Kleiner Problemfall - brauche Hilfe

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  • Hallo an alle,

    hab mich hier mal in der Hoffnung auf Hilfe angemeldet. Ich hab hier nämlich einen waschechten kleinen Problemfall sitzen und würde mich über Unterstützung oder falls jemand eine geeignete Anlaufstelle weiß freuen. Erstmal die Geschichte:

    Vor ungefähr 2 Monaten war ich bei einem Bekannten im Laden (kein Tierladen oder sowas) und er wollte mir im hinteren Bereich was zeigen. Zufällig an der Werkstatt vorbei gekommen, seh ich da hinten in der Ecke einen Käfig mit einem seeeeeeeeehr gerupften nymphensittich stehen.

    Natürlich gleich "momentmal, was denn da los?" Und die Story tut weh:

    Der gute muss ihm vor über 20 Jahren zugeflogen sein und damals schon etwas gerupft ausgesehen haben. Eingefangen, in einem Käfig gesetzt, jemanden gesucht der ihn übernehmen kann. Aber da keiner Interesse an einem nackigen Nymphen hatte ist er dort dann geblieben. Bis vor kurzem. Staubig, ohne Ausblick, einfach zum heulen.

    Auf die schnelle eine Voliere her, schön eingerichtet und den jungen dann so schnell wie möglich dort raus geholt. Er hat jetzt einen Platz für sich, kann auch vom Käfig aus zum Fenster raus schauen, Vogellampe, Beschäftigungsspielzeug, hochwertige Nahrung usw. Käfig eigentlich auch solange ich daheim bin offen das er raus kann um sich mal die Flügel zu strecken und vertreten. Abstützen kann er, fliegen ist mehr Auslegungssache. Aber er hat sich die letzten Wochen auch nur drei Mal raus getraut obwohl er durchgehend die ich Möglichkeit für hat (gefühlt würde ich sagen er hat's probiert und findet es innen besser).

    Das hier noch nicht alles optimal für einen Nymphen ist war klar. Musste echt schnell gehen damit er nicht noch einen Winter in der zugigen Werkstatt verbringt. Ziel war erstmal das er da raus kommt, optimieren kann man dann immernoch. Partnersuche auf lange Sicht war auch angedacht. Aber sollte halt ähnlich alt sein wie der kleine Fratz. Aber zu allererst musste er mit dem rupfen und sich blutig picken aufhören bzw das so weit wies geht zurück fahren. Rupfen tut er nicht mehr (ist auch nicht mehr viel zum rupfen da), blutig picken bekomm ich leider nicht abgestellt. Rumpfspielzeug nimmt er gar nicht an. Was man mit einem hirsekolben macht hat er nach drei Wochen raus gefunden.

    Uff, bis hierhin schon lange Story und danke an alle die noch mitlesen. Jetzt mein Problem: er hat angefangen den ganzen Vormittag zu schreien. Sehr laut..und sehr durchgehend. 8 Uhr geht's los, 12:30 Uhr ist dann das Tagessoll erfüllt. Die Wohnung hier ist auch nicht wirklich auf einen Vogel ausgelegt. Klein und hellhörig. Das ganze geht jetzt seit zwei Wochen richtig los. Mir fehlt der Schlaf, was wiederrum meine insomnia triggert wodurch ich noch weniger schlaf bekomm usw. Ich hab nur noch Kopfschmerzen, bin müde, abgeschlagen und unglaublich reizbar. Und muss mir langsam eingestehen dass das hier vielleicht besser ist als wo er herkommt, aber nicht die optimale Lösung.

    Kennt jemand hier jemanden der sich mit solchen Fällen auskennt oder die sogar als Gnadenplatz aufnehmen kann um den Bedürfnissen gerecht zu werden? Ich bin inzwischen sehr ratlos und erschöpft. So kann es erstmal nicht weiter gehen. Über Hilfe und Rat wäre ich super dankbar.

  • Ich bin sicherlich nicht die beste Ratgeberin in solchen Angelegenheiten hier und hoffe, dass Dir noch andere wie Susi oder Peppie antworten werden.

