Mini-Ei, unzureichend beschalte Eier, Diagnose: polyostotische Hyperortose

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  • Vielleicht ist ja auch jedes Ei ein Problem bei dieser Krankheit .

    Das habe ich so nicht herausgehört. Sondern eher grundsätzlich, dass mit jedem Ei das Komplikationsrisiko steigt (und sie auch schwächt für die Mini-OP des Implantats.)


    Dass er zwar generell nicht sieht, dass sie so mit Legen aufhören würde (Das ist ja was, das auch ich immer anders empfohlen habe, grad bei Erstlegerinnen), aber das Risiko durch das Nicht-Brüten dann entsprechend hoch sieht, dass sie gar nicht aufhört. Er beschreibt es wie bei den Hühnern , die Legehennen sind, dadurch, dass man die Eier fortnimmt, legen sie weiter.
    Das, was er jetzt mit der Erkrankung in Verbindung bringt, ist ihr hoher Östrogenspiegel und das komplette Desinteresse an den Eiern - würde sie brüten, wär sie ja wenigstens aus dem Legemodus raus.
    Allenfalls in Verbindung mit der Erkrankung ihr hoher Östrogen-Status, der das Aufhören mit Legen noch schwerer machen könnte als bei der Durchschnittshenne.


    Es ist in solchen Fällen schwierig zu argumentieren, wenn dann die Erfahrungen der Foren gegen deren klinische Erfahrungen stehen..........


    Plausibel fände ich es auch schon, bis etwa Ei 6 zu warten.
    Es ist ja nicht so, dass das nicht auch tatsächlich vorkäme, dass sie dann weiterlegen, nur eben nicht zwingend.
    O.k., kann sein, meine OP legt mich tatsächlich so lahm, dass es auch tatsächlich nicht eher ginge.
    Dann hätte Motte noch eine längere Frist zum Aufhören.
    Du hattest weiter oben von noch weiteren Antibrutigkeitsmaßnahmen geschrieben.
    Welche, die ich noch nicht habe, meintest Du damit?
    Bodenbelag/Einstreu scheidet zu dem Bisherigen aus, weil sie gar nicht auf den Boden gehen mag. Nur für die paar Minuten des Eiablegens, und das ist sicher mehr o.k. als wenn sies im Freiflug, von den Hähnen gejagt, abwerfen muss. Birdlamp scheidet auch aus. Korvimin werde ich wegen des benötigten Vitamin D nicht streichen können . Hätte zwar ersatzweise noch Polymin - aber ob sie es nimmt? ob der Unterschied groß ist?


    Habe ich da ausser weiterer Verkürzung der Tageslichtdauer noch was übersehen?

    Die Chaos-Truppe Merlin :herz: , Momo :herz: , Mumm :herz: , Motte :herz: Maya :herz: und die Federlose :engel:
    Unvergessen: Murmel& Tweety, wo immer Ihr seid - immer im Herzen: die wundervolle :herz: Merline (2005-2013) :herz:
    Und in fassungsloser Trauer um Minim :weinen:
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    Du bist zeitlebens verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast
    Saint-Exupéry, 1900-1944

  • - kein Duschen
    - Restriktive Tränke
    - keine Frischkost

    Korvimin werde ich wegen des benötigten Vitamin D nicht streichen können .

    Da würde ich eher Nekton MSA geben, denn da ist nicht so viel anderes mit drin. Bekommt man eigentlich auch bei Dehner (zumindest habe ich mal dort Nekton-Produkte gesehen, vielleicht vorher anrufen), sonst im Onlineversand.


    Das wichtigste hier sind immer "keine Höhlen", weshalb ich notfalls den Freiflug für einige Tage streiche und die brutrünstigen eingeknastet werden. Nach dem ersten Tag dürfen sie sich dann abends nochmal für eine Stunde oder so ein wenig ausfliegen. Alles besser als Hormone, finde ich. Aber ich weiß jetzt nicht weiß groß den Käfig oder Käfige sind oder ob du überhaupt sowas hast.


    Nicht zuletzt kann auch homöopathische Mittel wie Hormeel oder ähnliches versuchen. Fr. Dr. Reball hatte hier auch einiges andere noch genannt:
    https://www.nymphensittich-wegweiser.net/legeverhalten.html

  • Er ist not amused, dass Motte kein Interesse an den Eiern zeigt. Er sieht das als Zeichen einer Hormonstörung, dass sie nicht von Östrogen auf LH (luteisierendes Hormon?)umschaltetet und das sei auch passend zur PH.
    Und prophezeit mir, dass sie dann ohne Ende weiterlegt. (Unser Rat bei Erstlegerinnen ist doch immer erstmal das Fortnehmen?)

    Das sie kein Interesse gezeigt hat ist für Nymphensittiche komplett normales Verhalten. Eine Brut wird nicht mit dem ersten Ei begonnen. Brüten tun Nymphies erst ab 2. einige auch erst ab dem 3. Ei.

    Das, was er jetzt mit der Erkrankung in Verbindung bringt, ist ihr hoher Östrogenspiegel und das komplette Desinteresse an den Eiern - würde sie brüten, wär sie ja wenigstens aus dem Legemodus raus.

    Wenn sie brüten würde, wäre sie nicht aus dem Legemodus raus sondern würde auf alle Fälle das Gelege erstmal voll machen. Und eine Brut ist auch verdammt anstrengend. Wenn ich es richtig im Kopf habe ist die Maus nicht verpaart, oder? Dann wäre eine Brut auf Plastik auch doppelt anstrengend für sie, weil sie keiner ablöst.


    Dass er zwar generell nicht sieht, dass sie so mit Legen aufhören würde (Das ist ja was, das auch ich immer anders empfohlen habe, grad bei Erstlegerinnen), aber das Risiko durch das Nicht-Brüten dann entsprechend hoch sieht, dass sie gar nicht aufhört. Er beschreibt es wie bei den Hühnern , die Legehennen sind, dadurch, dass man die Eier fortnimmt, legen sie weiter.

    Legehennen werde aber auch mit entsprechender Fütterung und sogenanntem Legemehl dazu gebracht. Sittiche sind keine Hühnervögel. Hier ist ganz gut erklärt warum Hühner jeden Tag legen: https://www.bzfe.de/inhalt/eier-erzeugung-4126.html oder auch hier: http://www.daserste.de/informa…hner-ei-entsteht-100.html


    Ich empfehle nach wie vor auch immer erst Eier wegnehmen. Nach meiner Erfahrung fährt man damit in mindestens 80% der Fälle gut und der Drops ist gelutscht (wenn man dazu noch Tageslicht, Fütterung, Luftfeuchtigkeit usw. beachtet).

    Sabine mit Willow&Penny :herz: Murphy&Bailey :herz: Mad Max&Lucky :herz: Jazzy&Igor :herz: Lukas&Lexi :herz:
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    und dem Bodenpersonal: Abby & Mila :verliebt:

  • Ja doof, Feiertage, bekomm ich jetzt alles nicht mehr...mein Nekton MSA - Rest ist wegen schon ewigem Ablauf doch entsorgt,(Ricos wär hier das schnellste, wir sind Dehnerfreie Zone, hab lange gebraucht , um zu kapieren, was ein "Dehner" überhaupt ist. ) Agnus castus und supracell sind erfolglos von den Hähnen aufgebraucht worden (bei denen hilft nur Testosteronum C30......).

    kein Duschen
    - Restriktive Tränke
    - keine Frischkost

    ....ist eh schon. Duschen fürchten sie. Frischkost ist für Madame jetzt frisch gestrichen. (Gilt das auch für Zweige, gern auch entlaubt, aber nicht knochentrocken?)


    Wenn sie übers Trinkwasser Kalzium aufnehmen soll, weiß ich nicht, ob die restriktive Tränke so richtig toll ist.,
    Aber im Freiflug gibt's nix, weil Damen und Herren unterschiedliche Zusätze bekommen.


