OP ja oder nein

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  • Hallo ihr Lieben,


    eigentlich bin ich hier immer stille Mitleserin, aber heute benötige ich einmal eure Einschätzung, Erfahrungswerte oder einfach nur mal eine Überlegung.


    Unsere 14-jährige Henne hat ja, wie bereits mal hier im Juni geschrieben, einen Tumor, der direkt am Kehldeckel sitzt (mittlerweile fast erbsengroß). Diesen Tumor (Karzinom) sieht man auch, wenn sie den Schnabel öffnet. Hinzukommt, dass dieser Tumor Sekret absondert, welches verhornt und die Atmung erschwert. Diese Ablagerungen lassen wir immer alle 3 Wochen (ca.) in der Klinik entfernen. Nach dem Entfernen ist unsere Henne immer wie ausgewechselt, da sie dann wieder Luft bekommt und "nur" der Tumor allein die Atmung erschwert (nur in Kombination mit dem Sekret wird es am Ende immer schlimmer).


    Unser behandelnder Tierarzt führte uns bei jedem Behandlungstag immer langsam an das Thema OP heran. Erst mit Beispielen bei anderen Vögeln, dann bei der nächsten Behandlung mit Erfahrungswerten bei denen in der Klinik etc. Er macht es daher schon ganz geschickt, denn bei der letzten Behandlung letzte Woche Montag sagte er ganz klar, dass er dieses Tier, so wie es immer nach der Belagentfernung drauf ist, nicht einschläfern kann und möchte (weil sonst gesund und fit). Er hadert unglaublich damit, denn bevor er wirklich den letzten Schritt gehen muss (was er ja eigentlich nicht will), will er die OP machen - um auch einfach Zeit zu gewinnen.


    Die OP selbst sieht er relativ gelassen. Die Narkose, so sagt er, wär eigentlich nicht mehr das Problem (vor ein paar Jahren hätte dieses noch anders ausgesehen, sagte er ganz ehrlich). Was eher das Problem bereitet, ist der Tumor selbst. Es kann (muss aber nicht, je nachdem wie man operiert) zu Blutungen kommen, die in die Luftröhre laufen und der Vogel dementsprechend erstickt. Er würde daher eine Methode anwenden, mit der man bereits gute Erfolge erzielt hätte - nämlich mit dem heißen Draht/heiße Nadel (legt mich bitte jetzt nicht fest). In dem Fall wird direkt der Tumor möglichst abgetragen (soweit wie es geht, alles wird er nicht entfernen können sagt der TA) und auch alles direkt verödet, so dass es, im optimalsten Fall, nicht zu den riesen Blutungen kommt. Es würde dann eine Kruste entstehen, die dann im Körper verheilt. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass spitzes Futter immer wieder die Kruste aufmacht und es zu bluten beginnt (ein Pflaster kann man ja nicht draufkleben). Die OP selbst würde nur max. 5 Min dauern, also zeitlich überschaubar.


    Ich mache mir eher Gedanken darum, was danach ist....kann sie fressen, kann sie trinken....wie ist die Nachversorgung...übersteht sie das alles....Fragen über Fragen. Andersrum sage ich mir: ob ich sie jetzt einschläfern lasse oder es probiere...es gibt nur hopp oder topp....denn bei jeder Belagentfernung blutet es ja auch, weil er schon Teile der betroffenen Gebiete mit entfernt. es entsteht eine Kruste, fressen kann sie danch...letztendlich wäre die Tumorentfernung das letzte i-Tüpfelchen (und auch eben mit Narkose). Versteht ihr wie ich das meine? Er macht daher regelmäßig schon gefühlt 50% der OP, der letzte Rest fehlt halt noch....nur eben mit Narkose...


    Ich weiß, dass ihr mir die Entscheidung nicht abnehmen könnt - aber wie würdet ihr an die Sache herangehen? Ich habe auch schon gegoogelt, um Erfahrungswerte zu finden - aber hier werde ich leider nicht so fündig, wie ich es erhofft hatte. Habt ihr evtl. noch mal eine andere Sichtweise?


    Liebe Grüße und Danke

    Claudia

    Federn, Fusseln, Flusen, Daunen...is´et nich schön? :putzen::verliebt:

    Immer im Herzen Berta :herz::herz::herz::herz:

  • Schwierig, ich glaube ich würde es machen lassen.


