Vogelhaltung aufgeben wegen Kinderwunsch

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  • Hallo zusammen,

    Ich bin leider wieder am Hadern und weiß nicht, mit wem ich darüber reden soll, da es keiner so gut nachvollziehen kann wie andere Vogelhalter. Mein Mann und ich sind vor 3 Jahren wieder an unseren Wunschwohnort gezogen. Allerdings ist ja unser Haus nun deutlich kleiner als das Haus, was wir vorher hatten - außerdem ist mehr Wohnraum unbezahlbar.

    Für mich war vor 10 Jahren klar, dass ich auf gar keinen Fall Kinder möchte und die Vögel sind meine Babys und ich habe sie auch immer noch sehr doll lieb.

    Aber irgendwie habe ich seit 2 Jahren das Gefühl, Kinder zu wollen und ich unterdrücke das Gefühl irgendwie auch, weil ich mir sage, dass ich mich für die Vögel entschieden habe und es irgendwie ja nicht sein kann, dass sich die Einstellung so ändert. Bei uns im neuen Haus ist es platztechnisch schwierig. Es hat 128 m² und es wäre theoretisch 1 Zimmer frei, wo man sich aber aufgrund der Dachschräge nicht gut bewegen kann. Mein Mann braucht aber unbedingt ein eigenes Büro wegen Home Office und auch wegen Schlafen...

    Der Putzaufwand ist mit dem kleineren Zimmer nicht weniger geworden, im Gegenteil. Seit sie wieder im Haus sind, haben wir wieder deutlich mehr Dreck im Haus und ein halber Tag an den Wochenenden geht wieder allein fürs Putzen drauf.

    Ich habe darüber auch mit meinem Mann gesprochen - er ist ja nicht wirklich ein Tiermensch und ihm entgeht nicht, wie viel Arbeit meine Vögel machen... Er setzt mich nicht unter Druck und macht seinen Kinderwunsch von meiner Entscheidung abhängig, aber sagt ganz klar, dass wir uns entweder für die Vögel oder Kinder entscheiden müssen, da es zu viel Zeit ist, die aufgewendet werden muss und er benötigt ein Zimmer für sich. 🥹 ich wäre ja so schon immer von der Putzerei gestresst, womit er ja nicht ganz unrecht hat. Dazu kommt, dass deswegen mehr Gartenarbeit an ihm hängen bleibt und ich ihm bei Renovierungsarbeiten kaum helfen kann.

    Eine Außenvoliere gibt das Grundstück nicht her und mehr Wohnraum ist ja kaum noch zu finanzieren.

    Ich bin irgendwie sehr traurig darüber, aber ich habe das Gefühl, ich muss mich entscheiden😢

    Ich dachte irgendwie, dass man beides unter einen Hut bringen kann, aber mein Mann möchte es so leider nicht. 😪

    Ich mache mir natürlich auch Gedanken über meine Senioren und vor allen Dingen Charlie. Kann kaum schlafen deswegen.

    Ich muss es mir einfach von der Seele schreiben, denn je mehr ich auch höre, das wer schwanger ist, desto erdrückender wird es für mich und ich habe das Gefühl von großer Traurigkeit und Neid, weil ich diese Erfahrung nicht machen kann. 😮‍💨

  • Hallo,

    Ohje, das ist natürlich ein schwieriges Thema :knuddel: Aber ich denke auch, dass du weißt was dein Herz will. Und wenn dein Kinderwunsch so stark ist, dann würde ich dem nach gehen, bevor du es irgendwann bereust. Das heißt ja auch nicht, dass du deine Vögel sofort aufgeben musst. In den wenigsten Fällen ist man sofort schwanger. Und selbst dann hättest du ja noch Zeit deine Vögel zu vermitteln. Vielleicht klingt das hart, dass ich das so schreibe. Aber der Wunsch nach einem Kind ist ja schon deutlich anders als der Wunsch Haustiere zu haben.

    Liebe Grüße

    Nathalie


    Mit Karl, Geralt und Yennefer

    Und Jimmy, Bubi, Lily, Daisy und Billy die im Regenbogenland die Hirsefelder unsicher machen im :herz::fly:

  • Zunächst einmal finde ich es toll, dass ihr euch darüber vorher so intensive Gedanken machen :knuddel: . Denn das ist ja bei weitem nicht selbstverständlich.