    Ich selbst bzw. wir als Familie haben zwei 7jährige Nymphensittiche. Die rufen oder singen aus verschiedenen Gründen - Morgengesang, um den Tag zu begrüßen und jemand zu wecken, der ihnen Frühstück bringt. Wenn das länger dauert mit dem Frühstück, dann ändert sich auch der Ton. Alarmschreie, wenn mal wieder der Postbote geläutet hat - dann wird wenn möglich auch gleich mal eine paar Runden geflogen. Rufe nach dem anderen Vogel, wenn einer aus dem Käfig geflogen ist. Besonders, wenn einer den anderen gerade nicht sehen kann - so eine Art "Hey, komm doch auch hierher". Und wenn Sie mich im Treppenhaus hören, dass ich gerade heimkomme, dann rufen sie auch schon mal.

    Generell sind Nymphensittiche sicher nicht die leisesten Tiere. Und sowohl man selbst als auch andere Hausbewohner müssen sich an den Lauten erfreuen können - wir haben da Glück, die anderen Mietparteien stören sich nicht daran.

    Wie groß ist denn die Voliere, die Dein Vogel hat? Ich frage, damit die Erfahreneren gleich schreiben können, ob Du noch einen zweiten Nymphensittich dazuholen könntest. Schreien bzw. Rufen kann durchaus der Wunsch nach Unterhaltung sein.

    Und in welcher Gegend bzw. in welchem Bundesland wohnst Du? Dann kann man Dir leichter "lokale" Tipps geben.

  • Gesang ist das eine. Aber das ist dieses sehr hohe kreischen. Und ich weiß nicht wirklich was er mit sagen mag. Futter isses nicht, Vogellampe an auch nicht, vogellampe aus auch nicht, Gesellschaft auch nicht, Fernseher leicht an auch nicht, leise Musik auch nicht, vorlesen auch nicht..

    Gegen das normale gezwitschert hätte ich echt nix. Hatte früher auch paar Jahre die Nymphen meiner Ex im Zimmer stehen und auch da ging's. Es ist wirklich dieses kreischende schreien das mich fertig macht.

    Voliere ist 60x60x150. Laut Literatur zwar nicht ganz ausreichend. Aber den hab ich über Nacht anschaffen können. Größer ist hier platztechnisch auch nur bedingt möglich. Aber immer noch besser als der versteckte Käfig in der Werkstatt.

    Für ihn ist auch vertikalität wichtig denk ich. Fliegen funktioniert ja nur bedingt. Er klettert aber wie ein großer durch die Gegend.

    Und wir kommen aus Bayern.

  • Hallo und herzlich willkommen :welcome:!

    Es ist so super, daß Du nicht weggeschaut hast und den armen kleinen Kerl da rausgeholt hast :top::top::top:Wie furchtbar muß sein Leben gewesen sein unter diesen schlimmen Bedingungen :(Ich schreib einfach mal, was mir alles so einfällt :)

    Ich könnte mir vorstellen, daß er jetzt so langsam wieder zum Leben erwacht und daher so meldet, daß er da ist. Und es werden wohl auch Kontaktrufe sein, ob es wohl noch irgendwo andere Nymphen gibt. Wenn Du magst, kannst Du gerne ein Video davon einstellen. Daß das Schreien nervig ist, ist absolut verständlich. Da heißt es auf Ursachensuche zu gehen. Vielleicht ist er nervös durch den Blick aus dem Fenster, z.B. wenn Wildvögel draußen rumfliegen. Steht die Voli zumindest mit einer Seite an der Wand - das bietet Sicherheit für ihn. Du kannst gerne auch Fotos vom Zimmer und von der Voli einstellen, dann können wir schauen, was ihn stören könnte.

    Daß er sich nach so langer Zeit nicht so raustraut, kann ich mir gut vorstellen. Und das Fliegen hat er auch verlernt, die Muskeln bauen sich ja ab, wenn er so lange nicht fliegen durfte. Mit der Zeit dürfte das besser werden, wenn er sich öfter raustraut. Falls nicht eine alte Verletzung dahintersteckt, um die sich niemand gekümmert hat. Wenn Du zu einem vogelkundigen Tierarzt möchtest - auf der Karte von Mazi kannst Du nach Tierärzten in Deiner Umgebung schauen. Der vogelkundige (wichtig) Tierarzt kann dann auch eine generelle Untersuchung machen und schauen, ob etwas zu behandeln wäre und was Du z.B. mit Zusatz-Futtermitteln für ihn tun kannst, um ihn aufzubauen. Die Karte ist hier Adressen von vogelkundigen Tierärzten

    Wenn Du einen Partnervogel für ihn suchst oder ihn vermitteln möchtest, kannst Du das hier im Forum tun oder auch bei der Federnhilfe https://www.federnhilfe.de/partnervogelvermittlung . Zu einem erfüllten Leben gehört ein anderer Nymph auf jeden Fall dazu.

