Verzweifelt beim zähmen

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  • Guten Abend, in meiner Verzweiflung wende ich mich nun an euch:weinen:

    Seit ca. 2 Jahren habe ich 2 Nymphensittiche, zwischendrin sind auch noch 2 Wellensittiche dazugekommen. Ich habe mich im vorhinein sehr viel belesen, nachgefragt und recherchiert.

    Die beiden Nymphensittiche sind aus Volierenhaltung und waren beim Kauf ca. 1 Jahr alt. Sie waren absolut nicht Handzahm oder irgendwie an Menschen gewöhnt und ich weiß auch, dass manche Nymphensittiche nie richtig zahm werden. Aber ich wollte trotzdem um Rat fragen.

    Mein Problem ist, dass ich absolut alles versucht habe, die Beiden auch nur ansatzweise Zahm zu bekommen, aber nichts funktioniert. Ich habe probiert es klassisch mit Hirse(frischkost etc lehnen sie sowieso konsequent ab, egal wie oft oder wie ich es anbiete) anzugehen und falls sie überhaupt mal Interesse am Futter hatten, waren jegliche Fortschritte (z.B. dass einer mal auf meine Hand gekommen ist) am nächsten Tag wie vergessen und seitdem auch nicht mehr möglich.

    Ich habe probiert Futter neben mich zu legen, wenn ich z.B an etwas am PC arbeite, damit sie wenigstens an meine Nähe gewöhnt sind, mich ihnen erstmal ohne meine Hände etc zu nähern und auch regelmäßig zu interagieren und habe meine Aktivitäten in die Nähe des Käfigs verlegt, einfach um sie generell an mich zu gewöhnen. Ich habe auch irgendwann versucht anstatt bei der Fütterung das Futter direkt zu geben, es erstmal auf meiner Hand anzubieten, damit die Herrschaften auch wirklich Interesse haben oder sie in einen kleineren Käfig gelockt, dort meine Hand reingehalten usw usw...

    Ich habe wirklich alles versucht und stand dabei teilweise mehrere Tage hintereinander für mehrere Stunden am Käfig, aber nichts bringt etwas, absolut nichts. Zwischendrin war sogar ein sehr menschenbezogener Welli Teil des Schwarmes, der den Anderen eigentlich hätte zeigen sollen, dass keine Gefahr besteht und welcher dann auch meine Futterangebote immer angenommen hat, wobei die anderen zwar gedrängelt haben, aber nie wirklich gekommen sind.

    Früher hatte ich auch schonmal ungezähmte Wellensittiche aus Volierenhaltung, welche ich innerhalb von ein paar Wochen problemlos zähmen konnte. Ich verstehe einfach nicht was ich noch machen kann und bin natürlich auch frustriert, da ich viel Zeit investiert habe.

    Mein Freund hatte vorgeschlagen, einen Vogel für eine bestimmte Zeit zu trennen und einzeln zu halten um das Interesse am Menschen zu wecken, aber ich möchte ungerne die mentale Gesundheit meines Vogels aufs Spiel setzen. Was haltet ihr davon?

    Es geht mir hierbei nichtmal um mein Vergnügen, sondern einfach darum, dass es für die Tiere und mich unglaublich mehr Stress bedeutet, wenn ich sie dann mal einfangen/transportieren muss (z.B Tierarzt, Umzug, Nachts zum schlafen oder zum Lüften usw) oder alleine darum, dass sie nicht mehr so gestresst sind, wenn meine Hand nur mal zum füttern in den Käfig kommt.

    Falls ihr irgendwelche Ideen habt, gerne her damit, ich bin wirklich am Ende und schon am Überlegen sie an eine Voliere abzugeben, einfach weil es von den Umständen her besser für ungezähmte Vögel scheint.


    Vielen Dank im Vorraus :herz:

  • Mein Freund hatte vorgeschlagen, einen Vogel für eine bestimmte Zeit zu trennen und einzeln zu halten um das Interesse am Menschen zu wecken, aber ich möchte ungerne die mentale Gesundheit meines Vogels aufs Spiel setzen. Was haltet ihr davon?