    Komplett knasten - müsst ich sehen. Könnte das Gegenteil bewirken, weil sie sich dort sicherer fühlt.
    Meine Hähne sind bekanntlich keine Gentlemen.......... Reduziert hatte ich den Freiflug schon deutlich, weil das Gepöbel der Herren Hähne auch schon grenzüberschreitend war.
    Und weil ich im Freiflug Genickstarre bekomme, wenn ich auf 3,50 m Höhe schauen muss, ob und wohin sie ein Ei wirft. In der Voli finde ichs wenigstens.
    Allerdings, zumindest Momo betrachtet genau seinen Käfig als seine Bruthöhle ...........

    Das sie kein Interesse gezeigt hat ist für Nymphensittiche komplett normales Verhalten. Eine Brut wird nicht mit dem ersten Ei begonnen. Brüten tun Nymphies erst ab 2. einige auch erst ab dem 3. Ei.

    Schon klar. Immerhin war das jetzt gestern Ei 3, und sie zeigt genauso wenig Interesse dran wie an Nummer 1 und Nummer 2. Die letzten 2 hat sie immerhin auf dem Volieboden abgelegt, ist aber schleunigst wieder hochgeklettert.

    Wenn ich es richtig im Kopf habe ist die Maus nicht verpaart, oder?

    Ja, hast Du richtig im Kopf.


    Aber wie sag ichs meinem Doc?
    Es gibt eine Menge Tierärzte , die wenig von Foren halten, ich fürchte, er gehört da mit zu.
    Ich denke, das Problem ist, die Hennen, bei denen das mit dem Wegnehmen klappt, sind die, die nicht bei ihm in der Klinik auftauchen. Das werden dann die sein, die weiterlegen - die es ja auch gibt.
    Und was ich halt nicht beurteilen kann, ist, ob diese heftige Östrogenproduktion bei PH dann nicht tatsächlich das Weiterlegen anders forciert..... (?) Ob da sozusagen der Aus-Schalter fehlt?

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    Einmal editiert, zuletzt von karine ()

  • Hallo Du,


    Ich bin mir nicht zu 100% sicher ob ich msa habe(bin noch unterwegs) aber wenn ich dir dieses morgen schicken würde,würde es dir wahrscheinlich auch nichts mehr nützen oder??


    Hast du das Gefühl, dass je mehr du änderst, sie sich in ihrem Verhalten ändert?


    Bei Muffin hab ich da gute Erfahrungen gemacht.

  • Ich denke, das Problem ist, die Hennen, bei denen das mit dem Wegnehmen klappt, sind die, die nicht bei ihm in der Klinik auftauchen. Das werden dann die sein, die weiterlegen - die es ja auch gibt.

    Ja, klingt plausibel. Wer keine Probleme hat geht ja nicht deswegen zum TA.


    In der Studie von Dr. Reball machte ein Nistkasten keinen Unterschied bei Dauerlegern: https://www.nymphensittich-wegweiser.net/legeverhalten.html


    Zitat von Dr. Reball

    Alle Nichtleger hatten keinen Nistkasten zur Verfügung. Etwa 75,6% der legenden Tiere hatten ebenfalls keinen Nistkasten zur Verfügung. Der Anteil der Dauerleger betrug bei allen 3 Gruppen, Nistkasten ständig, saisonal und nie, zwischen 20 und 25%.

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  • .Heißt, sie brauchen nicht zwingend einen Kasten, um zu legen, aber wer einen hat, die legt auch ...richtig?
    Eigentlich hab ich mich lang drüber geärgert, dass ich Merline nach Tierarztrat, gleich (und mit Kasten) habe brüten lassen. Sie hat ja immer gleich nachgelegt, wenn sich in den Eiern nichts rührte. Vielleicht wäre es nie so schlimm geworden, hätte ich ihr die Eier zu Beginn fortgenommen. Nur fehlt mir die Einschätzung, ob das mit Mottes offenbarer (?) Hormonstörung jetzt anders ist.