    Fotos von dem Kleinen wären auf jeden Fall super, auch Nacktfrösche sind sehr bezaubernd :herz:Das Rupfen kommt sicher durch die Verzweiflung, als er so alleine und ohne irgendetwas Schönes in der Werkstatt sitzen mußte. Ein vogelkundiger Tierarzt könnte dazu auch schauen, ob eine organische Ursache zu finden ist.

    Es grüßt Euch

    Corinna

    :fly: mit Rico & Chrissi, Kira & Flobee, Bobby & Nascha, Dayo, Tami, Stany und dem Kniffelchen :fly:
    und für immer im Herzen unsere Schätze Lucy, Mucki, Sissi und Tessa

    4 Mal editiert, zuletzt von Corinna (3. Januar 2026 um 14:47)

  • Einmal Käfig, einmal Nackedei Bild.

    Den Rolladen vor dem Fenster hab ich ihm nachts immer auf Halbmast gestellt damit er da nicht Reiz uberflutet ist.

    Kanbberstangen weiß ich auch das die nicht so cool sind, aber er beschäftigt sich damit zumindest ein bisschen und ich versuch aktuell gesündere selbst zu machen 😄

    Und auf die Glocke werd ich auch öfters angesprochen, das ist ein Teil aus seinem alten Gefängnis. Das und ein Plastik Wellensittich waren da seine Familie.. den Plastikwellensittich hab ich gar nicht erst ein gebaut, die Glocke kann ich ihm aber nicht nehmen, die braucht er auch zur Selbstregulation. Aber ich hoff er nimmt irgendwann die kleine Korkröhre an und kuschelt sich beim schlafen lieber an die damit die Glocke auch raus kann.

    Achso, und die Heizung ist natürlich auch auf Dauer aus. Ist bloß wirklich der einzige Platz wo ich die Voilere hin stellen kann. Wie gesagt, die Wohnung ist und war nie für einen Vogel ausgelegt. Eigentlich bin ich mehr der Hundemensch. Aber ich habe verscht das beste aus den Gegebenheiten für ihn raus zu holen

  • Hallo und herzlich willkommen hier bei uns :blumen: .

    Wie schön, dass du dich der armen kleinen Seele angenommen hast :herz: . Die Haltung klang wirklich grausig.

    Zunächst einmal ist zu sagen, dass er wahrscheinlich nicht wieder mit dem Sich-Aufbeißen aufhören wird. Denke also bitte nicht, dass es daran liegt, dass irgendwas nicht gut genug wäre. Er wird alles, was sich für ihn verbessert sicherlich wahrnehmen und sich daran erfreuen, aber nicht immer kann man damit allen Schaden, die die Vergangenheit angerichtet hat, wieder ausbügeln, leider.

    Davon unabhängig braucht bei den Nymphies alles viel Zeit, sehr viel Zeit. Das Motto lautet also, Geduld, Geduld, Geduld.

    Warst du mit dem denn bei einem vogelkundigen Tierarzt? Die Wunden könnten sich auch infizieren und dann wurde er ein Antibiotikum brauchen. Als Laier erkennt man infizierte Wunden bei Vögeln meist nicht. Das sieht anders aus als bei uns.

    Abstützen kann er, fliegen ist mehr Auslegungssache. Aber er hat sich die letzten Wochen auch nur drei Mal raus getraut obwohl er durchgehend die ich Möglichkeit für hat (gefühlt würde ich sagen er hat's probiert und findet es innen besser).

    Wahrscheinlich durfte er ja vorher gar nicht fliegen. Dann braucht das einfach sehr viel zeit. Die Muskulatur muss sich erst wieder aufbauen und wahrscheinlich wird er auch nie so ein begeisterter Flieger werden, wie ein Vogel, der immer viel fliegen konnte.

    Gegen das normale gezwitschert hätte ich echt nix. Hatte früher auch paar Jahre die Nymphen meiner Ex im Zimmer stehen und auch da ging's. Es ist wirklich dieses kreischende schreien das mich fertig macht.

    Kannst du davon mal ein Video einstellen?

    Habt ihr euch jetzt viel mit ihm beschäftigt?