    Wenn sie Vertrauen fassen sollen (und nicht zwangsfehlgeprägt werden) , dann geht das zu zweit immer besser. Seit meine Scheueste mit meinem Zutraulichsten zusammen ist, ist ist sie deutlich mutiger, traut sich auf den Boden und so etwas. . Dennoch macht sie einen Bogen um mich . .
    Sie wird zu Monatsende 11 und das wird sich auch nicht mehr ändern. Es ist Charaktersache. Ihre Nestschwester , unter gleichen Bedingungen und auch in Riesen-AV großgeworden, ist zwar die zweitscheueste , aber um Längen mutiger - und clickert auch mal.
    Sie haben sich nicht ausgesucht, mit uns zusammen zu zu leben.
    Wir haben es uns ausgesucht, also müssn wir sie nehmen , wie sie sind.

    Die Chaos-Truppe Momo :herz: + Mumm :herz: , Motte :herz: , Maya :herz: + Merlin :herz: + und die Federlose :fuettern:
    Unvergessen: Murmel& Tweety, wo immer Ihr seid - immer im Herzen: die wundervolle :herz: Merline (2005-2013) :herz::herz::herz:
    Und in fassungsloser Trauer um Minim :weinen:
    ___________________________________________________
    Du bist zeitlebens verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast
    Saint-Exupéry, 1900-1944

  • Du bist enttäuscht, weil Du gewisse Vorstellungen hast, wie Deine Tiere sein sollen. Das verstehe ich und den Fehler machen viele in der Vogelhaltung. Vögel sind nun mal keine Kuscheltiere. Man sieht irgendwo einen "zahmen" Vogel und möchte das auch. Du schreibst, Du hast Dich vorher gut informiert, aber diese Informationen waren falsch. Ein zahmer Vogel ist oft fehlgeprägt und sein Leben lang unglücklich und keiner weißoder merkt es.

    Ich verstehe Deine Enttäuschung, weil ich früher auch so war. Ich habe gelernt, dass es auch sehr schön sein kann, die Tiere einfach so zu nehmen wie sie sind. Sie zu beobachten , wie sie miteinander umgehen. Auch wenn sie Dir gegenüber zurückhaltend sind, heißt das nicht, dass sie Dich nicht mögen. Sie akzeptieren Dich als Futtergeber und finden es auch schön, wenn Du leise mit ihnen sprichst. Sie plustern sich auf und kneifen die Augen zu. Lass Deine Hände weg von Ihnen und halte die Hände auf dem Rücken. Die meisten Vögel mögen keine Hände.

    Wenn Du Deine Ansprüche an sie zurückschrauben lernst und sie so liebst, wie sie sind, dann kannst Du lernen mit ihnen zu agieren.

    Ich habe Tierheimvögel und die sind oft sehr traumatisiert. Trotzdem sind sie mit der Zeit nicht mehr so panisch und fassen etwas Zutrauen und das genügt.

    Du hast einen kleinen Schwarm und wenn Du ruhig mit ihnen umgehst, dann haben sie weniger Angst. Einfangen, Transport, Tierarzt etc. ist immer stressig, auch für "zahme" Vögel. Da ist es wichtig, dass Du nicht hektisch wirst. Das überträgt sich auf die Tiere.

    Glaub mir ich habe seit 40 Jahren Nymphensittiche und auch ich finde das nicht schön. Für den Tierarztbesuch ist das aber wichtig und letztendlich vergessen die das auch wieder. Es rettet das Leben Deiner Tiere.

    So und nun hoffe ich, dass Du ein wenig umsetzen kannst und wünsche Dir viel Spaß mit Deiner Bande.

    Hier im Forum bekommst Du Hilfe und wir sind alle fotosüchtig und freuen uns, wenn Du uns Deine Süßen mal zeigst.

    Alles Gute

    Inge und die Jungs und Mädels:

    Baby und Dobby, Yogi und Yuna :verliebt:

    Meine Patenkinder Cuddles, Charlie und Pacy

    Meine Sternenkinder: Charly,Nicky,Merlin,Roberto,Maya,Coco,Felix,Theo,Manjolo,Fussel,Tweety,Butschi,Jonathan,Sudakan,Annika,Gonzo,Elisabeth,Rainbow,FelixSC,Xaver,Kasperle,Peaches,Pünktchen,Willow,Joshi, Pao,Lady und Michi :weinen:

    Gib einem Tier ein Zuhause und es bezahlt mit Liebe :herz:

  • Hallo und herzlich willkommen hier bei uns :blumen: .

    Es gibt da einen Punkt, der mir direkt ins Auge springt:

    Es geht mir hierbei nichtmal um mein Vergnügen, sondern einfach darum, dass es für die Tiere und mich unglaublich mehr Stress bedeutet, wenn ich sie dann mal einfangen/transportieren muss (z.B Tierarzt, Umzug, Nachts zum schlafen oder zum Lüften usw) oder alleine darum, dass sie nicht mehr so gestresst sind, wenn meine Hand nur mal zum füttern in den Käfig kommt.

    Fängst du sie wirklich ein, wenn sie abends in die Voliere sollen oder weil du lüften möchtest, also regelmäßig? Das wäre ein absolutes Nogo, das jedes kleine, zarte Pflänzchen an Vertrauen komplett wieder zerstört. Und das geht definitiv anders.

    Nymphensittich Wegweiser - Zurück in den Käfig

    Das wäre also das wichtigste, das sein zu lassen. Ich hatte auch so einen Vogel, der scheinbar ständig eingefangen wurde als er aus dem Tierheim zu uns gekommen ist. Er ist nie zahm geworden, hat mir aber nach dem ein oder anderen Jahr immerhin aus der Hand gefressen. Richtig zahm wurde er nie mehr, aber ich habe auch nie wieder einen so panischen Vogel gesehen. Der ist zu Anfang in einer (für damalige Verhältnisse schon recht großen) Voliere von 1,10 m x 80 cm Grundfläche, panisch hin und her geflogen, wenn man nur davor stand. Das zu ändern braucht viel Zeit und ein völlig anderes Verhalten als er es kannte. Nichts musste alles darf. Ihn in die Voliere zu bekommen, war einfach. Er ist einfach den anderen hinterher in die Voliere gegangen.

    Ansonsten:

    und falls sie überhaupt mal Interesse am Futter hatten, waren jegliche Fortschritte (z.B. dass einer mal auf meine Hand gekommen ist) am nächsten Tag wie vergessen und seitdem auch nicht mehr möglich.

    Das ist normal. Aber eigentlich sollte er das schon wieder machen, wenn er nicht nur deshalb zum Futter ist, weil er solchen Hunger hatte. Das ist eine weitere regel:

    Lass deine Vögel nicht hungern, damit sie ihre Angst vor der Hand überwinden.

    Ich weiß jetzt nicht, ob du sowas versucht hast, aber im Netz kursieren solche Tipps. Und das ist nicht nur tierschutzwidrig, sondern bringt auch kein echtes Vertrauen für eine tolle Partnerschaft zwischen Mensch und Tier.

    Ich habe auch irgendwann versucht anstatt bei der Fütterung das Futter direkt zu geben, es erstmal auf meiner Hand anzubieten, damit die Herrschaften auch wirklich Interesse haben oder sie in einen kleineren Käfig gelockt, dort meine Hand reingehalten usw usw...

    Nymphensittiche benötigen immer Futter. Sie haben einen schnellen Stoffwechsel und dürfen nicht hungern. Sie dürfen natürlich vor der nächsten Fütterung Appetit haben. Das heißt, das Körnerfutter sollte immer so bemessen sein, dass es noch wenige (dann sicherlich unbeliebte) Reste in den Schalen gibt, bevor das nächste Körnerfutter gegeben wird. Die Menge ist auch immer mal anders, z.B. weil die Außentemperatur sich ändert und somit regelmäßig anzupassen. Im Sommer, wenn es heiß im Raum ist, brauchen sie weniger Futter als im Winter, wenn es kühler ist. Schon wenige Grad Abweichung führen zu einem anderen Bedarf.

    Zwischendrin war sogar ein sehr menschenbezogener Welli Teil des Schwarmes, der den Anderen eigentlich hätte zeigen sollen, dass keine Gefahr besteht und welcher dann auch meine Futterangebote immer angenommen hat, wobei die anderen zwar gedrängelt haben, aber nie wirklich gekommen sind.

    Besser wäre es gewesen noch zwei Nymphies dazu zu nehmen. Sie führen zu mehr Sicherheit, weil sie dann einen Schwarm haben.

    Wie verhalten sie sich denn gegenüber den Wellis? Weichen sie ihnen aus? Haben die Arten getrennte Volieren oder sind sie in der gleichen? Ist die Anzahl von Wellis und Nymphies gleich, ziehen die Nymphies oft den kürzeren, weichen aus und fühlen sich nicht mehr so wohl. Wenn hier jemand fragt empfehlen wir mehr Nymphies zu halten als Wellis oder sich auch nur auf eine Art zu konzentrieren. Für deinen Zahmheitswunsch hättest du besser zwei zutraulichere Nymphies dazu genommen. Davon hätten sicherlich alle profitiert.