    Ich denke auch, dass du den Wunsch nach Kindern nicht von den Vögeln abhängig machen solltest, aber auch nach einem Weg suchen, das zu vereinen. 7 Nymphies im Wohnraum sind sicherlich zu viel, aber 2 oder gar 4 sollten möglich sein.

    Auch muss das Kind nicht nur unterwegs sein, sondern auch mindestens 3 Monate alt. Mehr will ich dir dazu jetzt auch gar nicht sagen, aber das Kinderkriegen ist nicht immer ein Selbstläufer. Das heißt, erstmal muss es klappen und dafür drücke ich euch alle :daumen: !

    Der Putzaufwand ist mit dem kleineren Zimmer nicht weniger geworden, im Gegenteil. Seit sie wieder im Haus sind, haben wir wieder deutlich mehr Dreck im Haus und ein halber Tag an den Wochenenden geht wieder allein fürs Putzen drauf.

    Ja, man denkt immer, der Putzaufwand wäre mit einem Vogelzimmer geringer, aber das Gegenteil ist wohl eher der Fall.

    Eine Außenvoliere gibt das Grundstück nicht her und mehr Wohnraum ist ja kaum noch zu finanzieren.

    Du könntest doch vielleicht den Außenteil, einfach um ein gedämmtes, kleines Schutzhaus ergänzen oder nicht? Das muss ja auch nicht riesig sein, denn die Außenflächen könntest du sicherlich im Winter so gestalten, dass sie auch bei Kälte nutzbar wäre. Ich weiß jetzt nur nicht, ob das euer einziger Gartenteil war und ihr den Außenteil auch anders verplant habt.

    Ich dachte irgendwie, dass man beides unter einen Hut bringen kann, aber mein Mann möchte es so leider nicht. 😪

    Aber du möchtest sie doch gar nicht abgeben oder? Ich finde es schon echt heftig, das zu verlangen, gerade, wenn es um einen Vogel wie Charly geht, der dich schon so viele Jahre deines Lebens begleitet. Er hat dich mit den Vögeln geheiratet und sollte wissen wie viel sie dir bedeuten, wenn er das womöglich auch nicht teilt.

    Für Arbeit, die zu viel wird, kann man sich Unterstützung suchen. Ja, das kostet eventuell Geld, aber das sollte es einem wert sein. Vielleicht hat aber auch ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft Lust auf Vögel oder ein Rentner oder oder oder. Da muss man dann suchen, wenns soweit ist. Ich kann schon verstehen, dass er nicht möchte, dass "alles" an ihm hängen bleibt. Aber er wird doch auch ein Hobby haben, die ihn Zeit kostet und das er nicht komplett aufgeben wird, weil ein Kind geplant ist. Vielleicht kann man sich da die Zeit besser einteilen, aber mal angenommen, er könnte dann gar nichts machen, wenn das Kind da ist. Das würde ihm auch nicht gut tun und er sollte sich dafür einen Freiraum schaffen.

    Ich mache mir natürlich auch Gedanken über meine Senioren und vor allen Dingen Charlie. Kann kaum schlafen deswegen.

    Dann hast du doch auch die Antwort, dass das nicht geht. Ich denke, ihr solltet da einen Kompromiss finden. Zumindest solange Charlie lebt und vielleicht klappt es dann ja auch gut zusammen mit dem Baby. Vielleicht ist er aber bis es da ist auch schon nicht mehr. Das wünscht sich niemand, aber da steckt man ja leider nicht drin.

    Ich denke, entweder kommst du selber zu dem Schluss, dass dich die Vögel nur noch belasten und du sie abgeben möchtest, wenn das Kind eben da ist und du vorne und hinten nicht mit deiner Zeit zurecht kommst und das Interesse auch einfach anders liegt und das ist leider wirklich nicht selten. Aber wenn du sie vor diesem Punkt abgibst, wirst du es immer bereuen.

    Ein Baby braucht auch nicht gleich ein eigenes Zimmer. Am praktischsten ist es ohnehin man hat es direkt mit im eigenen Schlafzimmer liegen. Vielleicht unterhältst du sich mal mit Lydi . Die hatten das auch so, weil der Platz nichts anderes her gab. Für das Kind ist das bestimmt besser (aus psychologischer Sicht), wenn man es bei sich liegen hat und praktisch ist es auch. Man bekommt mit, wenn was ist und zum stillen muss man nicht einmal aufstehen. Und an Schlaf ist anfangs ohnehin nicht so recht zu denken ;) .