    Zum fressen ist mir noch eingefallen, dass Du sie vorher noch mit weicher Kost vertraut machen solltest. Z. B. gekochte Kartoffeln, Nudeln, Ei, Kochfutter, natürlich alles ohne Salz. Dann ist das nach der OP vielleicht einfacher.

    Ich wünsche Dir, dass Du eine Entscheidung findest, die für Dich stimmig ist. :daumen::daumen::daumen:

  • Hallo Claudia,

    das ist in der Tat eine sehr schwierige Entscheidung. Die Stelle, an der der Tumor sitzt, ist eine wirklich blöde Stelle. Da kann eine OP gut gehen oder auch nicht. Ich kann dir dazu leider keine Tipps geben, drücke aber die Daumen, dass du die bestmöglichste Entscheidung treffen kannst.

    Viele Grüße von Polluxs Federbällchen und natürlich von mir

  • Danke für eure Kommentare. Es ist wirklich schwierig...gerade weil eine hopp oder topp Entscheidung ist.


    @ Heidrun: Kartoffeln, Nudeln, Ei frisst sie für ihr Leben gerne, dass sollte kein Problem sein - ich glaube, ihr würde es sogar gefallen, wenn es das jeden Tag gibt ;-) Kochfutter ist schon was anderes - haben wir probiert, fand sie nicht wirklich gut.

    Federn, Fusseln, Flusen, Daunen...is´et nich schön? :putzen::verliebt:

    Immer im Herzen Berta :herz::herz::herz::herz:

  • Ich würde es auch auf jeden Fall mit der OP versuchen wo die Stelle verödet wird.


    Anschließend kann man ja Schmerzmittel geben wenn sie anfangs noch Probleme mit essen und trinken hat.


    Wenn sie weiches Futter ja frisst ist es ja umso besser.


    Ich drücke die Daumen:daumen:

    Liebe Grüße von den Zerstör-Tieren :schleuder:Molly und Korny und der Federlosen :putzen::D

  • :troest::knuddel: ich kann dich sehr gut verstehen :knuddel:

    ich war vor kurzem auch vor der entscheidung mit einer op und tumor gestanden.

    habe auch überlegt... gegrübelt etc... aber innerlich mich dennoch fest zu der op entschieden.


    die risiken das es zu blutungen kommen kann, weil direkt auch ein gefäß durchlief, waren auch da... die narkose selbst ist für die vögel kein so

    großen problem mehr - solange sie auch körperlich nicht durch den tumor ausgelaugt sind.

    da mein felix auch viel an gewicht verloren hatte und das risiko bei einer weiteren gewichtsabnahme größer wäre... hatte mir mein vk ta auch dazu

    geraden mich schnell zu entscheiden.


    weil sein tumor bösartig war hatte ich nur 2 möglichkeiten, entweder ihn das leben noch so schön wie möglich zu machen oder eben die chance

    wahrnehmen... es zu versuchen.

    eine garantie das felix entgüldig dann geheil wäre/ist, hatte und habe ich nicht.... denn ob dieser tumor bei ihm gestreut hat konnte man nicht feststellen.


    mir hat es furchtbar weh getan, denn ihm musste der eine flügel entfernt werden... meine sorge, bedenken und ängste waren und sind einfach

    gewesen... was wenn der tumor nicht besiegt ist und ich habe ihm die letzte Zeit ihn auch noch um seine freiheit des fliegens beraubt ?!


    doch wenn ich mich nicht zu der op entschlossen hätte... hätte ich die chance das er vielleicht doch geheilt werden kann für ihn und mich vertan.


    ob sein krebs besiegt ist weiß ich noch immer nicht, das wird uns die zeit irgendwann erst verraten.

    mein schlechtes gewissen, ihn durch meine entscheidung ein wichtiger körperteil beraubt zu haben, ist verschwunden.

    ich verwöhne ihn mit allerlei und beschäftige ich auch viel mit ihm... hab alles so hergerichtet das er auch zu fuß überall dahin kommt wo er

    hinmöchte.


    ich denke bei solchen krankheiten/situationen, wenn man nur zwei wege gehen kann und einer der wege einen hoffnungsschimmer zeigt... sollte

    man diesen wahrnehmen.


    in deinem fall würde ich die henne an weiche kost gewöhnen und auch an weiche körnchen wie z.b. fonio etc...

    meine polly hatte auch nach einem unfall lange probleme normales körnerfutter zu essen.... sie blieb mit fonio, hartgekochtem ei, nudeln, reis,

    allerlei gemüse etc... bei kräften und wurd auch mit dieser kost wieder ganz gesund.

