Schwierigkeiten beim Fliegen (Diagnose: Schlaganfall o. Virusinfektion)

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  • Hi Leute,

    hatte gerade einen kleinen Zwischenfall mit meiner Skylla. Die beiden haben sich erschreckt als ich den Staubsauger in den Wohnraum getragrn habe und sind aufgeflogen, Skylla ist dabei (wiedermal) abgestürzt. Das ist bei ihr an sich nichts Ungewöhnliches, sie ist eine ziemliche Bruchpilotin, tollpatschig beim Fliegen und schnell desorientiert, wenn sie sich erschreckt (sie fliegt aber immer langsam und vorsichtig, weshalb ihr bisher nie etwas passiert ist).

    Sie ist dann eine Weile auf dem Boden gesessen und heurmgewatschelt und hat versucht wieder zu Charybdis rauf auf den Käfig zu kommen. Meist braucht sie da immer nur kurz, um sich zu orientieren und von Schock wieder zu fangen und schafft es dann. Diesmal hat sie aber lange gezögert und beim Losfliegen dann nur einen sehr chaotischen Rückwartssalto gemacht. Beim 2. Versuch ist sie auch nochmal eher am Boden "rotiert" und hat sich überschlagen. Ich hab sie deshalb dann mit einem Handtuch schnell eingefangen und vorsichtig wieder auf den Käfig gesetzt.

    Ihre Flügel sehen beide an sich normal aus und sie scheint auch keine Schmerzen zu haben oder Schonhaltung einzunehmen. Jetzt benimmt sie sich als wäre nie etwas gewesen, sie hatte aber ganz offensichtlich Schwierigkeiten beim Fliegen und Steuern. Kann sein, dass sie eine Schockmauser mit ein paar ihrer Schwingen gemacht hat, aber kann das leider nicht sicher sagen (ein paar Federn waren am Boden, aber ich glaube die waren schon davor da, weil sie gerade mausert), an ihren Flügeln sehe ich such keinen Unterschied, aber hab sie ausgebreitet nicht genau gesehen. :nixw:

    Sie kann alles, was sie braucht, auch nur mit Klettern erreichen, dh. es wäre an sich kein Problem, wenn sie vorübergehend flugunfähig ist, aber will natürlich, dass es ihr gut geht.

    Was meint ihr dazu, was los sein könnte? Soll ich irgendwas machen, um sie zu unterstützen oder einfach abwarten? Und evtl TA (aber wirkt aktuell nicht so, als hätte sie tatsächlich ein Leiden)? :gruebel:

  • Hi,

    warst du mit ihr denn mal beim Tierarzt wegen der Bruchlandungen? Sieht sie normal?

    Diesmal hat sie aber lange gezögert und beim Losfliegen dann nur einen sehr chaotischen Rückwartssalto gemacht.

    Das klingt für mich keinesfalls normal, auch nicht wenn Federn fehlen.

    Beim 2. Versuch ist sie auch nochmal eher am Boden "rotiert" und hat sich überschlagen.

    Auch das klingt eher nach etwas neurologischen als nach einem Problem durch Federverlust.

    Kann sein, dass sie eine Schockmauser mit ein paar ihrer Schwingen gemacht hat, aber kann das leider nicht sicher sagen (ein paar Federn waren am Boden, aber ich glaube die waren schon davor da, weil sie gerade mausert), an ihren Flügeln sehe ich such keinen Unterschied, aber hab sie ausgebreitet nicht genau gesehen. :nixw:

    Stelle doch mal Bilder von ihr ein, wo man die Schwungfedern sehen müsste, also seitlich. Wenn du nichts erkennst, können wir vielleicht sehen, ob sie einfach fehlen.

    Soll ich irgendwas machen, um sie zu unterstützen oder einfach abwarten?

    Falls es nur die fehlenden Federn sind, würde ich mal 1 Woche Korvimin gehen, damit die Federn gut nachkommen, sofern sie das nicht total brutig macht. Ansonsten eben so oft es geht.