    Ich würde schauen, dass ich vielleicht zwei bis vier der Vögel in den Wohnraum nehmen könnte. Im Sommer könntest du sie wieder raus in den Außenteil setzen. Und an Vermittlung würde ich erst denken, wenn auch sicher ist, dass ein Kind kommt. Dann hast du immer noch genug Zeit, wenn du dich natürlich auch schon umhören kannst.

    Liebe Grüße :winke:
    Susi und das vereinte Staubwedel Fluggeschwader Luzie & Luke, Luise und Lili
    Für immer im Herzen :herz: Paula - 02.03.2010 * Pepe - 09.03.2010 * Maxi - 19.07.2012 * Ella - 14.09.2016 * Sunshine - 23.09.2018 * Chilli - 18.11.2019 * Luna - 25.08.2021 * Coco - 07.04.2023 * Emma - 17.04.2023 * Dienstag - 29.11.2023 * Justus - 04.02.2025 :herz:

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  • hmmm ich hab zwar hin und her überlegt ob ich schreibe, hoffe aber, dass wirklich auch ehrliche Meinungen erwünscht sind...

    obwohl ich denke, Deine Entscheidung ist schon gefallen und Du eigentlich nur eine Beruhigung/Bestätigung für Dein schlechtes Gewissen wünschst bzw. lesen möchtest :knuddel:doch meine Meinung geht in die andre Richtung, ich würde und möchte heutzutage keine Kinder mehr in die Welt setzen, es ist jetzt schon alles schlimm genug und wird nicht (mehr) besser, auch meine Tochter sagt soooo oft, dass sie heilfroh ist keine zu haben

    mehr Wohnraum ist ja kaum noch zu finanzieren

    Kinder kosten auch sehr viel Geld, hab auch das im Hinterkopf, die Wünsche werden immer grösser und damit die Kinder mit den andren mithalten können muss man kaufen, kaufen, kaufen- bekomme ich im Bekanntenkreis mit und Du ja sicher auch

    Ausserdem schreibst Du Kinder also nicht nur eins sondern mindestens zwei... würde dann dafür euer jetziger Wohnraum auf Dauer reichen:gruebel: vor Allem wenn es 1 Junge und 1 Mädchen werden würde ?

    Denk auch mal drüber nach, wie alt Deine schwangeren Mädels um Dich herum sind... jünger als Du ? wenn Deine Altersangabe stimmt, wärst Du auch wenn Du sofort schwanger werden würdest schon im Bereich der Risikoschwangerschaften - muss nicht aber kann - ist auch nicht ohne und wirklich zu bedenken

    Nicht fair finde ich, dass Dich Dein Mann so unter Druck setzt ;(er weiss wie wichtig sie Dir sind und hat Dich mit ihnen genommen, so kannst Du ja gar nicht wirklich frei entscheiden was Du möchtest

    Ich denke auch gerade für Charlie wäre es furchtbar.... und schwanger ist man 9 Monate dann schläft Baby evtl. auch noch ne zeitlang mit im Schlafzimmer - also wenn dann suche sofort und in Ruhe ein neues zuhause für die Kleinen

    :daumen:für "Deine" richtige Entscheidung


    edit: so wie Susi geschrieben hat :top: ists besser als (mein) sofort

    Und an Vermittlung würde ich erst denken, wenn auch sicher ist, dass ein Kind kommt. Dann hast du immer noch genug Zeit, wenn du dich natürlich auch schon umhören kannst.

    Liebe Flattergrüsse :fly: Sabine mit Mümmelchen + Tapsi, Hexi, Poldi, Looki, Tacki und "Nöchle"  :D

    im :herz: en meine Engelchen :engel: Gauner, Drilli, Flöckchen, Winnie, Knöpfchen, Brookie, Bailey, Vivi, Babsi, Joschi, der kleine Muck(i), Knüffchen, Lümmelchen :herz: :weinen:

    Knäulchen, unser Süsser und der kleine Lump :fuettern::weinen:

    Einmal editiert, zuletzt von Mümmelchen & Co (3. Februar 2026 um 11:34)

  • Deinen Thread hatte ich bereits in der Nacht gelesen und seit dem überlegt, ob ich dazu etwas schreibe oder nicht. Zwischen den Zeilen ist herauszulesen, dass du die Vögel gerne behalten möchtest, nur (noch) keine Lösung für die gemeinsame Haltung Vögel/Kind gefunden hast. Irgendwie fügt sich immer alles und die Vorschläge von Susi klingen doch ganz gut.

