefühl dass es ihm gut geht.

    Dazu hab ich dir mal ein Thema rausgesucht. Mehr kann ich eigentlich zu deiner Frage nicht beisteuern, denn das Thema spiegelt meine Meinung zu 100 %.

    Gugu
    8. Dezember 2004 um 07:30

    Liebe Grüße, Gabi :winke:
    mit Kater Barney 🐾
    Für immer im Herzen ♥️ Paula - 12.03.2010 ♥️ Molly - 26.07.2010 ♥️ Nicki - 06.05.2011 ♥️
    Zaubermaus Betty🐾22.05.2012 - 12.11.2024 ♥️

  • Frag Dich einfach mal, ob Du selbst auf einer einsamen Insel mit einem Gorillla als einzige Gesellschaft Dein ganzes Leben verbringen möchtest. Der Gorilla ist sehr nett, aber Du kannst Dich nicht mit ihm unterhalten, und er verschwindet auch immer wieder, auch immer die ganze Nacht. Dann bist Du mutterseelenallein. Nicht schön, oder? Oder würdest Du sagen, es geht Dir gut?

    Genauso geht´s dem Nymphensittich, wenn er zu Einzelhaltung gezwungen wird. Der Mensch ist sehr nett, spricht aber nicht nymphische Sprache, fliegt nicht mit herum und lässt ihn immer wieder alleine (Mensch geht einkaufen, geht zum Arzt, zu Freunden oder arbeiten). Auch nachts sitzt der Nymph mutterseelenallein im Käfig. Auch nicht schön, oder? Das ist die gleiche Einsamkeit, wie wenn Du nur einen Gorilla als Gesellschaft hättest und nie Kontakt mit Menschen. Klar bringt es Dich nicht um. Aber wolltest Du so leben?

    Es grüßt Euch

    Corinna

    :fly: mit Rico & Chrissi, Kira & Flobee, Bobby & Nascha, Dayo, Tami, Stany und dem Kniffelchen :fly:
    und für immer im Herzen unsere Schätze Lucy, Mucki, Sissi und Tessa

  • Hallo, ich bin recht neu hier und natürlich kein Vogelexperte. Als Kind hatte ich auch einen einzelnen Nymphensittich, der sehr auf mich fixiert war. Damals habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, fand immer, dass er glücklich und zufrieden war. In den letzten 30 Jahren habe ich dann immer zwei Nymphys gehalten, weil sie auch öfter mal alleine bleiben mussten, zwecks Arbeit usw.! Momentan stehen wir wieder vor dem Problem, Alleinhaltung. Einer unserer kleinen Lieblinge ist am Wochenende nach 18 Jahren verstorben. Der andere (15) ist jetzt erst einmal alleine und man merkt schon, dass ihm seine Partnerin fehlt. Beide sind/waren nie handzahm und wir hatten immer das Gefühl, es ist den beiden egal, ob wir sie versorgen oder mal jemand anderes, wenn wir im Urlaub waren, Hauptsache, sie bekommen ihr Futter und etwas zu trinken. Wir überlegen jetzt, was wir machen sollen. Eigentlich möchten wir keinen zweiten Nymphy dazu holen. Wir wollen aber nur das allerbeste für den kleinen Schatz, deshalb steht im Raum, dass wir ihn in ganz liebe Hände abgeben, wo er mit Gleichgesinnten ein schönes Leben führen kann, was wir ihm alleine nicht bieten können! Es würde uns das Herz brechen, aber da muss die Vernunft siegen, was am besten für den Vogel ist!

  • Corinnas netter Gorilla und du auf der einsamen Insel hätten nicht nur niemanden zum Reden sondern auch niemanden, mit dem man sozial interagieren kann, von Sexualität ganz zu schweigen. Und ihr hättet dauerhaft Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte, weil keine Gruppe da ist, in der immer einer ein wachsames Auge hat. Man kann nicht non-stopp selbst für Sicherheit sorgen.

    Und geh mal davon aus, dass Gorilla ganz schön stinkig würde, wenn ein weiterer Mensch auftaucht, mit dem er dich teilen soll. Umgekehrt kann dir ein Vogel auch kein vollwertiger Partner im Leben sein.