    Mhm, Vanessa, das mit dem ändern ist das Schwierigste.
    Dadurch, dass ich trennen muss, ist es alles etwas kleiner als optimal, und es ist schon durchdacht, was wo ist.
    Der große Unterschied zu Muffin ist, dass die ja ihre bevorzugten Ecken hat, wo sie buddelt und macht. Das geht Motte komplett ab, die beiden Mädels gehen sonst gar nicht auf den Boden.


    Merkwürdigerweise saß sie grad die letzten Tage von sich aus an ganz andren, sonst nicht benutzten Stellen, als sie es sonst tut. Sie hat sich gezielt die "lass-mich -in Ruhe- Stellen" ausgesucht. Und bei Maya führt alles Ungewohnte verstärkt zu Night-Frights.


    Allerdings haben sie eine Besonderheit hier, die ohnehin absolut nicht brutfördernd ist.
    Die Volies/ Großkäfige sind verschieden groß. Bevor Mumm und Momo richtig zusammengekommen sind, hatte Mumm das größte Quartier, Momo ein Mittleres . Dann haben die zwei beschlossen, zu Momo zu ziehen, aber bei Mumm gemeinsam zu schlafen. Das kleinste, das "Schwesternheim" war eigentlich nur als Provisorium gedacht, bis Merlin eigentlich geplanterweise mit dem wiederkehrenden Minim zusammenziehen sollte (der dann nicht zurückkam) und dann alternativ, bis er was mit den Mädels anfangen können würde.(manchmal balzt er halbherzig, um dann zu hacken)
    Aber dann sind sie freudig bei Mumm eingezogen, wenn der "nebenan" war und klettern zur Nacht brav ins Schwesternheim.
    Heisst, sie wechseln zwischen verschiedenen Unterkünften - freiwillig - und können sich so auch gar keinen festen Brutplatz ausgucken.


    Als Brutverhinderungsmaßnahme war das bislang eher günstig. Sollte es die Notwendigkeit eines festen Brutplatzes geben, würde es schwerer.

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    2 Mal editiert, zuletzt von karine ()

  • Ich hatte insgesamt 4 Hennen die bei mir gelegt hatten.... jede war anderst :rolleyes:


    Die schlimmste war Mona-Lisa und sie war eine Dauerlegerin, sogar als ich dann gezwungerner maße sie einsperrte und Sammy damals draussen ließ... wurde es nicht besser.
    Sie bekam dann - nach unzähligen Mißerfolgen mit Testeron etc.... - ein bzw zwei Hormonimplantate gelegt, nach dem zweiten war sie endlich "geheilt davon" und es hält seid Jahren bei ihr an, weil sie sich in ihrem Köpfchen normalisierte.


    Bei meiner Nana war ich noch sehr unerfahren und machte sehr viele Fehler..... bei meiner Cora war es zwar auch nicht das beste Ergebniss, aber da hatte ich mich schon eher an die Ratschläge ( wenn auch später als vorgesehen/notwendig) dann gehalten und später dann auch Erfolg damit gehabt.


    Bei Stella nun.... da habe ich sofort gehandelt und den Rat mit den Eiern wegnehmen gemacht.
    Zeitgleich hatte ich bei ihr dann auch das Futter u. Wasser reduziert, aber dennoch ihr alles an Mineralien etc... die sie brauchte zukommen lassen.


    Bei Stella hat es nun 2 mal wunderbar geklappt.... nur sind die beiden (Stella&Crisu) :rolleyes: immer wieder in Versuchung es erneut zu wagen :tztz: ich bin da ( jetzt gleich am Anfang bevor es ausartet) nun sehr stur und ziehe es rigeros durch.
    Ob ich auf Dauer damit meinen Erfolg weiterhin habe oder ob die sturer wäre als ich... das wird sich dann zeigen.