    Wenn es wirklich Schreien ist, dann hilft nur ein artgleicher, möglichst gegengeschlechtlicher Partner und das so schnell wie möglich. Weißt du denn welches Geschlecht er hat? Stelle gerne mal ein Bild ein. Vielleicht können wir es erkennen.

    Schade, dass du dich jetzt erst meldest, wo es so klingt als stünde es schon fest, dass du ihn abgeben willst. Aber so einfach ist das leider meist nicht mit den Plätzen für diese Tiere. Du kannst ihn bei uns ins Abgabeforum stellen, wenn du ihn direkt vermitteln möchtest:

    Abgabe

    oder es auch bei der Fendernhilfe versuchen.

    Für ihn ist auch vertikalität wichtig denk ich. Fliegen funktioniert ja nur bedingt. Er klettert aber wie ein großer durch die Gegend.

    Vögel sitzen ja am liebsten oben, daher ist so ein Turm auch zum klettern eher ungeeignet. Sie nutzen den unteren Teil nicht, wenn sie von dort nicht auffliegen können, damit sie bei Gefahr schnell wieder oben sind. Besser wäre dann eher etwas, das nicht so hoch, dafür auch gern 2 Meter breit und mindestens 60 cm tief ist. Aber wie du selber sagst, steht erst einmal anderes im Vordergrund.

    Liebe Grüße :winke:
    Susi und das vereinte Staubwedel Fluggeschwader Luzie & Luke, Luise und Lili
    Für immer im Herzen :herz: Paula - 02.03.2010 * Pepe - 09.03.2010 * Maxi - 19.07.2012 * Ella - 14.09.2016 * Sunshine - 23.09.2018 * Chilli - 18.11.2019 * Luna - 25.08.2021 * Coco - 07.04.2023 * Emma - 17.04.2023 * Dienstag - 29.11.2023 * Justus - 04.02.2025 :herz:

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  • Also auf jeden Fall ein großes Kompliment, daß Du die Voli so liebevoll mit abwechslungsreichen Sitzgelegenheiten, Korkbrettchen zum Nagen und Naturholzstangen eingerichtet hast :top:Bei den Seilstangen mußt Du ein bißchen aufpassen, ob er da rangeht. Manche Nymphen fressen leider gerne Fäden, und das kann dann eine Kropfverstopfung geben. Für die Füße sind sie aber toll. Ich sag mal, das ist dann schon ein Erlebnisparadies für ihn. Ich hätte ihm die Glocke auch gelassen :)Die Knabberstangen sind Großsittich mit Sonnenblumenkernen, richtig? Sonnenblumenkerne sind sehr fetthaltig und daher besser nur als besonderes Leckerchen geeignet. Daher sind die Knabberstangen für Wellensittiche etwas positiver. Wenn Du selbst backst, ist das am besten, dann kannst Du den ganzen Zucker vermeiden, der in den gekauften drinsteckt.

    Der Rücken sieht wirklich weh und schlimm aus, der arme Schlumpf :(Ein wildfarbenes Hähnchen ist es auf jeden Fall, also wäre eine Henne schön für ihn. Es kann aber auch sein, wenn er bisher nur sein Spiegelbild (z.B. in der Glocke) als "Gesellschaft" hatte, daß er von wildfarbenen Hähnen begeistert wäre (sieht dann genauso aus wie sein Spiegelbild = wie der bisherige einzige Freund). Ein anderes Hähnchen ist einfacher zu finden, Hennen können länger dauern.

    Wegen des Schreiens könntest Du mal testen, ob eine transparente Gardine vor dem Fenster zur Beruhigung beiträgt. Bei Gardinen bitte den unteren Rand sorgfältig prüfen, am besten aufschneiden. Dort sind oft Bleikügelchen zur Beschwerung drin, und wenn die Nymphen das aufbeißen und verschlucken, ist Ende..

    Es grüßt Euch

    Corinna

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    Einmal editiert, zuletzt von Corinna (3. Januar 2026 um 15:25)

  • Abgeben wollen ist so relativ. Es ist eher ein "kann ich dem gerecht werden oder können das andere besser". Was für mich schon eine schwere Entscheidung ist. Aber nymphensittich sind halt schon anspruchsvolle Tiere. Und der kleine ist ja noch dazu special-needs. Wenn abgeben dann einzig und allein an Plätze die ein Upgrade für ihn sind. Drum wird man den kleinen auch nicht auf Facebook oder Marketplace finden.