    Aber grundsätzlich sollte es auch nicht so wichtig sein, wie zahm nun die Vögel sind. Macht es dir keinen Spaß ihnen zuzusehen, wie sie Spielzeug bearbeiten oder den Freiflug nutzen, baden oder auf dem Boden in der Einstreu suchen? Was bietest du ihnen denn zur Beschäftigung an?

    Off Topic:

    edit: Noch eine Frage zu deinem Avatar. Hast du das selbst gezeichnet und wenn ja, abgemalt oder ist das auch ein eigenes Motiv? Wenn es nicht selbst gemalt ist oder auch abgemalt, dann müsstest du es bitte entfernen. Im gesamten Forum sind nur eigene Bilder erlaubt. Bitte die Copyrightregeln beachten :danke: .

    Liebe Grüße :winke:
    Susi und das vereinte Staubwedel Fluggeschwader Luzie & Luke, Luise und Lili
    Für immer im Herzen :herz: Paula - 02.03.2010 * Pepe - 09.03.2010 * Maxi - 19.07.2012 * Ella - 14.09.2016 * Sunshine - 23.09.2018 * Chilli - 18.11.2019 * Luna - 25.08.2021 * Coco - 07.04.2023 * Emma - 17.04.2023 * Dienstag - 29.11.2023 * Justus - 04.02.2025 :herz:

    Nymphensittich Wegweiser - über Nymphensittiche - Neu im Forum? Wie geht das hier?

    🕊 Selig sind, die Frieden stiften. - Matthäus 5,9 🕊

  • Zum Thema Transportbox kann ich nur sagen, das meine beiden Holly&Hector ihre Transporttasche lieben. Es war etwas Arbeit sie daran zu gewöhnen, aber jetzt fliegen sie direkt rein sobald sie dieses sehen. So hab ich vorher die Vögel von einem Stockwerk ins andere im Haus transportiert und als Holly sich mal eine Kralle ausgerissen hatte und panisch im Zimmer herum geflogen ist( sie hatte wirklich stark geblutet) hab ich direkt die Transportbox geholt und sie ist direkt rein geflogen.

    Ich hatte die Transportbox anfangs im offen im Zimmer stehen gehabt mit Hirse drinnen. Es hat mindestens 2 Wochen gedauert bis sie sich dem ding genähert haben ,aber es wurde von Tag zu Tag besser. Irgendwann sind sie immer rein und ich hab die Box leise redend zu gemacht und sofort wieder geöffnet bis sie irgendwann gar keine Angst mehr hatten. Was ich damit sagen will ist,das es lange dauert aber wenn sich die Vögel erstmal daran gewöhnt haben es wirklich total hilfreich und nützlich sein kann. Aktuell trainiere ich mit meinen 2 neuen Nymphensittichen auch ds gewöhnen an die Box.

  • Hallo foxy&freddy und herzlich willkommen im Forum :welcome:

    Grundsätzlich schließe ich mich meinen Vorrednern an, habe aber auch noch ein paar Fragen und Ergänzungen.

    Um zahm zu werden, müssen sich deine Vögel wohl und sicher fühlen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sie sich dir, der du zigmal größer und schwerer bist zuwenden. Daher:

    Wo steht dein Käfig im Verhältnis zum Fenster? Er sollte nicht am Fenster stehen. Deine Vögel müssen sich vor Fressfeinden verstecken können. Dass die Glasscheibe sie vor Falken und Sperbern schützt wissen sie nicht.

    Steht dein Käfig mit zwei Seiten zur Wand? Das sollte er. Nymphensittiche sind Flucht- und Beutetiere. Eine Standort frei im Raum bedeutet für sie dauerhafte Sichtbarkeit von allen Seiten und damit dauerhaften Stress.

    Steht dein Käfig hoch genug? Die höchste Sitzgelegenheit sollte über deinem Augenniveau sein. Ein Fluchttier muss die Lage im Blick behalten können.

    Ist dein Käfig groß genug? Deine Vögel müssen einander ausweichen können, auch wenn sie keinen Freiflug haben.