    Als ich 1994 schwanger wurde stand nie zur Debatte, die Wellensittichhaltung aufzugeben (Nymphensittiche hatten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht). Nie im Leben hätte mein Mann mich vor die Wahl gestellt - entweder Kind oder Vögel. Jahre später, als er eine heftige Allergie gegen die Nymphensittiche entwickelte stand auch da für ihn fest, dass die Vögel bleiben und er sich aus dem Vogel-/Wohnzimmer weitestgehend zurückzieht. Von daher habe ich null Verständnis für die Aussage deines Mannes. (Bei Facebook würde jetzt jemand schreiben "Gib deinen Mann ab, aber nicht die Vögel." :LOL:)

    Überlege dir sehr gut, ob du die Vögel wirklich abgibst, denn wenn du mit deiner Entscheidung nicht im reinen bist wird sie dich ewig verfolgen.

    Liebe Grüße von Martina

  • :knuddel:Es ist gut das du deine Wünsche und Bedenken/Ängste hier nieder schreibst.. aber die Entscheidung darüber was du tust, kannst bzw. "darfst" nur du alleine entscheiden.
    Andere oder ich können dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben, was du vielleicht noch nicht bedacht hast.. einfach auch weil viel zu viel in deinem Kopf rum geht.
    Mit 35 Jahren wird jede Frau die Schwanger werden will, mit dem Wort Risikoschwangerschaft konfrontiert und "muss" sich darauf gut vorbereiten!

    Bevor du dir so viele Sorgen um alles machst.. hast du denn das Thema "Kinderwunsch" schon mal mit deinem Frauenarzt besprochen?
    Denn das sollte die erste Anlaufstelle sein bevor du dir über alles andere den Kopf zerbrichst.

    Die Fragen/Antworten wie lange es dauern kann bis eine Schwangerschaft eintritt, wie hoch das Risiko ist und vor allem "welche" Risiken das sein können etc.. muss dir genau von einem Facharzt beantwortet werden - bevor du unendlich viele andere Schritte gehen willst/kannst.

    Ich kenne in meinem Gesprächskreis ( wir sind eine Gruppe von Frauen unterschiedlicher Nationalität und treffen uns alle 4 bis 6 Wochen ) einige die in einem späteren Alter Kinder bekommen haben, z.B. mit 42 und gesundes Kind aber auch eine andere mit 37 und schwer erkrankten Kind.
    Eine bei der in der Schwangerschaft bei der Fruchtwasseruntersuchung Schäden festgestellt wurden etc..
    Bis eine Schwangerschaft eingetreten ist , war unterschiedlich bei denen... von 5 Monate bis zu 2 Jahren.

    Die Medizin ist heute weit und es gibt viele Frauen die in diesem Alter ihren Kinderwunsch sich glücklich erfüllen..:yes: aber es ist leider auch die Tatsache das bei Frauen ab 35 Jahren die Risiken einfach anders vorhanden sind.
    Ich denke wenn du dieses mal alles klar siehst... dann kannst du dir immer noch Gedanken über das andere machen.
    _______

    Du schreibst das dein Mann dich nicht unter Druck setzt aber er seinen Kinderwunsch nach deiner Entscheidung abhängig macht.. ehrlich gesagt setzt er dich damit ganz schön unter Druck :yes:und das musst du ihm auch ganz klar sagen.


    Küsschen von Elli und den 6 Rotbäckchen :herz:

  • Ich stand damals unter dem gleichen Hormondruck wie Du und hab alles getan, um schwanger zu werden, was mit 38 nicht so einfach war. Aber irgendwann klappte es und mein Mädchen starb nach der Geburt. Ich hatte keine Chance mehr schwanger zu werden. Aber ich kenne genau Deinen Wunsch, ein Kind zu haben. Ich weiß auch, wie schwer es dir fällt, eine Entscheidung treffen zu müssen.


    Ich habe oft Entscheidungen getroffen, weil ich dachte, daß das richtig und wichtig ist. Aber letztendlich waren das nicht meine Entscheidungen, sondern die meiner Partner.
    Heute habe ich einen neuen Partner mit 2 Kindern und 4 Enkeln und bereue es ein bisschen nicht immer meinen eigenen Weg gegangen zu sein, sondern immer nur darauf bedacht war, es allen Recht zu machen. Frag Dich in einer stillen Stunde einfach, was Dir Dein Herz sagt! Deine Tiere sind auch sehr wertvoll und schenken Dir Liebe.