    Das mit dem picken weiß ich. Ich erkläre es Gästen immer mit "wie eine Zwangsstörung". Man kann es minimieren. Aber abstellen dürfte so unwahrscheinlich sein wie das nach 20 Jahren rupfen wieder ein volles Federkleid wächst.

    Er benutzt tatsächlich den ganzen Kletterraum, aber zu 75% nur die oberen 75%. Trotzdem macht er viele Kletterrunden und sitzt danach leise zwirschernd und Schnabelknirschend auf seinem Stammplatz.

    Tierarzt hab ich bislang nur Bilder gezeigt. "Normal für Picker, aber sieht nicht krank aus". Auf Hautkrankheiten habe ich da auch schauen lassen. Aber alles nur über Bilder, so Transport stellt für ihn noch eine zu große Belastung da. Und nach der Karte von Corinna sind die nächsten vogelkundigen Tierärzte auch Minimum 100. Km entfernt. Schwierig 😒

    Gestern ist das schreien tatsächlich so exzessiv geworden das ich sicher gehen wollte das da keine Verletzung oder sowas war. Nicht die beste Idee, aber nach durchschnittlich 2h Schlaf das letzte was mir eingefallen ist. Den kleinen aus dem Käfig holen war allein schon ein Kampf. Und er hat's mir wahrscheinlich auch übel genommen. Ich bekomm nur noch die kalte Schulter und werd angefaucht wenn ich mir den Stall anschaue. Beziehungsstreit mit nem nymphensittich stand jetz nicht unbedingt auf meine 2026-Bingokarte.


    Die Knabberstangen sind Großsittich mit Sonnenblumenkernen, richtig? Sonnenblumenkerne sind sehr fetthaltig und daher besser nur als besonderes Leckerchen geeignet. Daher sind die Knabberstangen für Wellensittiche etwas positiver. Wenn Du selbst backst, ist das am besten, dann kannst Du den ganzen Zucker vermeiden, der in den gekauften drinsteckt.

    Ja, genau. Wegen dem Zucker mach ich mir auch Gedanken. Wegen den Sonnenblumenkernen nicht so sehr.die lässt er einfach fallen. Auch im Futter total interessant.

    Die selbstgemachten aus Vogelgrassamen und Futter gemischt sind aktuell noch zu krümelig und fallen zu schnell auseinander. Da muss ich noch rum experimentieren bis das was wird.

    Video muss ich erstmal eins morgen machen. Das war mir von dem Geschrei jetzt nicht das wichtigste bislang 🙈


    Achso, und er hatte bis vor kurzem auch einen Kletterbaum vor dem Käfig um die fehlende Tiefe auszugleichen. Nach vier Wochen hat er sich nicht einmal da drauf getraut. Also ist der jetzt aus Platzgründen erstmal wieder abgebaut und ich versuche ihm mehr Zuversicht zum rauskommen zu geben. Bei offenem Türchen hat er da auch eine kleine Sitzgelegenheiten. Aber ist eher verhalten. Auch wenn ich im anderen Zimmer bin. Er bleibt lieber in seinem kleinen Reich

  • Ja, einfangen ist mit das Schlimmste, was man den Nymphen antun kann. Das Fauchen ist nicht agressiv gemeint, da steckt viel Angst drin.

    Vogelkundige Tierärzte sind leider nicht so dicht gesät... 100 km sind eine nicht ungewöhnliche Entfernung und für die Vögel auch normalerweise kein Problem in einer Transportbox. Eine Beurteilung durch Fotos bringt nicht soviel. Der vogelkundige Tierarzt kann z.B. Abstriche vom Kropf, Kloake und Haut machen und diese anzüchten und schauen, was sich da so tummelt. Empfehlungen für Gesundheitsmittel wie z.B. Korvimin ZVT, Nekton MSA etc. gibts dann garantiert auch.

    Daß er mit dem Schnabel knirscht, ist super, das ist ganz viel Gemütlichkeit. Wenn das Schreien aus Einsamkeit nach einem Partnernymph erfolgt, kann auch ganz schnell Ruhe einkehren, wenn er Gesellschaft hat :yes:Wo Du Dich schon so gut gekümmerst hast - ich würde erstmal zum Tierarzt, einen Nymphenfreund suchen und gucken, was man noch verbessern kann. Schöner machen kann man es den Nymphen immer :]Gute Plätze für Nymphen, gerade für wildfarbene Hähne, zu finden, kann auch eine Herausforderung sein ;)

    Es grüßt Euch

    Corinna

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  • Der Nymphenfreund ist in der aktuellen Lage tatsächlich ein Problem. War ja die anfängliche Intention. Aber sollte etwa gleich alt sein. Und das rupfen und picken sollte soweit zurückgefahren sein das er nicht anfängt das bei einem Mitbewohner zu machen.