    Ich weiß das jede Henne anderst ist und wenn man einmal den richtigen Zeitpunkt versäumt hat, dann ist es bei der einen sehr viel schwerer bis kaum noch machbar.... bei der anderen aber hat man dann plötzlich doch noch Erfolg damit.


    Worauf ich jedoch immer achte ist.... das sie, wenn sie am Eier produzieren sind, ich ihr Ruhe und Gelegenheit gebe es legen zu können.
    Nur reduziere ich das Futter etc.. so, das die deutlich merken die Zeiten werden magerer :D


    Das Calcium Frubiase hat bei mir immer geholfen, ich gebe davon wenn es sein muss eine ganze Ampulle in das Trinkschälchen.
    Das Korvimin gebe ich schon seid Jahren und es mach meine NICHT brutig oder brutiger.
    Ansonsten gebe ich auch noch das MSA Nekton im wechsel mit dem Korvimin.


    Du könntest ja auch noch so nen Calciumstein holen und diesen mit einer Reibe (Muskatnussreibe) fein raspelns und auch über das Futter noch streuen.

    Gleiches Recht für alle!
    6 Kaputte Bandscheiben.... schmerzen in meinen Knochen... schmerzen hier u. da.... mein Facharzt hilft mir!
    Ich weiß was Schmerz heißt... und andere bestimmt auch!
    Und weil ich zu 101% weiß, das wenn einer meiner Vögel eine Verletzung, Krankheit o. Schmerzen hat, er genauso fühlt u. leidet wie ich.... bekommt auch dieser "ohne wenn und aber" eine sofortige Fachärtzliche Behandlung von einem VK TA!
    Küsschen von Elli und den 6 Rotbäckchen :herz:

    Einmal editiert, zuletzt von Rotbäckchen ()

  • Sorry, dass ich jetzt erst zum Antworten komme, habe die letzten Tage zu sehr gebangt, ob (und in welcher Form) jetzt bei Motte noch ein Ei kommt, und hätte dann sofort losgemusst in die Vogelklinik, Implantat setzen lassen, bevor das nächste Ei unterwegs ist.
    Denn das Ei Nr. 4 war schon wieder dünner beschalt, mir graute vor Ei 5.......und dann immer dünner werdenden..... daher war ich dann auch bereit, das mit dem Implantat durchzuziehen. Denn normal war das eben nicht mehr unter den Vorzeichen dieser Erkrankung.


    Den einen Tag ging es ihr zudem nicht besonders gut. Habe dann noch zusätzlich Kalzium übers Futter ergänzt,- Hirsegnubbel mit Calci-lux paniert , zusätzlich zur Gabe übers Trinkwasser, und dann ging es aufwärts, mittlerweile scheint auch klar, dass kein Ei mehr kommt (das letzte, auch nicht optimal beschalte, war Sonntag. Die Hardcore -Antbrutigkeitsschiene mit Einsperren, 14h Nachtruhe hat also entweder geholfen, oder sie hatte ihr Gelege mit 4 - fortgenommenen - Eiern voll. ) Puh.



    Heut in der Telefonsprechstunde habe ich dem diensthabenden Doc (den ich noch nicht kannte)dann Löcher in den Bauch gefragt, wie das mit der polyostotischen Hyperortose (kurz: PH) beim Nymphen denn nun aussieht und was die aktuellen Erkenntnisse sind.



    Prinzipiell unterscheidet sich die PH des Nymphen wohl nicht wirklich von der des Wellis. Aber es gibt sehr unterschiedliche Verlaufsformen. Einerseits in Bezug auf die Schwere, aber auch darauf, wie sehr es den Vogel auch bei schwerer Form beeinträchtigt. Das sind dann manchmal nur Zufallsbefunde, und den Vögeln mit vergleichbarem heftigem Röntgenbefund geht es unterschiedlich gut oder schlecht.