    Ich habe wirklich alles versucht und stand dabei teilweise mehrere Tage hintereinander für mehrere Stunden am Käfig

    Hast du dabei auch ihre Körpersprache beobachtet? Wenn sie sich zurückziehen oder sonstige Zeichen von Unbehagen zeigen, musst du dich auch zurückziehen. Wenn du das nicht tust, wirst du ihr Vertrauen nicht gewinnen, weil sie lernen, dass sie aus einer Situation, die ihnen nicht angenehm ist nur durch Flucht entkommen können.
    Wenn du aber auf ihr Abwehrverhalten eingehst und dich deinerseits zurückziehst, wissen sie, dass sie verstanden werden. Ohne das geht es nicht.

    allzeit freundliche Grüße von Judith mit Hubert (*2000), Pearl (*2012), Jack (*2012) und Glöckchen (*2023?) :winke:
    Für immer bei uns: Dickie (*1991 - 03.12.2016) :herz: Molly (*2003 - 02.03.2018) :herz: und Lotte (*2016 - 17.08.2023) :herz:

    Einmal editiert, zuletzt von NeueNymphenNanny (29. März 2026 um 15:08)

  • Auch von mir :welcome:

    Als erstmalige Nymphiehalterin verstehe ich deine Frustration sehr gut und ich habe den Eindruck, das ist etwas, durch das die meisten Halter:innen am Anfang durchmüssen. Egal, wie sehr man sich informiert, es gibt so viele Falschinfos und coole Vogelvideos online, die einem die notwendige Erwartungshaltung völlig verzerren und man ist dann erstmal mit der Realität konfrontiert, dass unsere Vorstellung von "zahm" einfach nicht auf die neuen Haustiere zutrifft. Das ist gar nicht so leicht das zu akzeptieren, aber am Ende will man seinen Haustieren ja einfach ein gutes Zuhause bieten und nichts freut mich mehr meinen beiden einfach beim Herumturnen, Fliegen, Fressen oder Schlafen zuzuschauen.

    Ich habe jedenfalls seit 6 Jahren meine beiden Nymphies und ich kann dir sagen, dass beide sich noch nie von mir berühren haben lassen. Sie kommen auch nicht auf mich zu, sondeen gehen mir aus dem Weg und haben sichtlich Angst, wenn ich zu nahe komme. Das ist auch irgendwo klar, denn es sind ja Beutetiere und damit ist Angst bei ihnen eine sehr normale Reaktion, die sie in der Wildnis am Leben hält. Außerdem sind wir für sie unglaubliche Riesen und zwar im 100-1.000fachen Sinn. Sicher finde ich es manchmal schade sie nicht berühren zu können, aber eigentlich bin ich auch froh darüber, dass sie das nicht zulassen, denn das entspricht einfach nicht ihrer Natur.

    Jedenfalls: wenn sie die Kolbenhirse manchmal aus deiner Hand fressen (dh. du hältst die Kolbenhirse uns sie können mit ein wenig Abstand zu deiner Hand davon fressen), dann ist das schon ein voller Erfolg. Mehr als das ist natürlich prinzipiell möglich, aber wie die anderen hier schon sagen, hängt das von der Persönlichkeit und ihrem Vertrauen zu dir ab. Mit Clickertraining ist evtl mehr möglich, aber auch darauf lassen sich nicht alle Nymphies ein. Mit meinem Männchen Charybdis kann ich das durchaus ab und zu ein bisschen machen, mein Mädchen Skylla lässt sich darauf aber gar nicht ein, das ist ihr schon zu riskant.

    Einmal editiert, zuletzt von birb_nerd (29. März 2026 um 13:49)

  • Ich wollte anfangs auch, dass meine Nymphies zahm werden. Ich hab auch alles versucht, mit Kolbenhirse anlocken, langsam mit der Hand nähern usw. Aber bei Kira zum Beispiel hat nichts, absolut nichts gewirkt. Sie war von Anfang an scheu und daran hat sich nichts geändert. Moppelchen kam ganz am Anfang auf die Schulter, hat sich tragen lassen, aus der Hand gefressen usw. Aber das alles hat sie von alleine gemacht! Und dennoch, hat sich das nach der Jungmauser geändert und sie wurde wieder "unzahm".

    Ich hab es ewig lange weiter versucht, aber ohne Erfolg. Irgendwann wurde mir klar, dass es wichtiger ist, dass die sich untereinander verstehen und gut miteinander klar kommen. Und dann hab ich es auch nicht mehr als so wichtig gesehen, dass die zahm werden.

    Mittlerweile fressen die aus der Hand, aber das auch von selbst und nur wenn sie es wollen. Also zumindest die Mädels, die ich schon 8 Jahre hab. Die Jungs, die vor kurzem dazu kamen, sind auch nicht wirklich zahm.

    Bei Nymphies musst du viel viel viel Geduld haben und am besten nichts erzwingen.

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