    Wenn ich allerdings ganz ehrlich bin hab ich inzwischen zwei unterschiedliche Positionen gelesen: entweder das macht das schreien am Morgen deutlich besser... oder zu Stereo. Und da gab ich aktuell mehr Angst vor als ich hier beschreiben könnte.

  • Aber sollte etwa gleich alt sein. Und das rupfen und picken sollte soweit zurückgefahren sein das er nicht anfängt das bei einem Mitbewohner zu machen.

    Der Partner muss nicht gleichalt sein, nur erwachsen, also kein Jungvogel vom Züchter. Wenn er wirklich schon 20 ist, dann vielleicht so ab 8 Jahren. Das sollte zu finden sein.

    Wenn ich allerdings ganz ehrlich bin hab ich inzwischen zwei unterschiedliche Positionen gelesen: entweder das macht das schreien am Morgen deutlich besser... oder zu Stereo.

    Das kommt darauf an, ob es balzen oder wirklich schreien ist. Bitte stelle doch mal ein Video davon ein (bei Youtube o.ä. hochladen und hier den verlinken). Dann wissen wir worum es hier geht.

    Liebe Grüße :winke:
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  • Aber sollte etwa gleich alt sein. Und das rupfen und picken sollte soweit zurückgefahren sein das er nicht anfängt das bei einem Mitbewohner zu machen.

    Der Partner muss nicht gleichalt sein, nur erwachsen, also kein Jungvogel vom Züchter. Wenn er wirklich schon 20 ist, dann vielleicht so ab 8 Jahren. Das sollte zu finden sein..

    Minimum 20 Jahre. 2005 ist er zugeflogen und in sein Verlies gesperrt worden. Keine Ahnung wie alt er damals schon war.

    Video muss ich erst noch erstellen und dann schauen wir ich das am besten für euch aufarbeite. Da kann ich aber frühestens morgen ab 8 tätig werden

  • Minimum 20 Jahre. 2005 ist er zugeflogen und in sein Verlies gesperrt worden.

    Wahnsinn 8oein wahrer und ganz tapferer Kämpfer :herz::verliebt::herz:, super, dass Du Dich um den kleinen Kerl kümmerst, er hat es wirklich verdient wenn er dort schon so lange durchgehalten hat :daumen::daumen::daumen:und :danke::blumen:

    Liebe Flattergrüsse :fly: Sabine mit Mümmelchen + Tapsi, Hexi, Poldi, Looki, Tacki und "Nöchle"  :D

    im :herz: en meine Engelchen :engel: Gauner, Drilli, Flöckchen, Winnie, Knöpfchen, Brookie, Bailey, Vivi, Babsi, Joschi, der kleine Muck(i), Knüffchen, Lümmelchen :herz: :weinen:

    Knäulchen, unser Süsser und der kleine Lump :fuettern::weinen:

  • Minimum 20 Jahre. 2005 ist er zugeflogen und in sein Verlies gesperrt worden.

    Wahnsinn 8oein wahrer und ganz tapferer Kämpfer :herz::verliebt::herz:, super, dass Du Dich um den kleinen Kerl kümmerst, er hat es wirklich verdient wenn er dort schon so lange durchgehalten hat :daumen::daumen::daumen:und :danke::blumen:

    Wenn ich dir erzähl durch was der allein letztes Jahr noch alles durch musste verlierst du wahrscheinlich den Glauben an die Menschheit 🙈🙈🙈 Ich hoffe wirklich das ich's noch schaffe ihm einen schönen Lebensabend zu bieten. Aber momentan komm ich halt selbst auf dem Zahnfleisch daher

  • Das wird schon :knuddel:Todesstille wird es garantiert nicht, aber das kennst Du sicher von den Nymphen von Deiner Ex. Nymphen können laut sein, das ist ja auch Ausdruck von Lebensfreude, morgens auch gerne die narrischen 20 Minuten, aber für das monotone helle Kreischen über Stunden sollte eine Ursache und Abhilfe zu finden sein.

