Wurmbefall bei Nymphensittichen

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    • Wurmbefall bei Nymphensittichen

      Die Diagnose
      Im Februar 2008 zogen Bibi & Bart bei uns ein. Bevor sie zu unseren anderen Nymphensittichen in die Voliere ziehen konnten, mussten sie am 13.02.08 zur Eingangsuntersuchung zu unserer Tierärztin. Wir hatten zwar noch nie Krankheiten bei Neuzugängen und diese beiden machten auch einen fidelen Eindruck, aber wir wollten vorsichtig sein.
      Dann die Diagnose: Spulwürmer!! :schock:

      Wie behandeln??
      Wir wussten gar nicht wo uns der Kopf stand, denn ich hatte vorher schon von den schrecklichen Todesfällen bei Wurmbehandlungen gelesen und das war immer meine Horrordiagnose. Wir waren nur froh, dass wir eine Untersuchung hatten machen lassen und vorher eine Quarantäne einhielten, so dass die anderen 4 Nymphies nicht angesteckt sein konnten!

      Das schlimmste war: Wir hatten keine Ahnung zu welcher Behandlung wir uns entschließen sollten um die Vögel möglichst nicht zu gefährden.
      Also fragte ich im Forum um Hilfe und bekam zur Abwechslung auch mal positive Berichte über Panacur-Behandlungen. Da wir einer Gabe von Medikamenten über das Trinkwasser extrem skeptisch gegenüber stehen (man weiß ja nie, wie viel des Wirkstoffes die Vögel dann wirklich aufnehmen), beschlossen wir mit unserer TÄ über die Details einer Panacur-Behandlung zu sprechen. Wenn wir dann ein gutes Gefühl dabei hätten, würden wir es wagen.

      Das Gespräch mit der TÄ ergab folgende Details:
      - Sie dosiert das Panacur 25mg/KG KM. Das wäre also 0,1ml 2,5%iges Panacur für einen 100g schweren Nymphensittich, wenn ich das jetzt richtig umgerechnet habe...
      - Die Behandlung erfolgt einmalig und wird nach 3 Wochen wiederholt
      - Wenn die Behandlung mit Panacur nicht erfolgreich wäre würde evtl zusätzlich Concurat L angewendet. Da das Concurat L aber bitter schmeckt (und um sicherzugehen, dass die Nymphies überhaupt davon trinken) müssten sie vorher dursten.

      Auf die Todesfälle angesprochen erklärte unsere TÄ uns auch, dass es eigentlich keine zuverlässigen Dosierungsangaben für Panacur bei Nymphensittichen gibt. Sie hätte beim Hersteller, in Fachliteratur (die sie uns auch zeigte) und im Internet recherchiert und überall hätte was anderes gestanden. Aber mit der angegebenen Dosierung hätte sie bis jetzt gute Erfahrungen gemacht (also keine Todesfälle...).

      Die Behandlung
      Nachdem wir bei der Sache ein gutes Bauchgefühl hatten, stimmten wir der Panacur-Behandlung zu. Die TÄ löste eine Panacur-Tablette in Wasser auf und auf Nachfrage rechnete sie uns vor, dass die Dosierung stimmt.
      Dann griff sie den ersten Nymphensittich, wog ihn, maß die richtige Dosis Panacur ab und verabreichte sie per Kropfsonde und schon saß er wieder im Transportkäfig. Den zweiten Nymphensittich ereilte die gleiche Prozedur.
      Mit der Handynr. der TÄ für Notfälle fuhren wir wieder nach Hause und trauten uns kaum die Vögel aus den Augen zu lassen.
      Die ersten Tage nach der Behandlung waren Bibi und Bart etwas schlapp, aber nie besorgniserregend.

      Nun kam der Teil der Quarantäne, der uns als menschliche Mitbewohner einiges abverlangte:
      Als „Quarantäneraum“ musste unsere Küche herhalten. Da nun abzusehen war, dass die beiden Vögel noch mindestens 5 Wochen dort leben würden (2,5 Wochen zur nächsten Behandlung und dann noch mindestens 2,5 Wochen zur Kontrolle, die dann hoffentlich o.k. ist) bedeutete das für uns:
      - mindestens 5 Wochen keine Pfannen benutzen
      - die Küche freiflugsicher machen
      - regelmäßig gründlich den Käfig reinigen
      Und nebenher wollten Bibi und Bart natürlich auch etwas „bespaßt“ werden in der langweiligen Küche...

      Aber wir überbrückten die Zeit ganz gut (denke ich ;) ) und die Vögel gewöhnten sich gut an uns und ihre suboptimale Unterbringung.
      Nach der 2. Behandlung waren Bibi und Bart wieder etwas schlapp, aber auch das legte sich bald, so dass wir immerhin insoweit erleichtert aufatmen konnten.

      2,5 Wochen nach der 2. Behandlung fing ich an eine Kotprobe (über 3 Tage) zu sammeln und brachte sie bei der TÄ vorbei, die uns dann am 23.03.08 endlich endgültige Entwarnung geben konnte:
      Bibi und Bart waren wieder gesund und konnten in die Voliere einziehen!
      Viele Grüße von mir, den Nymphies Pepe, Rambo, Lisa und Kiwi, den Zebrafinken Rabauke und Romeo und dem Wellensittich Shrek :winke:
      Für immer in meinem Herzen: :herz: Pünktchen :herz: Antonia :herz: Sina :herz: Boncuk :herz: Hikari :herz: Fiona :herz: Pascha :herz: Duggie :herz: Yuki :herz: Eddie :herz: Pietry :herz: Bart :herz: Ella :herz: