Hallo an alle,
hab mich hier mal in der Hoffnung auf Hilfe angemeldet. Ich hab hier nämlich einen waschechten kleinen Problemfall sitzen und würde mich über Unterstützung oder falls jemand eine geeignete Anlaufstelle weiß freuen. Erstmal die Geschichte:
Vor ungefähr 2 Monaten war ich bei einem Bekannten im Laden (kein Tierladen oder sowas) und er wollte mir im hinteren Bereich was zeigen. Zufällig an der Werkstatt vorbei gekommen, seh ich da hinten in der Ecke einen Käfig mit einem seeeeeeeeehr gerupften nymphensittich stehen.
Natürlich gleich "momentmal, was denn da los?" Und die Story tut weh:
Der gute muss ihm vor über 20 Jahren zugeflogen sein und damals schon etwas gerupft ausgesehen haben. Eingefangen, in einem Käfig gesetzt, jemanden gesucht der ihn übernehmen kann. Aber da keiner Interesse an einem nackigen Nymphen hatte ist er dort dann geblieben. Bis vor kurzem. Staubig, ohne Ausblick, einfach zum heulen.
Auf die schnelle eine Voliere her, schön eingerichtet und den jungen dann so schnell wie möglich dort raus geholt. Er hat jetzt einen Platz für sich, kann auch vom Käfig aus zum Fenster raus schauen, Vogellampe, Beschäftigungsspielzeug, hochwertige Nahrung usw. Käfig eigentlich auch solange ich daheim bin offen das er raus kann um sich mal die Flügel zu strecken und vertreten. Abstützen kann er, fliegen ist mehr Auslegungssache. Aber er hat sich die letzten Wochen auch nur drei Mal raus getraut obwohl er durchgehend die ich Möglichkeit für hat (gefühlt würde ich sagen er hat's probiert und findet es innen besser).
Das hier noch nicht alles optimal für einen Nymphen ist war klar. Musste echt schnell gehen damit er nicht noch einen Winter in der zugigen Werkstatt verbringt. Ziel war erstmal das er da raus kommt, optimieren kann man dann immernoch. Partnersuche auf lange Sicht war auch angedacht. Aber sollte halt ähnlich alt sein wie der kleine Fratz. Aber zu allererst musste er mit dem rupfen und sich blutig picken aufhören bzw das so weit wies geht zurück fahren. Rupfen tut er nicht mehr (ist auch nicht mehr viel zum rupfen da), blutig picken bekomm ich leider nicht abgestellt. Rumpfspielzeug nimmt er gar nicht an. Was man mit einem hirsekolben macht hat er nach drei Wochen raus gefunden.
Uff, bis hierhin schon lange Story und danke an alle die noch mitlesen. Jetzt mein Problem: er hat angefangen den ganzen Vormittag zu schreien. Sehr laut..und sehr durchgehend. 8 Uhr geht's los, 12:30 Uhr ist dann das Tagessoll erfüllt. Die Wohnung hier ist auch nicht wirklich auf einen Vogel ausgelegt. Klein und hellhörig. Das ganze geht jetzt seit zwei Wochen richtig los. Mir fehlt der Schlaf, was wiederrum meine insomnia triggert wodurch ich noch weniger schlaf bekomm usw. Ich hab nur noch Kopfschmerzen, bin müde, abgeschlagen und unglaublich reizbar. Und muss mir langsam eingestehen dass das hier vielleicht besser ist als wo er herkommt, aber nicht die optimale Lösung.
Kennt jemand hier jemanden der sich mit solchen Fällen auskennt oder die sogar als Gnadenplatz aufnehmen kann um den Bedürfnissen gerecht zu werden? Ich bin inzwischen sehr ratlos und erschöpft. So kann es erstmal nicht weiter gehen. Über Hilfe und Rat wäre ich super dankbar.
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