    Liebe Grüße :winke:
    Susi und das vereinte Staubwedel Fluggeschwader Luzie & Luke, Luise und Lili
    Für immer im Herzen :herz: Paula - 02.03.2010 * Pepe - 09.03.2010 * Maxi - 19.07.2012 * Ella - 14.09.2016 * Sunshine - 23.09.2018 * Chilli - 18.11.2019 * Luna - 25.08.2021 * Coco - 07.04.2023 * Emma - 17.04.2023 * Dienstag - 29.11.2023 * Justus - 04.02.2025 :herz:

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  • Bei guten Witterungsverhältnissen würde ich sie einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen, um eine Herzerkrankung auszuschließen. :winke:

    Bis dahin Stress und Erschrecken vermeiden. :yes:

  • Stelle doch mal Bilder von ihr ein, wo man die Schwungfedern sehen müsste, also seitlich. Wenn du nichts erkennst, können wir vielleicht sehen, ob sie einfach fehlen.

    Werde heute welche machen, wenn ich nach Hause komme, aber hab gestern dann noch gesehen, dass sie wirklich auf der einen Seite anscheinend einige von den größeren Federn verloren hat.

    warst du mit ihr denn mal beim Tierarzt wegen der Bruchlandungen? Sieht sie normal?

    Und nein, hab sie diesbzgl noch nicht untersuchen lassen. Jetzt wo du es sagst, könnte das tatsächlich sein, dass sie schlecht sieht. Sie benimmt sich jedenfalls anders als Charybdis, wenn sie etwas begutachtet und schaut viel stärker von der Seite, um es besser fokussieren zu können und bewegt auch oft den Kopf ein bisschen hin und her. Charybdis macht das nicht wirklich, aber das ist mir bis jetzt nie aufgefallen. Dann werd ich sie auf jeden Fall mal zum TA bringen und anschauen lassen.

  • So, hier mal Fotos von den Flügeln:

    Heute früh bzw gestern habe ich bei einem der beiden Flügel schon einen Unterschied gesehen, jetzt kann ich aber höchstens einen kleinen Unterschied erkennen (links (2. Bild) wirkt der Abstand zwischen den Schwungfedern und den kleineren Federn größer). Aber kann auch sein, dass das Gefieder nur ein wenig anders liegt.

    Was mich aber irritiert: sie hält gerade beim Schlafen den Kopf sehr schief. Hab ich bei ihr noch nie so gesehen, das macht mir irgendwie Sorgen :( hat sie auch jetzt gerade erst begonnen, gestern und auch heute vorhin war das noch nicht. Hab auch gerade meinen Mann gefragt, der den ganzen Tag zuhause war, der meinte ebenfalls, dass sie damit jetzt erst begonnen hat und es ihm davor nicht aufgefallen wäre.

  • Skylla hat sich gerade gestreckt als ich noch zuhause war und ich hab endlich einen ordentlichen Blick auf ihre Flügel werfen können. Ihr fehlen definitiv auf dem einen Flügel ein paar Federn, wodirch er etwas löchrig ist.

    Was mir aber Sorgen macht, ist, dass sie den Kopf nun die meiste Zeit schief hält und immer zur gleichen Seite hin. Werd mal beim TA anrufen, sobald die offen haben.

  • In dieser Situation würde ich keinen weiteren Freiflug gewähren und auch vogelkundigen tierärztlichen Rat einholen.

    Als erste Hilfe würde ich dem Trinkwasser Vitamin B zufügen. Die Dosierungsempfehlung des Produktes ist zu beachten.

    Ist der Kot verändert? Gibt es einen gelblichen Anteil im Kot?

    Einmal editiert, zuletzt von Elsbeth (23. Juni 2026 um 08:53)

  • Ist der Kot verändert? Gibt es einen gelblichen Anteil im Kot?

    Beim Kot habe ich keine Veränderungen bemerkt, werd aber nochmal genau schauen, wenn ich zuhause bin.

    Hab jetzt jedenfalls mal einen TA-Termin für Donnerstag ausgemacht. Sie wirkt an sich fit und vergnügt und klettert und spaziert auch herum, frisst und trinkt, aber mein Mann ist zuhause und meinte, dass sie nach wie vor den Kopf die meiste Zeit über schief hält. Mal schauen, was die Tierärztin dann beim Termin sagt, telefonisch konnte sie jedenfalls noch nichts dazu sagen.

  • Ist der Kot verändert? Gibt es einen gelblichen Anteil im Kot?

    Soll ich für den Tierarzt evtl sicherheitshalber eine Kotprobe sammeln? Erwähnt haben sie bei der Terminvereinbarung zwar nichts, aber ich denke mir, vll wäre das schlau?

  • Ich denke, den nehmen sie aus der Box, wenn sie ihn brauchen. So machen sie es zumindest in Leipzig.