    Im Grunde wissen wir nicht, was unsere Vögel denken und ob die Haltung, die wir als artgerecht empfinden wirklich ein adäquater Ersatz für die Freiheit in Australien und den täglichen Kampf ums Überleben ist. Wir versuchen, gewonnene Erfahrungen weiterzugeben und es besser zu machen als unsere Vorväter, die Vögel noch in kleinen runden Käfigen gehalten haben. Ich für mich würde aber immer versuchen, eine Tierhaltung nach bestem Wissen und Gewissen zu gestalten und nicht gegen natürliche Instinkte und bekannte Bedürfnisse zu handeln.

    allzeit freundliche Grüße von Judith mit Hubert (*2000), Pearl (*2012), Jack (*2012) und Glöckchen (*2023?) :winke:
    Für immer bei uns: Dickie (*1991 - 03.12.2016) :herz: Molly (*2003 - 02.03.2018) :herz: und Lotte (*2016 - 17.08.2023) :herz:

  • Wenn man Nymphensittiche mal in der Natur gesehen hat, dann weiß man gar nicht, wie man darauf kommen kann, dass so ein Tier allein mit irgendwem oder irgend etwas anderem als Artgenossen glücklich sein kann. Es mag durchaus Ausnahmen geben, aber denen schadet artgleiche Gesellschaft auch keinesfalls. Anders herum ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass sie nicht glücklich sind.

    Wir haben hier auch noch ein sehr altes Thema zu dieser Frage.

    ChaBla
    16. August 2006 um 14:17

    Liebe Grüße :winke:
    Susi und das vereinte Staubwedel Fluggeschwader Luzie & Luke, Luise und Lili
    Für immer im Herzen :herz: Paula - 02.03.2010 * Pepe - 09.03.2010 * Maxi - 19.07.2012 * Ella - 14.09.2016 * Sunshine - 23.09.2018 * Chilli - 18.11.2019 * Luna - 25.08.2021 * Coco - 07.04.2023 * Emma - 17.04.2023 * Dienstag - 29.11.2023 * Justus - 04.02.2025 :herz:

    Nymphensittich Wegweiser - über Nymphensittiche - Neu im Forum? Wie geht das hier?

    🕊 Selig sind, die Frieden stiften. - Matthäus 5,9 🕊

  • Ich muss dafür gar nicht bis nach Australien fliegen;).

    Ich sitze in meinem Vogelzimmer, sehe 5 Nymphys gemütlich dösen, 2 davon kuscheln und ich weiß, dass genau das das richtige ist, und ich als Mensch niemals einen Nymphy auf die Art glücklich machen könnte.:yes:

    Viele Grüße von Petra und

    Mickey und Sissy, Joey und Sammy, und dem anderen Zitronencremebällchen Lilly.
    Für immer im Herzen bei mir mein über alles geliebter Jacky :herz: :herz: :herz: , meine Powermaus Nicky :herz: und meine Zaubermaus Jeanny :herz: und nun auch Charly :herz: und Danny :herz: und eins meiner Zitronencremebällchen Mimmy :herz: .

  • In Österreich ist die Einzelhaltung von Nymphensittichen gesetzlich verboten. Das hat sicher eine solide Grundlage.

    Es mag sein, dass es Nymphensittiche gibt, die halbwegs zufrieden wirken mit ausschließlich menschlicher Gesellschaft, weil sie es nicht anders kennen. Glücklich sind sie bestimmt nicht. Wie die anderen schon geschrieben haben, können sie sich nicht richtig unterhalten, müssen oft alleine sein (und das stresst sie), haben niemanden der neues Futter vorkostet, mit ihnen gemeinsam döst, futtert und herumfliegt, können ihre Sexualität nicht ausleben, usw. Selbst, wenn sie keine Verhaltensstörungen entwickeln, würde ich immer mindestens zwei empfehlen. Wobei ich zwei inzwischen auch zu wenig finde.

    Wer schon mal einen Schwarm erlebt hat, erkennt den Unterschied. Sie sind im Schwarm selbstbewusster, neugieriger, verspielter, lebensfroher, eben einfach glücklich.

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