    Und das rupfen und picken sollte soweit zurückgefahren sein das er nicht anfängt das bei einem Mitbewohner zu machen.

    Deswegen mußt Du Dir keine Sorgen machen, das sind zwei grundverschiedene Sachen. Das Partnerrupfen ist etwas wie übersteigertes Putzen und Kraulen des Partners, das machen auch sehr verliebte Pärchen. Im Gegensatz dazu ist das Eigenrupfen aus Verzweiflung, Juckreiz, Unterflügelekzem etc. Das ist wie beim Fingernägelkauen - jemand, der selbst Fingernägel kaut, wird Dir nicht an die Nägel gehen :LOL:

    P.S.: Wegen des Knabberstangen-Backen - im Wegweiser gibt es dazu ein Rezept https://www.nymphensittich-wegweiser.net/rezepte_detail…berstangen.html

    Es grüßt Euch

    Corinna

    :fly: mit Rico & Chrissi, Kira & Flobee, Bobby & Nascha, Dayo, Tami, Stany und dem Kniffelchen :fly:
    und für immer im Herzen unsere Schätze Lucy, Mucki, Sissi und Tessa

    Einmal editiert, zuletzt von Corinna (3. Januar 2026 um 17:07)

  • Ich hoffe wirklich das ich's noch schaffe ihm einen schönen Lebensabend zu bieten.

    Auf jeden Fall und besser als vorher hat er es nun bei dir eh.

    :idee:Wenn du einen niedrigen Schrank mit 60 cm Tiefe und 150 cm Breite hast könntest du den Käfig dort auf die Seite legen. So hätte der Kleine mehr Platz (Grundfläche dann 60 x 150), den er nutzen könnte und sicherlich auch wird. Die Gitterstäbe wären dann zwar senkrecht, aber aufgrund der niedrigeren Höhe sollte er damit klar kommen.

    Liebe Grüße von Martina

  • Ich hoffe wirklich das ich's noch schaffe ihm einen schönen Lebensabend zu bieten.

    Auf jeden Fall und besser als vorher hat er es nun bei dir eh.

    :idee:Wenn du einen niedrigen Schrank mit 60 cm Tiefe und 150 cm Breite hast könntest du den Käfig dort auf die Seite legen. So hätte der Kleine mehr Platz (Grundfläche dann 60 x 150), den er nutzen könnte und sicherlich auch wird. Die Gitterstäbe wären dann zwar senkrecht, aber aufgrund der niedrigeren Höhe sollte er damit klar kommen.

    Danke für den Tipp, ist aber bei mir aus mehreren Gründen nicht umsetzbar 😅

  • Im Moment ist bei den Nymphen ja wieder die Phase wo sie sich gerne verpaaren etc.. meist so in dieser Jahreszeit.

    Du sagst das er einen Spiegel drin hatte und das man Vögel keinen Spiegel geben sollte ist richtig, aber.. wenn sein Spiegelbild sein Jahrelanger Partner war, dann wird er diesen auch vermissen.
    Eine neue Umgebung ( wenn diese jetzt auch das Paradies für ihn ist ) ist immer etwas Stress und wenn er dann auch noch seinen (Spiegel-) Partner verloren hat.. das kann manchmal zu viel für so eine kleine Seele sein.

    Man sollte eigentlich das ganze alte ( also auch Spiegelbild, Futter wie Knusperstangen etc.. ) mit den neuen langsam vereinen.. das heißt Schritt für Schritt langsam was neues hinzu und etwas altes weg.
    Und man fängt mit dem an was ihm am wenigsten wichtig war bzw. den (Spiegel-) Partner als letztes.

    Ansonsten muss ich sagen das du ganz, ganz toll gehandelt hast und dem kleinen Schatz ein tolles neues Zuhause geschaffen. :herz::blumen:

    Was den Käfig angeht.. ich hatte auch solch einen ( und auch zwei Eckvoliere dieser Art ) meine haben diese unterschiedlich benutzt was oben und unten angeht. Hatte diese dann auch später dann in der Mitte abgeteilt und den in der Höhe so verkürzt.

    Aber da dein Nymphlein >> wie heißt der kleine :herz:Schatz eigentlich << ängstlich/misstrauisch ist, würde ich nicht viel verändern bzw. auch keinen neuen/anderen Voliere/Käfig nun holen.
    Das wären wieder zu viele Veränderungen und neue Eindrücke.. er muss erst einmal mit dem ganzen anderen klar kommen.


