Hilfe - Änderung der Haltungsbedingungen oder Abgabe?

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  • Hallo ihr Lieben!


    Ich habe ein Problem mit meinem Nymphensittich und sonst leider nirgendwo Hilfe finden können, deswegen wende ich mich jetzt an euch.


    Erstmal etwas zum Hintergrund (ich weiß hier ist vieles falsch gelaufen, aber bitte macht meiner Familie keine Vorwürfe)

    Als ich ca. 2 Jahre alt war hat meine Mutter mir einen einzelnen Nymphensittich geschenkt. Ein paar Jahre später hat sie sich dann eine Katze zugelegt und deswegen Snuki (meinen Nymphensittich) meinen Großeltern gegeben. Dort hatte er dann seinen Käfig (H x B x T ca. 60 cm x 70 cm x 40 cm) und wurde täglich zum Fliegen aus dem Käfig gelassen. Er bekam Körnerfutter und ab und zu Obst oder Gemüse. Über die Jahre wurde er immer seltener zum Fliegen raus gelassen und mittlerweile glaube ich schon ein paar Monate nichtmehr. Er hatte vor ca. 1,5 Jahren Stockmauser (zumindest gehe ich davon aus - ein Tierarztbesuch hat nie stattgefunden weil ich für die Kosten selbst hätte aufkommen müssen und noch Schülerin war; behandelt wurde er mit Globuli aus der Tierhandlung) und ist bei einem Flugversuch gestürzt. Sein Gefieder ist größtenteils in einem "Normalzustand" aber seit diesem Vorfall wollte er nichtmehr fliegen und will auch seinen Käfig nichtmehr verlassen. Er möchte außerdem nichtmehr auf die Hand kommen und die Zufütterung von Obst und Gemüse hat stark abgenommen.


    Als ich jünger war wusste ich nichts über Tierhaltung und habe mir keine Gedanken dazu gemacht. Als ich dann ca. 17 war wollte ich für ihn einen größeren Käfig und vielleicht auch einen Zweitvogel aber meine Großeltern haben es nicht erlaubt und mit nach Hause nehmen durfte ich ihn auch nicht.


    Dieses Jahr bin ich nun in eine eigene Wohnung gezogen und habe Snuki zu mir geholt. Jetzt stehe ich vor der Frage: Was soll ich tun? Er wurde nicht Artgerecht gehalten, war sein ganzes Leben lang allein und wurde falsch ernährt. Außerdem hatte er von Beginn an einen Spiegel in deinem Käfig der sein Partner ist und ohne den er still und reaktionslos wird. Er ist jetzt ca. 22 Jahre alt und vermutlich ein Hähnchen. Ich möchte gerne wissen wie ich ihm helfen kann. Eine größere Voliere zu kaufen ist auf jeden Fall machbar, aber das löst leider nicht die anderen Probleme. Macht es Sinn ihn in diesem Alter mit einem anderen Vogel zusammen zu setzen? Falls ja, kann das auch ein Hähnchen sein? Ich möchte nämlich kein Weibchen mit dem er dann Brüten könnte, weil ich über die artgerechte Haltung kaum etwas weiß und die Henne in der Brutzeit oder wenn sie Eier legt vielleicht nicht richtig versorgen könnte. Macht es also vielleicht mehr Sinn ihn an einen erfahrenen Halter abzugeben? Ich möchte ihn schon gerne behalten, aber bin jederzeit bereit ihn abzugeben um ein besseres Leben und eine artgerechte Haltung für ihn zu gewährleisten.


    Schonmal vielen Dank im Voraus für alle Antworten. Ich bin für jede Hilfe dankbar.


    Liebe Grüße von Michi und Snuki

    Einmal editiert, zuletzt von Snuki ()

  • Hallo und willkommen hier im Forum :welcome:


    Keine Angst hier schimpft keiner. Wichtig ist nur, dass Du jetzt etwas tun kannst und möchtest:top:ob es ein Hahn ist können wir Dir je nach Farbschlag anhand eines Bild bestimmen. Wie man hier Bilder einstellen kann ist hier beschrieben Bilder einstellen


    Auch 22 Jahre alte Nymphies kann man noch vergesellschaften. Sollte es ein Hahn sein, würde es in dem Fall sogar Sinn machen einen Hahn des gleichen Farbschlag aufzunehmen, wenn er wie Du beschreibst auf sein Spiegelbild fixiert ist.

    Sabine mit Willow&Penny :herz: Murphy&Bailey :herz: Mad Max&Lucky :herz: Jazzy&Igor :herz: Lukas&Lexi :herz:
    Rotbauchsittiche Chili&Tequila:herz: Spicy&Jalapeño:herz:
    Miritiba Blausteißsittiche Mango & Skittles :herz:
    und dem Bodenpersonal: Abby & Mila :verliebt:

  • Vielen Dank schonmal für die Antwort! :)


    Hier ist ein Bild von ihm (ich hatte leider versehentlich den Blitz noch an, deswegen sieht er etwas verschreckt aus).