    Die andere Frage ist: warum geht nicht beides? Wenn nicht mehr beides geht, kannst du immer noch entscheiden, deine Vögel abzugeben. Wünsche dir auf jeden Fall alles alles Liebe.

  • Ich kann dein Dilemma gut verstehen und dass dir das schon die ein oder andere schlaflose Nacht verbracht hat. Meine Erfahrung ist, dass wir uns oft völlig umsonst Gedanken machen und das sich immer ein Weg auftut - manchmal aber zu einem anderen Zeitpunkt, als man denkt und auch anders, als man denkt (quasi nach dem Motto: Der Mensch denkt, aber Gott lenkt). Ich wollte immer Kinder haben und es hat nicht geklappt. Dann wollte ich die Haltung auslaufen lassen und dann kamen Tweety und Chico. Es kommt so, wie es kommen soll.

    Kinder kommen nicht von jetzt auf gleich und manche Paare brauchen ewig, bis es klappt und bei manchen klappt es trotz Kinderwunsch gar nicht. Warum geht ihr die Kinderplanung nicht ganz in Ruhe an und dann kannst du dir immer noch Gedanken über die Zukunft machen, wenn es so weit ist? Eine Schwangerschaft dauert ja auch noch einige Monate. Da wäre noch viel Zeit für eine Vermittlung. Vielleicht hat sich deine Sorge um Charly da von selbst in Luft aufgelöst? Oder es ergibt sich eine Lösung, die du aktuell nicht siehst (wenn ich dran denke, wie lange ich dachte, dass es keine Bella mehr gibt - und dann war sie einfach da - aus dem Nichts ...)? Ich glaube fest daran, dass sich eine Lösung finden lassen wird, wenn es so weit ist.

    Meine weiteren Gedanken dazu: Es suchen z.B. immer wieder Leute auch Vögel auf Zeit. Das ist eine Möglichkeit, die mir einfällt. Oder du bringst die Vögel irgendwo unter, wo du den Kontakt zu den Vögeln aufrecht erhalten kannst. Auf der Pflegestelle, von der ich Tweety und Chico geholt habe, war so ein Paar, das nicht vermittelt werden konnte, da der Kontakt zur ehemaligen Halterin aufrecht erhalten werden sollte.

    Ich würde jetzt auf jeden Fall nur wegen dem Kinderwunsch noch gar nicht über eine Abgabe nachdenken. Erst dann, wenn sich tatsächlich ein Kind ankündigt. Dann hast du immer noch genug Zeit, dir über die Zukunft der Vögel Gedanken zu machen. Stell dir einmal vor, du gibst die Vögel ab und dann klappt es nicht mit dem Kind. Das fände ich sehr traurig für alle.

    Viele Grüße von Polluxs Federbällchen und natürlich von mir

    Einmal editiert, zuletzt von Pollux (3. Februar 2026 um 19:19)

  • Für mich war vor 10 Jahren klar, dass ich auf gar keinen Fall Kinder möchte und die Vögel sind meine Babys und ich habe sie auch immer noch sehr doll lieb.

    Aber irgendwie habe ich seit 2 Jahren das Gefühl, Kinder zu wollen

    Hast du dich mal hinterfragt woher das neue Gefühl kommt?

    Denn je nachdem, was die Ursache ist, könnte es auch einfach nicht den gewünschten Ausgang haben, wenn der aktuelle Kinderwunsch nur eine scheinbare Lösung für ein anderes Problem sein sollte.

    Ein paar Denkanstöße zu möglichen Ursachen, was sonst dahinter stecken könnte (nicht vollständig):

    • Druck durch Erwatungen von anderen (Famlie, Freunde, Bekannte, Gesellschaft)
    • die Angst etwas im Leben zu verpassen
    • Das Gefühl nichts zu hinterlassen oder (großes) erreicht zu haben
    • Angst im Alter alleine zu sein
    • Hoffnung, dass Kinder in der Beziehung etwas richten und/oder die Verbindung zu deinem Mann stärkt (quasi als gemeinsames Projekt)
    • rosa-rote Brille durch Hormone

    Ich habe darüber auch mit meinem Mann gesprochen - er ist ja nicht wirklich ein Tiermensch und ihm entgeht nicht, wie viel Arbeit meine Vögel machen... Er setzt mich nicht unter Druck und macht seinen Kinderwunsch von meiner Entscheidung abhängig, aber sagt ganz klar, dass wir uns entweder für die Vögel oder Kinder entscheiden müssen, da es zu viel Zeit ist, die aufgewendet werden muss und er benötigt ein Zimmer für sich. 🥹 ich wäre ja so schon immer von der Putzerei gestresst, womit er ja nicht ganz unrecht hat. Dazu kommt, dass deswegen mehr Gartenarbeit an ihm hängen bleibt und ich ihm bei Renovierungsarbeiten kaum helfen kann.