    Die Grundursache liegt wohl immer noch im Dunkeln. Von Bedeutung ist einerseits eine hormonelle Überaktivität, wobei auch da die genauen Hormone (es gibt schon unter den Östrogenen verschiedene) nicht richtig bekannt sind. Manchmal helfen Implantate, den Status quo zu halten , evt. sogar etwas zurückzuschrauben, manchmal auch nicht.


    Implantat stand also schon auch noch im Raum, grad weil es jetzt nicht mit dem Legen kollidieren würde, aber dass sie die Brutigkeit (nicht nur das Eiern) jetzt erstmal zurückgeschraubt zu haben scheint (keine Begattungsaufforderungstänzchen mehr), hat ihn auch überzeugt, ihr den Stress erstmal nicht anzutun.



    Ein anderer Aspekt hat sich noch aufgetan, als ich von den Calci-Lux-panierten Hirseknubbeln erzählt habe, und es ihr danach besser ging. Er meinte dass solle ich durchaus noch etwas fortführen.
    Als ich íhn dann fragte, ob das ihrer Schwester Maya nicht womöglich schaden könne, meinte er, im Gegenteil.



    Es scheine so, dass gerade ein Kalziummangel (an dem nicht mal der Halter schuld sein muss, wenn die Henne von den angebotenen Kalziummöglichkeiten nichts nimmt, wie es bei Motte ja wirklich recht stark ist) genau dazu führen kann dass der Vogel das Kalzium, dass er aufnimmt, dann gerade erst recht einlagert (und nicht ausreichend für Eischalen mobilisiert.)


    Das passt mit dem zusammen, was der Tierarzt von einer meinte, die mir in einem andren Forum auf die Frage nach PH und den Ursachen geantwortet hatte:
    Dass gerade ein Mangel an Vitamin D3 /Kalzium zu dieser vermehrten Einlagerung des Kalziums führen könne.
    Das D3 hat Motte zwar supplementiert bekommen (und er sagte auch, mit Korvimin müsse man sich schon sehr anstrengen, um in eine Überdosierung zu kommen) aber sie hatte nie so recht Interesse an allem , was an Kalkangebot da war, immerhin 5-6 verschiedene Sachen, mindestens.........


    Egal, was im Einzelfall zu einer Unterversorgung mit Kalzium führt, ob der Mangel an Vitamin D3 oder die mangelnde Aufnahme von Kalzium selber , der daraus resultierende Kalziummangel scheint tatsächlich ein Faktor dafür zu sein, dass das Kalzium, das aufgenommen wird, dann in den Knochen gebunkert wird, und auch zur Eibildung nicht richtig verwertet wird.


    Das ist, was ich bisher zur Erkrankung bei Nymphen herausfinden konnte.
    Ich hoffe, es wird noch mehr.
    Auch Mottes Züchterin wollte sich nochmal bei ihrem vkTA zum Thema und zur Behandlung erkundigen.
    Aber natürlich hoffe ich, dass es bei Motte nicht grad die dramatischste Verlaufsform annimmt.
    Noch ist die Erkrankung bei ihr leicht, Gelenke und Flügel nicht betroffen.


    Ich weiß nicht, ob das Thema mit der dahinterstehenden Erkrankung hier in der ungewollten Brut bleiben sollte, oder besser im Krankenforum aufgehoben ist.
    Wenn es um die andren Aspekte der PH ergänzt werden sollte, reicht es ja noch über Probleme mit den Eiern hinaus.......... das müsst Ihr vom Team entscheiden.


    Sinnvoll fände ich es aber , wenn die Überschrift ergänzt werden könnte. ...statt nur Mini-Ei so etwas wie:
    Mini-Ei, unzureichend beschalte Eier, Diagnose: polyostotische Hyperortose

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  • Schön, dass es ihr besser geht :applaus: . das ist doch die Hauptsache.


    Und ja Calciummangel scheint ein recht verbreitetes Problem zu sein. Dass der noch mehr Schaden anrichten kann als "nur" Rachitis oder nicht ut beschalte Eier, was ja schon schlimm genug ist, kann ich mir sehr gut vorstellen. Danke für deinen Bericht :blumen: !