    Gleiches Recht für alle!
    6 Kaputte Bandscheiben.... schmerzen in meinen Knochen... schmerzen hier u. da.... mein Facharzt hilft mir!
    Ich weiß was Schmerz heißt... und andere bestimmt auch!
    Und weil ich zu 101% weiß, das wenn einer meiner Vögel eine Verletzung, Krankheit o. Schmerzen hat, er genauso fühlt u. leidet wie ich.... bekommt auch dieser "ohne wenn und aber" eine sofortige Fachärtzliche Behandlung von einem VK TA!
    Küsschen von Elli und den 6 Rotbäckchen :herz:

  • Vielen Dank für eure Antworten, die helfen mir unglaublich weiter.


    Ich glaube, man denkt in solchen Momenten einfach nicht mehr klar - also immer dieses "hätte, wenn und aber". Ich glaube was mich hindert ist, dass ich eine Entscheidung treffen MUSS. Jetzt im Moment ist sie super drauf, baut nicht ab oder sonstiges. Man sieht sie nur schlecht atmen (Schnabel ist immer halb offen) und man würde nicht denken, dass sie so schwer krank ist. Und eine Entscheidung über ihr Leben zu treffen, ist einfach das, was mich gerade so Nerven kostet. Innerlich habe ich mich eigentlich auch schon dafür entschieden, gerade weil die Narkose nicht mehr dieses riesige Problem wie früher darstellt. Wie geschrieben, der Arzt ist mehr als entspannt (wahrscheinlich, um mir auch etwas Ruhe zu geben ;-) )

    Federn, Fusseln, Flusen, Daunen...is´et nich schön? :putzen::verliebt:

    Immer im Herzen Berta :herz::herz::herz::herz:

  • Ich wahrscheinlich auch. Natürlich hast du keine Garantie auf Erfolg, aber Atemschwierigkeiten müssen sich bei menschlichen Patienten sehr schlimm anfühlen. Ich glaube nicht, dass das bei Tieren anders ist. Daher würde ich es tun, wenn sie nicht einwandfrei Luft bekommt.

    Ich drücke fest die Daumen, dass deinen Entscheidung, wie auch immer sie ausfällt, für die Mausi gut ausgeht :daumen::daumen::daumen:

    allzeit freundliche Grüße von Judith mit Hubert (*2000), Lotte (*2016), Pearl (2012) und Jack (2012) :winke:
    Für immer bei uns: Dickie (*1991 - 03.12.2016) :herz: und Molly (*2003 - 02.03.2018) :herz:

  • Ich finde das ganz schwer zu entscheiden, vor allem, wenn es ihr gerade gut geht. Aber das wird ja nun nicht so bleiben. Die Entscheidung kann dir dennoch leider niemand abnehmen. Wenn du später sagst "ach hätte ich nur (noch) nicht ..." ist das auch sehr schwer. Niemand kann dir 100 %ige Sicherheit geben, welche Entscheidung die Richtige für dich und deine Maus ist und leider kann man immer nur einen Weg gehen. Persönlich würde ich es wohl auch lieber zu einer Zeit wagen, wo sie gut beieinander ist, weil sie dann bessere Chancen hat die OP gut zu packen.


    Auf jeden Fall :GBes: :GBes: :GBes: !

    Liebe Grüße :winke:
    Susi und das vereinte Staubwedel Fluggeschwader Coco & Justus, Emma & Luke, Luzie & Dienstag, Luise und Lili
    Für immer im Herzen :herz: Paula - 02.03.2010 * Pepe - 09.03.2010 * Maxi - 19.07.2012 * Ella - 14.09.2016 * Sunshine - 23.09.2018 * Chilli - 18.11.2019 :herz:


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    🕊 Seelig sind, die Frieden stiften. - Matthäus 5,9 🕊

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