    Ist es denn so einfach ihn mit einem anderen Hahn zusammen zu setzen?

    Ich hab mir zu einem Zweitvogel noch ein paar Gedanken gemacht und ich bin momentan leider noch in der Ausbildung, weswegen ich im Monat nicht viel Geld übrig habe. Natürlich reicht es für Futter und Sand usw., aber ich mache mir Gedanken wegen den Tierarztkosten. Sind Nymphies generell anfällig für bestimmte Krankheiten, bzw. wie häufig sollten Routineuntersuchungen durchgeführt werden und wie viele Rücklagen sollte man zur Verfügung haben? :gruebel:

  • Ist es denn so einfach ihn mit einem anderen Hahn zusammen zu setzen?

    Das sollte kein Problem sein. Hast Du schon unseren Wegweiser entdeckt? Dort findest Du auch Tipps für die Zusammenführung: https://www.nymphensittich-weg…t/vergesellschaftung.html

    Sind Nymphies generell anfällig für bestimmte Krankheiten, bzw. wie häufig sollten Routineuntersuchungen durchgeführt werden und wie viele Rücklagen sollte man zur Verfügung haben? :gruebel:

    Routineuntersuchungen sind eigentlich nicht gängig bei Nymphensittichen. Wie anfällig sie für Krankheiten sind kann man auch pauschal nicht antworten. Die einen sehen ausser beim Eingangscheck nie einen Arzt und ein Pechvogel kann schnell einige hundert Euro kosten. Grundsätzlich empfehlen wir immer sich eine Notfallkasse anzulegen: https://www.nymphensittich-wegweiser.net/notfallkasse.html

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  • Hallo und auch von mir herzlich willkommen!


    Snuki ist ein Hahn😊


    Ich habe einen Nymphie, der 18 Jahre alleine gelebt haben soll. Er kam dann vom Tierschutz zur Vorbesitzerin und dann zu uns. Er ist sehr aufgeschlossen anderen gegenüber, aber auch ein kleiner Sonderling. Er quatscht mit Gegenständen, puschelt Gegenstände und hat sich bei uns an den Schecken Coco gehangen, der es duldet. Die gelben Hennen mag Kiko nicht so, aber es ist okay, sie vertragen sich alle recht gut.


    Den alten Nymphie meines Freundes konnten wir nicht an andere gewöhnen. Er wollte irgendwann seine Ruhe und wurde fuchsig und jagte sie herum. Mit meinem Hahn kam er besser klar, es sah ja aus wie er, aber die gelbe Poldi konnte er nicht leiden.


    Unser Kiko hatte vorher eine zimtfarbene Henne, deshalb denke ich schon, dass eine ebensolche Henne oder ein Hahn bei Snuki gut wäre. Leider waren die gelben Hennen bei uns schon da.


    Ist Snuki schüchtern oder ein Draufgänger? Neben der Farbe wäre mir der Charakter des neuen Vogels wichtig. Und ehe er einzieht wäre eine etwas größere Voli schon gut. In den Kleinanzeigen wirst Du vielleicht fündig, suche mal nach Montana Villa Casa oder Villa Paradiso.


    Das mit den Erkrankungen ist nicht so einfach. Es gibt welche, die nie krank werden, andere bekommen jung Herz- oder Lebererkrankungen und einige bekommen Arthrose und können nicht mehr fliegen, was auch bei Snuki möglich wäre. Routinemäßig wie bei Papageien geht eher keiner zum Tierarzt mit so kleinen Vögeln, aber wenn etwas ist, dann schon und immer zum Vogeltierarzt!


    Was es so kosten kann, zeigen diese Beispiele, also unter 100Euro kostet es eher nie:


    https://www.nymphensittich-for…thread.php?threadid=14471


    Nützliche weitere Links


    Die wichtigsten Links rund um Krankheiten

    Viele Grüße von Gwenny mit Poldi, Coco, Mimi & Kiko
    :herz: Elmo - 08.09.2010 :herz: Wendy - 08.01.2017 :herz: Bino - 09.04.2017 :herz:

  • Hallo und herzlich willkommen bei uns :blumen: .


    ich denke, wenn er auf sein Spiegelbild geprägt ist, dann würde ich einen Hahn suchen, der aussieht wie er selber. Den kennt er dann schon ;) . Das klappt oft sehr gut, da musst du dir keine Sorgen machen. Und den Spiegel nimmst du dann raus, wenn der Neue bei ihm einzieht.


    Zeitgleich mit dem Neuen, würde ich den neuen Käfig aufstellen. Denn dann müssen sich beide neu orientieren und niemand erhebt "Besitzansprüche". Das ist zwar bei Nymphies ohnehin eher selten, aber der Zeitpunkt sollte dann gut passen.