    Liebe Grüße :winke:
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  • Also wir waren heute mit ihr bei der Tierärztin und sie meinte, dass ihre Pupillen sehr verzögert reagieren und die Kopfschiefhaltung auffällig ist, sonst ist bei ihr aber alles in Ordnung. Durchblutung, Körperbau, Halswirbelsäule usw ist alles gut. Es ist daher entweder ein Virus, den sie schon von den Eltern bekommen hat, der zur Symptomatik passt oder etwas Neurologisches (da war es dann wahrscheinlich ein kleiner Schlaganfall). Sie meinte außerdem, dass der Hitzestress die Symptome momentan sicher noch zusätzlich verstärkt.

    Wir haben jetzt eine zusammengemischte Sprühlösung bekommen, mit dem wir sie 2x pro Tag einsprühen sollen, damit sie das dann beim Putzen aufnimmt. Ist eine Kombi aus Homöopathie und Medikamentenlösungen. Außerdem sollen wir Korvimin geben.

    Die arme Skylla war extrem gestresst vom Transport und dem Tierarzt, aber es scheint ihr insgesamt ganz gut zu gehen. Sie hat der Tierärztin aber ganz schön Feuer unterm Hintern gemacht und ihr kräftig in den Daumen gebissen :LOL:

  • Eine kleine Entwarnung also? Das wäre schön.

    Wie hat die Tierärztin festgestellt, dass die Durchblutung in Ordnung ist? Hat sie das Herz abgehört?

    Fest gedrückte Daumen :winke:

  • Es ist daher entweder ein Virus, den sie schon von den Eltern bekommen hat, der zur Symptomatik passt oder etwas Neurologisches (da war es dann wahrscheinlich ein kleiner Schlaganfall).

    Dann meint sie wahrscheinlich Borna? Wurde daraufhin getestet? Möglich ist es nur tun kann man dann auch nicht viel, wenn man es weiß. So gesehen kann man auch darauf verzichten, wenn du nicht gerade aufstocken oder einen Vogel abgeben willst.

    Einen Schlaganfall kann man nicht nachweisen, soweit mir bekannt ist, aber als ich einen Vogel vermittelt habe, hat er unterwegs einen bekommen. Sie wurde homöopathisch behandelt und das sehr schnell und es hat sich wohl alles wieder normalisiert.

    Von Borna kenne ich solche Verhaltensweisen nicht, aber es kann sehr unterschiedliche neurologische Störungen geben. So gesehen, kann das tatsächlich auch sein. Achte gut auf ihren Kot, ob sie mal Körner ausscheidet. In dem Fall wäre es wahrscheinlich das und dann wären alle Vögel des Schwarms potenziell infiziert. Die Ansteckung erfolgt auch über den Kot.

    Liebe Grüße :winke:
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  • Dann meint sie wahrscheinlich Borna? Wurde daraufhin getestet? Möglich ist es nur tun kann man dann auch nicht viel, wenn man es weiß. So gesehen kann man auch darauf verzichten, wenn du nicht gerade aufstocken oder einen Vogel abgeben willst.

    Kann sein, dass sie das meinte. Sie hat den Namen des Virus zwar gesagt, aber hab ihn mir leider nicht gemerkt. Nein, getestet haben wir nicht. Sie meinte selbst, dass wir zwar testen können, wenn ich unbedingt will, aber sie nicht viel Sinn darin sieht, solange ich nicht über eine Vergesellschaftung nachdenke, da man ja eh nicht wirklich was gegen das Virus machen kann. Nachdem ich das aktuell nicht tue, werd ichs auch erstmal nicht machen, außer vll als Differentialdiagnose, falls ihr Symptome nicht besser werden.

    Sie wurde homöopathisch behandelt und das sehr schnell und es hat sich wohl alles wieder normalisiert.

    Das beruhigt mich sehr zu hören. Bin gespannt, wie es sich mit den Mittelchen bei Skylla entwickelt, aber die Tierärztin meinte auch, dass es wahrscheinlich nach der Hitzewelle ohnehin wieder etwas besser wird, weil das auch für die Vogerl belastend ist. Bei uns in der Wohnung hat es jedenfalls aktuell knapp 30°C und das schaff ich auch nur mit Müh und Not zu halten. Und am Wochenende wirds sicher noch mehr, für Wien sind bis 40°C angesagt. Aber das ist bei euch in DE ja grade genauso schlimm, glaube ich.