    Ohne deinen Aufwand mit deinen Vögeln zu kennen, würde ich mal behaupten, dass ein Kind (oder mehr) noch deutlich mehr Zeit und Geld braucht.
    Daher kann ich deinen Mann auch gut nachvollziehen, vor allem, wo der Aufwand jetzt schon merklich hoch sei.
    Und einfacher bzw. stressfreier würde es mit einem Kind mindestens in den ersten Jahren sicherlich nicht werden.

    Sofern dein Kinderwunsch wirklich als solcher vorhanden sein sollte, lautet die Frage am Ende wohl eher: möchtest du dich von deinen Vögeln trennen, für jemanden, den du (noch) nicht kennst?


    Er setzt mich nicht unter Druck und macht seinen Kinderwunsch von meiner Entscheidung abhängig, aber sagt ganz klar, dass wir uns entweder für die Vögel oder Kinder entscheiden müssen, da es zu viel Zeit ist, die aufgewendet werden muss und er benötigt ein Zimmer für sich.

    Für jemanden wie ihn, der - so wie ich es verstehe - dachte, er hätte eine Ehe ohne Kinder vor sich, kommt er dir da schon sehr entgegen.

    Ich weiß ja nicht, wie er dir das "entweder-oder" gesagt hat, aber so wie ich es lese, scheint es rational eine faire Bedingung bzw. Grenze seinerseits, damit eure Beziehung aus seiner Sicht noch funktionieren kann.

    Ausgehend von den Infos zu eurer Beziehung, die wir hier haben.

    Einmal editiert, zuletzt von jaco (4. Februar 2026 um 21:52) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von jaco mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich habe darüber auch mit meinem Mann gesprochen - er ist ja nicht wirklich ein Tiermensch und ihm entgeht nicht, wie viel Arbeit meine Vögel machen... Er setzt mich nicht unter Druck und macht seinen Kinderwunsch von meiner Entscheidung abhängig, aber sagt ganz klar, dass wir uns entweder für die Vögel oder Kinder entscheiden müssen

    Doch, er setzt Dich unter Druck mit dieser Aussage und mit dieser:

    Ich dachte irgendwie, dass man beides unter einen Hut bringen kann, aber mein Mann möchte es so leider nicht. 😪

    und mit dem Vorwurf,wie viel Arbeit er jetzt schon übernehmen würde.
    Das würde mich hellhörig machen.


    Edit:Hast Du mal daran gedacht, etwas ehrenamtlich mit Kindern zu machen?.
    Ich selber war mal recht sicher, dass ich keine Kinder möchte, aber noch nicht zu 100%.
    Nachdem ich ein Jahr lang in einem Kinderladen gearbeitet habe,wusste ich, dass ich Kinder zwar mag,es auch mag ,mit ihnen zu arbeiten, aber dass es mir unmöglich wäre , eigene zu haben. (meine Kraft reichte schon dafür nicht,mein Erschöfungssyndrum begann und ich merkte, wieviel unaufgearbetete eigene Kindheitserfahrungen in mir schlummerten )
    Es könnte ein Test für Dich selber sein (unabhängig von den räumlichen Verhältnissen und von Deinem Mann) was Du unter einen Hut bekommen kannst und was nicht. Und was Dir wirklich wichtiger ist, wenn es nicht unter einen Hut zu bekommen ist für Dich.

    Die Chaos-Truppe Momo :herz: + Mumm :herz: , Motte :herz: , Maya :herz: + Merlin :herz: + und die Federlose :fuettern:
    Unvergessen: Murmel& Tweety, wo immer Ihr seid - immer im Herzen: die wundervolle :herz: Merline (2005-2013) :herz::herz::herz:
    Und in fassungsloser Trauer um Minim :weinen:
    ___________________________________________________
    Du bist zeitlebens verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast
    Saint-Exupéry, 1900-1944

    5 Mal editiert, zuletzt von karine (5. Februar 2026 um 11:31)

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