Hallo ihr Lieben,
lang (beinahe zwei Jahre) ists her, dass ich mich hier hab blicken lassen
In der Zeit hat sich bei mir sehr viel verändert und ich bin wieder gekommen, um nach Rat zu fragen. Bitte verurteilt mich nicht zu früh, ich fühle mich selbst für meine aktuellen Gedankengänge schon (zurecht) absolut egoistisch. Mein Partner und ich lieben die zwei Federbälle über alles, weswegen uns das auch sehr schwer fällt. Seit knapp 1 1/2 Jahren arbeitet mein Partner mehrere Tage im HomeOffice. Da dies in den anderen Räumen der Wohnung (3-Zimmer) nicht möglich ist, haben wir ihm einen Schreibtisch im Vogelzimmer aufgebaut. In diesem Zusammenhang haben die beiden immer weniger Freiflug bekommen, der sich mittlerweile wirklich extrem beschränkt hat. Hinzu kommt, dass meine Lungenprobleme immer schlimmer werden. Mehrmals in der Woche wache ich nachts auf und bekomme keine Luft mehr. Auch wenn ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen kann, dass dies mit den Vögeln zu tun hat, so verbringe ich sehr viel Zeit in dem Raum und weiß, wie schlimm der Vogelstaub für meine Lunge eigentlich ist. Dinge, die mich früher nicht gestört haben wie beispielsweise der Lärm oder der Dreck nehme ich mittlerweile viel deutlicher wahr. Ich arbeite im Kindergarten und der Lärm der beiden (auch wenn er natürlich immer nur ein paar Minuten anhält) ist teilweise nach einem langen Arbeitstag mit viel Lärm einfach kein richtiger Feierabend.
Ich weiß, dass sie woanders glücklicher sein könnten. Sie hätten mehr Artgenossen, den ganzen Tag Freiflug, vielleicht könnten Artgenossen ihnen sogar zeigen, wie lecker Gemüse und co. sein kann (lehnen sie hier vehement ab), keine Ahnung. Mein Partner und ich fühlen uns egoistisch weil wir sie trotz all dieser Gedanken einfach nicht gehen lassen können. Wir lieben sie. Mein Partner singt jeden Tag mit dem Hahn. Sie werden nicht vernachlässigt aber trotzdem können wir ihnen nicht alles geben, was sie brauchen. Wir wissen das.
Ich weiß nicht, was genau ich eigentlich hören will. Vielleicht wollte ich auch einfach mal nur rauslassen, was aktuell in mir vorgeht. Ich weiß nur, dass ich mich ganz, ganz schrecklich damit fühle, wie es aktuell ist. Wenn ich mir vorstelle, sie abgeben zu müssen, erinnere ich mich an eine Situation vor etwa zwei Jahren in der ich dachte, Perle sei gestorben und ich einen Nervenzusammenbruch hatte. Ich weiß nicht, ob ich damit umgehen kann, sie abzugeben nachdem wir so viel miteinander durchgemacht haben. Mit dem Hahn habe ich nicht eine ganz so enge Bindung, er hängt eher an meinem Partner. Realistisch weiß ich, würde dem Hahn was passieren, würde ich Perle einen neuen Partner besorgen. Würde allerdings ihr etwas passieren..ich könnte die Haltung nicht fortführen. Und deswegen fühle ich mich so egoistisch. Ich halte an ihr fest, obwohl sie woanders glücklicher sein könnte. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meinen Gedankenwirrwarr durchzulesen.![]()
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