    Achte gut auf ihren Kot, ob sie mal Körner ausscheidet. In dem Fall wäre es wahrscheinlich das und dann wären alle Vögel des Schwarms potenziell infiziert. Die Ansteckung erfolgt auch über den Kot.

    Danke für den Tipp, werde ich machen. Bis jetzt war das aber noch nie der Fall.

    Bin auf jeden Fall heilfroh, dass es Skylla alles in allem gut geht und werd mal sehen, wie sich das jetzt mit den Medis entwickelt :yes:

  • Die arme kleine Maus :tztz: die letzten Tage ging es ganz gut, aber heute hatten wir wieder einen Zwischenfall, wo sie es gar nicht hoch geschafft und einen Rückwärtssalto geschlagen hat. Von den Mittelchen merk ich bis dato auch keine Besserung.

    Fühl mich gerade von der Situation etwas überfordert und weiß gar nicht recht, wie ich es in Worte fassen soll. Es wurde hier ja empfohlen den Freiflug erstmal auszusetzen, das habe ich auch zwischenzeitlich gemacht, aber ich kann sie ja nicht ewig einfach in der Voliere lassen ganz ohne Freiflug? Da es aber nicht so wirkt, als würde es sich bessern, macht ein vorübergehendes Freiflugverbot ja keinen Sinn. Vor allem, weil es ja beide betrifft, dh. Charybdis hätte dann auch gar keinen Freiflug mehr. Jetzt könnte ich natürlich mehr Kletterangebot für sie schaffen, um Fliegen zu vermeiden, aber meist passiert es ja, weil sie sich erschreckt oder Panik hat. Aber ich kann auch Situationen, in denen sie sich erschreckt, schwer verhindern, weil sie ja auch Pupillenverzögerungen hat und dadurch sicher eine schlechte Wahrnehmung hat.

    Ich weiß leider echt nicht, was ich mit meinem Mädl machen soll :(

  • Jetzt könnte ich natürlich mehr Kletterangebot für sie schaffen, um Fliegen zu vermeiden, aber meist passiert es ja, weil sie sich erschreckt oder Panik hat.

    Dann bleibt nur den Boden so zu polstern und die Einrichtig so umzugestalten, dass sie sich möglichst nicht verletzen kann. Ich finde dauerhaft einsperren auch keine Lösung, daher wirst du ein gewisses Verletzungsrisiko in Kauf nehmen müssen.

    Gibst du eigentlich schon B-Vitamine? Es klingt mir nach deinen Beschreibungen schon sehr nach etwas neurologischem, und weniger nach Borna. Zumindest kenne ich sowas hier gar nicht. B-Vitamine sind aber immer gut, wenn was mit den Nerven ist.

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  • Dann bleibt nur den Boden so zu polstern und die Einrichtig so umzugestalten, dass sie sich möglichst nicht verletzen kann.

    Das ist auf jeden Fall mal eine Idee, ist aber in der aktuellen Wohnsituation leider schwierig. Wenn wir dann ein Vogelzimmer haben, wäre das aber leicht machbar. Jetzt mit der Voliere im Wohnzimmer ist es nicht so einfach, aber ich hab eine alte billige Ikea-Bettdecke, die ich problemlos dafür opfern und unterm Käfig auslegen kann, das wäre zumindest mal eine schnelle Übergangslösung und dann sehen wir eh, ob das zumindest den Großteil ihrer Bruchlandungen auffängt.

    Werde unten an der Voliere auch eine Leiter für sie montieren, damit sie selber wieder raufkommt. Mit dem Klettern hat sie keine Schwierigkeiten und so muss ich sie nicht immer schnappen und wieder auf die Voliere setzen. Das ist sowohl für sie als auch für mich purer Stress.

    Gibst du eigentlich schon B-Vitamine?

    Kriegt sie jetzt mit Korvimin, ja. Hab gerade nachgeschaut und da sind auch B-Vitamine drin.

  • Das reicht für solche Fälle nicht mit den B-Vitaminen im Korvimin. Ich würde sowas wie Nekton B oder ähnliches besorgen und 1 - 2 x die Woche geben.

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  • Das reicht für solche Fälle nicht mit den B-Vitaminen im Korvimin. Ich würde sowas wie Nekton B oder ähnliches besorgen und 1 - 2 x die Woche geben.

    Ok, danke für die Info. Werd mal bei der Tierärztin nachfragen, ob sie das vor Ort haben, dann muss ichs nicht bestellen. Soll ihr ohnehin noch ein Update geben, da kann ich das gleich beides in einem machen.

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