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Zum Ende der Seite springen Grundsätzliches zum Thema Brut und Zucht !!! 11 Bewertungen - Durchschnitt: 10,0011 Bewertungen - Durchschnitt: 10,0011 Bewertungen - Durchschnitt: 10,0011 Bewertungen - Durchschnitt: 10,0011 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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Antje   Zeige Antje auf Karte Antje ist weiblich
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Herkunft: Oelde Kreis Warendorf

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Achtung Grundsätzliches zum Thema Brut und Zucht !!!

Brüten liegt in der Natur des Nymphensittichs und Nymphensittiche sind Höhlenbrüter.

Wenn die Gegebenheiten stimmen, dann legen Nymphiehennen überall ihre Eier, ob nun im Nistkasten, am Volierenboden, in einer dunklen Ecke oder unterm Sofa, es ist ihnen egal - Hauptsache dunkel.
Wie kommt es dazu???
Nun, die Ernährung unserer Nymphies ist oft sehr üppig und abwechslungsreich. Die Chancen für eine gute Brut stehen gut.

Hat man ein harmonierendes Pärchen und genügend dunkle Ecken so wird man ganz schnell feststellen

"Oh, da liegt ja ein Ei Ei mit Küken " Schock

Na ja, ob da nun ein Ei liegt oder nicht ist im ersten Moment relativ uninteressant, es ist zunächst nichts anderes als ein rohes Hühnerei und so kann es auch behandelt werden. Es ist noch kein Leben darin entstanden. Man kann sie also einfach wegwerfen

Man kann gelegte Eier bis zum, ich sage mal, 4. Tag entfernen, ohne dass sich Leben in diesem Ei entwickelt hat.
Selbst wenn das Pärchen angefangen hat zu brüten, kann man die Eier innerhalb dieses Zeitraumes entfernen und gegen Plastikeier tauschen, ohne dass dabei ein Küken zu Schaden kommen würde.


Ich schreibe dieses bewußt, weil ich weiß wie viel Reiz eine Brut ausmacht.
Und ich weiß, dass sich ganz viele Nymphenhalter nichts sehnlicher wünschen als einmal Küken großziehen zu dürfen, sie eventuell sogar später einmal zu behalten.
Aber allein mit dem Aufhängen eines Nistkasten ist es nicht getan!!!



Bevor Ihr jetzt weiterlest macht euch folgende Gedanken .....

Eure Henne könnte durch Mineralmangel Legenot bekommen und eventuell sterben.

Die Eltern könnten die Küken nicht richtig anfüttern oder füttern und die Küken könnten sterben.

Könntest du einspringen, wenn einer der Eltern oder sogar beide die Küken so heftig rupfen, dass diese jedesmal jämmerlich schreien und trotzdem weiter um Futter betteln, aber nichts bekommen ???

Eine Kükenhandaufzucht ist sehr anstrengend und zeitaufwendig. Eine reelle Chance besteht meistens ab dem 9. oder 10. Tag, aber selbst hier müssen die Küken noch alle 3-4 stunden gefüttert werden...
Alles was im Zeitrahmen zwischen Schlupf und 9. Tag liegt ist reine Glückssache!!
Und was habt ihr davon wenn Ihr Pech habt ???
Ein anhängliches Nymphenkind, das vielleicht nie ein richtiger Vogel sein kann... tztz unglücklich

Das nur als kleine Auswahl zu dem was passieren kann !!! Muss aber nicht !!



Dafür gibt es in meinen Augen die Zuchtgenehmigung
Wer sich über sie hinwegsetzt und seine Vögel in Deutschland ohne sie brüten lässt, macht sich nicht nur im Sinne des Seuchenschutzgesetzes strafbar, sondern handelt auch im Sinne des Tierschutzes grob fahrlässig.




Für die, die sich nun trotzdem trauen weiter zu lesen, hier ein kleiner Werdegang:

Ein durchschnittliches Nymphiegelege besteht aus 4-6 Eiern. Nach Ablage des ersten Eies wird alle zwei Tage ein weiteres Ei gelegt und meist ab dem zweiten Ei wird angefangen zu brüten. Nach einer Brutdauer von 18 bis 21 Tagen schlüpfen die ersten Küken. Diese sind bis auf Weißkopfküken mit gelbem Flaum bekleidet. Weißkopfküken haben weißen Flaum.

Kurz nach dem Schlüpfen ernähren sich die Küken von ihrem Dottersack, von dem sie auch im Ei ernährt wurden. Danach bekommen sie die ersten Tage die Kropfmilch. Sie wird im Kropf des Elterntieres gebildet und beim Füttern hervorgewürgt.

Man sollte die Nymphensittiche in den ersten Stunden in Ruhe lassen, damit sie sich auf ihre Aufgabe konzentrieren können, nämlich die Fütterung und die Wärmeunterstützung der Küken. Die Eier werden abwechselnd von Hahn und Henne gehudert(=gewärmt), wie auch schon während der Brut.
Tagsüber vom Hahn, Nachts von der Henne.

Während der gesamten Brut versuchen die Elterntiere eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Dieses ist ihnen, je nach Außenluftfeuchte, durch häufiges Baden möglich. Es ist daher immer darauf zu achten, dass frisches Badewasser zur Verfügung steht oder dass die Nymphen täglich duschen.

In den ersten Tagen haben die jungen Nymphensittiche die Augen geschlossen und schlafen sehr viel. Im Rhythmus von 1-2 stunden werden die Küken gefüttert.
Nach ca. 8 Tagen öffnen sich langsam die Augen.

Zwischen dem 8. und dem 10. Tag sollte sind die Jungvögel zu beringen.