    Off Topic:

    Ich hab das Thema aktualisiert und verschiebe es ins Krankenforum :yes: .

  • Ich hoffe, dass es Motte bald wieder richtig gut geht. Danke für den ausführlichen Bericht!

    Viele Grüße von Gwenny mit Poldi, Coco, Mimi & Kiko
    :herz: Elmo - 08.09.2010 :herz: Wendy - 08.01.2017 :herz: Bino - 09.04.2017 :herz:

  • Ich könnte hier in der Tat einen ganzen Roman niederschreiben, da ich mit Suse (wurde eingeschläfert) und nun Biene (Endstadium) bereits 2 Vögel mit dieser Diagnose habe. Das macht aber weder Sinn, noch habe ich die Zeit dazu. Das Fazit zu beiden Vögeln, die von 2 unterschiedlichen Docs (unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen) behandelt wurde: ich weiß, dass ich nichts weiß. Absolut NICHTS. Nur: man kann diese Krankheit nicht aufhalten und sie verläuft bei jedem Vogel anders (Suse hatte zum Schluss sehr viel Wasser im Bauch, Biene hatte eine Pseudohernie, welche operativ entfernt wurde). Beide Wellihennen haben aber bei mir nie auch nur ein einziges Ei gelegt, da ich hier eine Haltung fahre, die eigentlich nicht vertretbar ist...


    Ob und wie das alles anders gelaufen wäre, kann man ja nun nicht sagen, da ich bei einem Vogel immer nur einen von mehreren Möglichkeiten ansteuern kann und niemals wissen werde, wie sich ein anderer Weg ausgewirkt hätte.


    Bei Biene wurde mir noch die Entfernung des Legedarmes angeboten, da die hauptsächliche hormonelle Aktivität vom Legedarm ausgeht und mit künstlichen Hormonen hier leider nicht geholfen werden kann. Zudem befindet sich in ihrem Legedarm irgend etwas - vermutlich ein Eirest - welcher bei der Neubildung eines weiteren Eies unweigerlich zum Tode führen würde. Da zu diesem Zeitpunkt die Krankheit schon recht weit fortgeschritten war und diese durch was auch immer nicht umkehrbar ist, habe ich mich dagegen entschieden. Denn wenn ich eines nicht will: Schmerzen und eine schlechte Lebensqualität unnötig verlängern. Hier blieb also nur noch die palliative Begleitung, welche mittlerweile im Endstadium angelangt ist. Dazu gehört nicht nur die Gabe von Metacam, sondern auch bei massiver Hyperaktivität ein Implantat, da dieses sich zumindest sehr bremsend aufs Verhalten auswirkt und sie dadurch ihre schmerzenden Knochen angemessen schont. Die Flugfähigkeit hat sie nun, genau wie Suse, auch verloren und läuft nur noch mehr schlecht als recht. Wenn ich den beiden vorigen Haltungen bezüglich der Aussage über das Alter glauben kann, dann müsste Biene jetzt ca. 8 Jahre alt sein, was für einen Welli heutzutage tatsächlich schon ein stattliches Alter ist, vor allem aber eben auch mit dieser Krankheit, welche sie schon mitbrachte.


    Da deine Henne ja nun auch Eier legt, verhält es sich bei dir eben wieder anders und ich denke kaum, dass man den einen mit dem anderen Fall vergleichen kann. Mit viel Glück kann man vielleicht die Legeaktivität durch künstliche Hormone und entsprechende Haltungsbedingungen eindämmen. Ob man über die Entfernung des Legedarmes nachdenkt, muss wohl jeder Halter selbst entscheiden, zumal das ja bekanntlich nicht ohne ist. Im Prinzip kann man hier nur ausprobieren und hoffen, dass der Arzt ein großes Herz und viel Wissen und Verstand für das Vögelchen hat...

    Einmal editiert, zuletzt von Haarmonster ()