    Küsschen von Elli und den 6 Rotbäckchen :herz:

  • Dank dir für die Tipps. Aber nein, er hatte keinen Spiegel drin..eine alte (Messing?)-Glocke und ein Plastik Wellensittich. Den Plastik Wellensittich hab ich nicht mit rein. Die Glocke schon. Kam mir wie das kleinere Übel vor.

    Der Rest war eher nymphensittich ungeeignet. Das meiste war eigentlich für kleinere Vögel ausgelegt, die Stangen waren komplett glatt und dann war noch eine Hängematte drin. Die hab ich aber auch nicht übernommen. Da stand überall das er die als Bruthöhle nutzen könnte und das das rupfen begünstigt. Und gar so viel hat er nicht mehr was er da rupfen könnte.

    Und Name ist ganz banal Chico 😅 war da nicht sehr kreativ

    Einmal editiert, zuletzt von Downraiser (3. Januar 2026 um 19:32)

  • Gesang ist das eine. Aber das ist dieses sehr hohe kreischen. Und ich weiß nicht wirklich was er mit sagen mag. Futter isses nicht, Vogellampe an auch nicht, vogellampe aus auch nicht, Gesellschaft auch nicht, Fernseher leicht an auch nicht, leise Musik auch nicht, vorlesen auch nicht..

    Oh doch, es ist die fehlenden Gesellschaft. Ich kenne diese Schreie. Eines unsere ersten Weibchen hat so geschriehen, jeden Tag von von Morgens bis zum frühen Nachmittag. Nicht auszuhalten. Es sind Schreie nach einem Vogelpartner. Seit dem sie einen Partner hat, schreit sie nicht mehr.

    Und das Rupfen geht für mich in die selbe Richtung. Seelenschmerz auf Grund von Einsamkeit welche dein Vogel so kompensiert.

    Dein Vogel braucht dringend eine gegengeschlechtllichen Partner, dann hört das Schreien auf und du hast Ruhe.


    Gegen das normale gezwitschert hätte ich echt nix. Hatte früher auch paar Jahre die Nymphen meiner Ex im Zimmer stehen und auch da ging's. Es ist wirklich dieses kreischende schreien das mich fertig macht.

    Das kann ich sehr gut verstehen.


    Voliere ist 60x60x150. Laut Literatur zwar nicht ganz ausreichend. Aber den hab ich über Nacht anschaffen können. Größer ist hier platztechnisch auch nur bedingt möglich. Aber immer noch besser als der versteckte Käfig in der Werkstatt.

    Besser als vorher alle male. Und ein zweiter Vogel passt auch noch drin, wenn es viel Freiflug gibt.

    Wenn Du dir langfristig eine größere Wohnung anschaffst, ist sicherlich auch ein größerer Käfig drin.

    Für ihn ist auch vertikalität wichtig denk ich. Fliegen funktioniert ja nur bedingt. Er klettert aber wie ein großer durch die Gegend.

    Ja, unser 4 Nymphen klettern auch sehr gerne und den ganzen Tag in ihrem Käfig. Und was das Fliegen angeht Übung macht den Meister, und macht in Gesellschaft auch mehr Spaß.

    Und wir kommen aus Bayern.



    Was den Käfig angeht, so kann man eine große Korkröhre mit einer Fuchsschwanzsäge zu Krokstückchen und Korkbrettchen zersägen, jeweils 2 Löcher hineinbohren und in unterschiedliche höhen innen im Käfig und außen am Gritter mit Kabelbindern befestigen. So werden alle Ebenen genutzt.

    Vor den Klappen/Öffnungen kann man so auch ein Anflugbrettchen befestigen.

    Man kann auch eine dünnen Kopfweidenast biegen und um die Ecke des Käfigs führen und mit Kabelbindern befestigen. So können die Nymphen außen um den Käfig herum laufen, von einer Seite auf die andere.

    Übrigens macht es meinen Nymphen nichts aus, das der Käfig zum Teil vorm Fenster steht. Allerdings habe ich zusätzlich noch Pflanzen vorm Fenster.


    Liebe Grüße aus dem Münsterland.

    5 Mal editiert, zuletzt von Jan65 (3. Januar 2026 um 20:50) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Jan65 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

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