Die Beringung der Jungen ist Pflicht, denn kein Krummschnabel darf in Deutschland ohne Ring verkauft werden!!!

Tatsächlich gibt es aber immer wieder Leute, denen das entweder egal ist oder die die Vögel aus Unwissenheit ohne Zuchtgenehmigung brüten lassen und daher keine Ringe anlegen können. Sie geben die Jungvögel dann oft unberingt weiter, was nicht erlaubt ist.

Ab dem 10. Tag sitzen die Altvögel tagsüber meist schon nicht mehr auf dem Gelege. Die Henne geht noch ein paar Tage nachts in den Kasten, aber die Küken wärmen sich in diesem Alter schon gut selbst.

Mit ca. 11-14 Tagen fangen die Federn an zu sprießen. Als erstes werden die Haube und die Flügel befiedert. Ab diesem Alter werden die Nymphies auch schon ganz schön quirlig, schlafen aber immer noch viel.

Wenn man sich in der Zeit von der 2. Woche bis zum Ausfliegen viel mit den Jungvögeln beschäftigt, dann werden diese zutraulich, auch ohne das man sie per Hand aufziehen muss.

Ab der dritten Woche hört man schon ein deutliches Flügelschlagen aus dem Kasten und man sieht schon Flügelspitzen durch das Einflugloch im Nistkasten.
Aber noch sind die Vögel nicht soweit.
Mindestens noch eine Woche bleiben sie im Nistkasten, bevor sich mal einer rauswagt.
Der Zeitpunkt des Flügge werden naht und die Küken sind sehr lebendig im Kasten. Immer wieder hört man verständigende Laute zwischen den Jung- und Altvögeln, die nun alle 4 stunden die Küken füttern.

Es steht außer Frage, dass die Elterntiere nur bestes Futter für ihre Küken bekommen müssen. Mit auf den Speiseplan gehören Sepiaschale, Mineralien, Kalk, Obst und Gemüse und natürlich das normale Körnerfutter. Man kann zwischendurch noch etwas eingeweichtes Toastbrot geben.
Außerdem wird gerne Aufzuchtfutter genutzt.

Wer unbedingt Eifutter geben möchte, der sollte sehr sparsam in der Dosierung sein und maximal 10 Tage Eifutter geben !!

Benutzt man zuviel Eifutter während der Brutphase werden die Elterntiere schnell wieder brutig und fangen unter umständen an die Jungvögel zu rupfen, um den Kasten frei zu bekommen.
Das kann sogar dazu führen, dass die kleinen blutig gerupft werden.

Wenn die Küken nun mit der vierten Woche ausfliegen, so sollte man darauf achten, dass sie sich nirgends verletzen können.
Die ersten Tage nach dem Ausfliegen sind sehr ungeschickt und die kleinen machen oft eine Bruchlandung nach der anderen.
Die Eltern sind nun meines Erachtens im Dauerstress, denn in der freien Natur sind die Kleinen kaum geschützt vor Fressfeinden.

Nach ein paar Tagen aber klappen kurze Strecken schon viel besser. Die Küken trainieren außerhalb des Kastens ihre Flugmuskulatur und die Eltern kümmern sich um die Ernährung.

Mittlerweile bekommen die Küken ja auch schon vorverdaute Körner und fangen mit der fünften und 6. Woche an schon mal selber zu probieren wie die Kolbenhirse schmeckt.

Außerdem können sie sich nun schon gut selbst putzen und man kann ihnen beim Kontakte knüpfen und bei der Sozialpflege(=kraulen und schmusen)zusehen.
Ab ca. ende der fünften Woche fangen die Eltern an die Küken auf ihre Entwöhnung vorzubereiten. Jetzt ist es an der Zeit die Kolbenhirse herauszuholen und sie in erreichbare Nähe zu hängen, damit die Küken knabbern können.

Mit den Eltern zusammen gehen diese dann auf Futtersuche, werden aber doch zwischendurch noch von ihnen gefüttert.

Junge Nymphies sind dann im Alter von sieben bis 8 Wochen meistens Futterfest. Ab dieser Zeit werden dann die sozialen Kontakte gepflegt.
Sie lernen wie man ordentlich krault und spielen und erziehen sich miteinander. Daher sollten Nymphensittiche bis zum Alter von 3 Monaten bei den Eltern bleiben.


Die 8 Wochen vom Schlupf bis zum entwöhnten Vogel sind eine verdammt kurze Zeit, wenn man eine durchschnittliche Lebenserwartung von fast 20 Jahren zugrunde legt. Daher sollte man ihnen die 4 Wochen zum Erlernen des Sozialverhaltens von den Eltern gönnen.

Gibt man die Jungvögel ab, so gibt man sie in eine ungewisse Zukunft. Behält man sie, so hat man die lebenslange Verantwortung!!!
Bis zum letzen Atemzug...

Ich schließe diesen Beitrag nun noch mit einer Bitte.....
Denkt nicht einfach, es ist nur diese eine Brut, sondern zeigt euch verantwortungsbewusst gegenüber euren Vögeln. Sie haben es verdient!


__________________
Die Rotzlöffelchefin Antje mit Gina, Nicki, Dusty,Amber, Kenai, Tiponi, Tadashi, Gonzo, Ei mit Küken Teenie Sienna und Baby Badger sagen
Herz Willkommen im Blauen Forum großes Grinsen


Grundsätzliches zur Brut und Zucht

Der Himmel hat einen Engel mehr, Candy wir vermissen dich unglücklich

19.04.2007 21:47 Antje ist offline E-Mail an Antje senden Homepage von Antje Beiträge von Antje suchen Nehme Antje in deine Freundesliste auf Füge Antje in deine Kontaktliste ein

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