    Was die Haltung angeht ist wichtig, dass du bereit bist dazu zu lernen und dich weiter informierst. Das kann hier bzw. im Wegweiser sein oder auch über Zeitschriften oder gar Seminare. Aber das wird schon alles über die Zeit, wenn du Interesse hast. Natürlich wird es auch immer etwas kosten, aber das wichtigste klappt auch meist mit kleinem Geldbeutel. Die Voliere ist da eine großer Punkt und sicher auch die Beleuchtung. Aber das muss ja alles nicht von jetzt auf gleich sein. Ich denke, für ihn ist es nun schon besser, wo er bei dir ist, weil du dir Gedanken macht und dann muss man ohnehin erstmal schauen, wie das mit dem Fliegen ist. Ich hoffe, er kann es noch oder lernt das schnell wieder :daumen: . Das ist wichtig, damit ihr noch lange Freude aneinander habt :) .

  • Schön, dass Du dich jetzt um den Kleinen richtig kümmern willst. Die anderen haben ja schon alles gesagt, aber von mir auch noch ein :welcome: hier im Forum.

  • Hallo Michi :winke:,


    ich habe eine ähnliche Erfahrung mit meinem 18jährigen Hähnchen Robin gemacht. Er wurde alleine gehalten und kannte keine Artgenossen, zudem noch sehr auf Menschen geprägt. Ich hatte auch erst Bedenken, ob es klappen würde ihn zu vergesellschaften nach so langer Zeit. Er sollte aber nicht alleine sein und so habe ich ihm eine Freundin dazugeholt. Auch, wenn er erstmal etwas verdutzt war, dass er nun alles teilen soll (er ist sehr verwöhnt:kaputtlachen:), war das die beste Entscheidung überhaupt!!=) Man merkt, dass er sich freut nymphische Gesellschaft zu haben und so sind beide nicht mehr allein.

    Ich hatte auch Bedenken, ob die beiden für Nachwuchs sorgen, aber ich glaube, dass Robin nicht so richtig weiß, wie das mit dem Puscheln geht oder einfach kein Interesse daran hat (vielleicht, weil er so lange keine anderen Nymphies kennengelernt hat :gruebel:). Falls es aber doch mal so weit kommen sollte, kann man die Eier austauschen. Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und stelle die These auf, dass die Wahrscheinlichkeit bei einem 22jährigen Hahn, der vorher alleine gelebt hat, eher gering ist. Besser ist meist ein gegengeschlechtlicher Partner und in deinem Fall vermutlich, wenn sie nicht mehr ganz so jung ist. Sonst könnte es für deinen Hahn anstrengend werden (v.a. wenn er gesundheitlich nicht fit ist). Susis Idee mit einem ähnlich aussehenden Hahn könnte auch gut klappen, dafür müsste der andere Hahn allerdings Hähnen gegenüber aufgeschlossen sein. Da kenne ich mich nicht so aus, aber hier im Forum hatten damit schon einige Erfolg und es gäbe bei dir dann ja auch keine Henne, um die sie sich streiten könnten.

    Ansonsten kann ich nur empfehlen die Voliere zum Einzug umzugestalten, damit es keine territorialen Streitigkeiten gibt und erstmal zwei Futternäpfe anzubieten.

    Ich hoffe, du findest eine gute Lösung für deinen kleinen Schatz!!:hoff1:

    Liebe Grüße von Robin :balzen: und Pika :fly:mit ihrer Federlosen Ronja :)

    Einmal editiert, zuletzt von Robin ()

  • Vielen lieben Dank euch allen für eure Antworten! :herz:


    Ich bin mir immernoch unsicher ob es eine gute Idee wäre selbst einen Zweitvogel aufzunehmen oder ihn lieber in erfahrene Hände zu geben, aber dazu kann ich mir ja immernoch in Ruhe Gedanken machen. In der Zwischenzeit werde ich erstmal daran arbeiten, dass er sich wieder an Hände gewöhnt (und sie nicht jedes Mal anfaucht) und auch daran, dass er sich wieder traut seinen Käfig zu verlassen. Ich hoffe sehr, dass das Fliegen dann noch einigermaßen klappt. :)

  • Ich denke, er würde dir viel eher vertrauen können, wenn er nicht mehr alleine wäre und das so schnell wie möglich. Wenn du ihn erst an dich bindest, wird alles nur komplizierter. Er ist 22 Jahre alt, da gibt es nichts, worauf du warten müsstest, außer vielleicht auf den richtigen Partner.

  • Ich bin mir immernoch unsicher ob es eine gute Idee wäre selbst einen Zweitvogel aufzunehmen oder ihn lieber in erfahrene Hände zu geben, aber dazu kann ich mir ja immernoch in Ruhe Gedanken machen.

    Ich bin mir sicher, dass er mit einem Partnervogel einfach glücklicher wäre. Dann musst du dir auch keine Vorwürfe machen, wenn du mal nicht so viel Zeit für ihn hast und er gerade alleine zu Hause sitzen muss, denn dann hätte er jemanden immer da. Und wenn du dich doch eines Tages entscheidest, die Vogelhaltung aus irgendeinem Grund aufzugeben, kannst du ja auch beide in gute Hände vermitteln. :)